Frage von Studifrage19, 7

Anspruch aus 280 I 241 BGB, wie kann ich die Problematik lösen?

Hallo, ich habe eine Frage zu einem Sachverhalt und bräuchte euren Rat.

A hat einen Sohn C, dieser hat sich verletzt, da B bestimmte Sicherheitsvorkehrungen nicht getroffen hat (fahrlässig). Dies ist passiert auf einer Feier des B. Diese Feier war von Bs Geschäft, der A hatte mit dem B zu dem Zeitpunkt noch keinen Vertrag geschlossen, jedoch kam es nach dem Ereignis zu einem Vertrag.

Jetzt will A von B Erstattung der Krankenhauskosten.

Ich habe jetzt folgende Überlegung : Die Anspruchsgrundlage ist 280 I, 241 II BGB. Ich prüfe ganz normal den 280 sprich 1. Schuldverhältnis 2. Pflichtverletzung 3. Vertretenmüssen 4. Schaden

Natürlich war die Pflichtverletzung nicht direkt gegen A, sondern seinen Sohn C. Deshalb schließe ich auf Vertrag mit Schutzwirkung Dritter. Doch stellt ja nicht C den Anspruch, sondern A sein Vater, sodass C nicht automatisch im Schuldverhältnis integriert ist, auf Umwegen durch 104 geschäftsunfähig und 1626 1629 Eltern ges Vertreter schon. Das hört sich sicher wirr an, bislang habe ich nur Fälle gelöst, wo auf diesen Sachverhalt bezogen C den Anspruch gestellt hätte. Und dann wird ja auf das Schuldverhältnis bezug genommen und die Prüfung Vertrag mit Schutzwirkung Dritter begonnen, sprich bestimmungsgemäße Leistungsnähe des Dritten etc.

Da das jetzt nicht der Fall ist, schieße ich daraus, dass bei der Pflichtverletzung erst das Problem auftritt, da ja nicht A davon Schaden hatte, sondern sein Sohn. Doch kann ich ja jetzt nicht einfach die Schutzwirkung Dritter aus einem Vertrag prüfen. Denn dieser ist unproblematisch.

Jetzt ist mir aber noch die Überlegung gekommen, gilt das Schuldverhältnis auf den Vertrag überhaupt, weil dieser erst im Anschluss gekommen ist? Oder bezieht sich das Schuldverhältnis darauf, dass B die Feier für seine Gäste gemacht hat und daraus das Schuldverhältnis besteht?

Dieser Fall bringt mich wirklich zum verzweifeln. Diese Problematik hatte ich bereits noch nicht, es ist ein neuer Fall und ich finde in Lehrbüchern auch keine Hilfe.

Eine weitere Anspruchsgrundlage wäre 823, aber den prüft man ja erst im Anschluss. Daher wenn ihr Tipps und Rat für mich habt, ich wäre euch wirklich sehr dankbar, ich weiß nämlich nicht mehr weiter.

Danke schonmal!

Antwort
von Fabulist, 3

Wie lautet denn die Fallfrage?

Vertraglich sehe ich da nichts. Vertragsähnlich mit ganz viel Wohlwollen cic, vielleicht hat sich ein Vertrag angebahnt, dann hätte B nicht nur den potenziellen Vertragspartner A, sondern auch den Sohn C schützen müssen.

Würde eher über 823 gehen. Dann fehlt es dem Vater aber an einer Rechtsgutverletzung, da Vermögen kein absolutes Recht ist.

Dann geht der Sohn über 823. Ihm fehlt es dann an einem Schaden. Da der Vater aber Vermögenssorge nach 1626 hat, ist dann mittelbar dem Vermögen des Kindes doch ein Schaden entstanden. So kommt der Vater dann doch an die Krankenhauskosten

So würde ich das aus der Ferne lösen. Genauen Sachverhalt und Fallfrage hab ich da lieber.

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