Anstellungsvertrag, bitte um Durchsicht eines Experten (einer der sich auskennt damit)?

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2 Antworten

Mangels Angabe einer Befristung ist der Vertrag unbefristet.
Die Freiwilligkeit und Widerruflichkeit der Sonderzahlungen würde mir nicht gefallen. Ebenso, dass 20 Überstunden bereits mit dem Gehalt abgegolten sein sollen, das sind fast 3 Tage pro Monat, die du bei Bedarf umsonst arbeiten müsstest.

Gut ist der Abschluss einer Direktversicherung. Urlaub ist auch ok. Ebenso Reisekostenvereinbarung.

Die Rückzahlungen der Sonderzahlungen bei Eigenkündigung sind gestaffelt, insoweit zulässig.

Musst dir überlegen, ob ein Gehalt von 3.800 u. ggf mehr nach 6 Monaten das wert sind.
Ich würde noch nachverhandeln.

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Kommentar von Nightstick
27.01.2016, 00:49

@MenschMit Plan:

° Die Freiwilligkeitsklausel bei Sonderzahlungen ist heutzutage fast schon normal, weil auch die Unternehmen keine sicheren langfristigen Umsatz- bzw. Gewinnprognosen mehr aufstellen können. Damit müssen die Arbeitnehmer leben.

° Bei derartigen verantwortungsvollen Positionen mit einer solchen Gehaltshöhe (ich gehe hier von regelmäßigen Erhöhungen aus) sind 20 abgegoltene Überstunden noch human. Bei mir waren seinerzeit sämtliche anfallenden Überstunden abgegolten.

° Die Direktversicherung erscheint mir von der Summe her wesentlich zu niedrig - das bringt am Ende nicht viel. Hier würde ich nachverhandeln - mir zumindest die Option der Aufstockung aus eigenen Gehaltsanteilen offenhalten.

Alles Andere ist soweit O.K.

==> Generell:

Ein recht interessanter Arbeitsvertrag, der es in sich hat (knallhart), von mehreren Rechtsanwälten entwickelt.

Trotzdem fehlerbehaftet:

° In § 4, 2a) muss es Arbeitnehmer heißen

° In § 14 (oben) muss m.E. auf die §§ 12 und 13 Bezug genommen werden

° In § 15 muss es im vorletzten Satz (statt GF) sicher Arbeitnehmer heißen.

Gruß @Nightstick


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Ich hab gerade echt Probleme wie ihr auf diese 2 Jahre kommt. 

Ich lese §4 (2) so, dass ein ausbezahltes Weihnachtsgeld (Auszahlung Nov oder Dez) bis zum 31. März des folgenden Jahres zurückgefordert werden kann, wenn es unter einem Monatsgehalt liegt und bis zum 30.6., falls es höher als ein Monatsgehalt war. 

Also zum Beispiel das Weihnachtsgeld 2016=950€, kann bis zum 31.3.2017 zurück gefordert werden. Sollte das Weihnachtsgeld aus Gründen bei 3900€ liegen, kann es bis zum 30.6.2017 zurückgefordert werden. 

Für das Urlaubsgeld lese ich aus §4(2), dass es bis zu 3 bzw 6 Monate nach der Auszahlung zurückgefordert werden kann.

Solltest du am 30.6.2017 2920,70€ ausbezahlt bekommen, dann kann dies zurück gefordert werden, wenn du bis zum 30.9.2017 ausscheidest. Solltest du aus Gründen ein Urlaubsgeld ausbezahlt bekommen, dass z.B. 3900€ beträgt, kann dies zurück gefordert werden, wenn du bis zum 31.12.2017 ausscheidest. 

Ich hab bei allen Rechnungen angenommen, dass dein Gehalt bei 3800€ bleibt. 

So hab ich das ganze gelesen. Falls ich einen Fehler gemacht habe, bitte ich um Korrektur. Aber das mit den 2 Jahren find ich nicht. 

Kann aber Nightstick nur zustimmen: knallerharter und durchdachter Arbeitsvertrag. Aber den einen Fehler hab ich auch gesehen ;)

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