Frage von Lunashine, 83

Anspruch auf Kinderfreibetrag bei Unterhaltszahlung?

Ich stehe mit dem SteuerR ein wenig auf dem Kriegsfuß.

Wenn sich ein unverheiratetes Paar trennt und der Lebensgefährte monatlich Unterhalt zählt, steht ihm dann auch ein Kinderfreibetrag von 0,5 zu?

Wenn er diesen bislang nicht hatte, sondern bei der Frau ein Freibetrag von 1 eingetragen ist, wie bzw. wo kann man die Änderung beantragen?

Antwort
von wurzlsepp668, 43

das Finanzamt trägt, sofern beide Elternteile steuerlich erfaßt sind, bei jedem Elternteil ein halbes Kind ein.

sollte bisher das "komplette" Kind bei der Mutter berücksichtigt sein, so muß der Vater einen Antrag auf Lohnsteuersteuerermäßigung stellen, damit ihm der hälftige Kinderfreibetrag eingetragen wird.

und ja, der Kinderfreibetrag steht JEDEM Elternteil zur Hälfte zu

Antwort
von rasperling1, 45

Nein, das steht im nicht zu - das macht aber nichts, denn in 99% aller Fälle hat der Kinderfreibetrag KEINERLEI FINANZIELLE AUSWIRKUNG!

Die Mutter bekommt für das Kind das Kindergeld von 190- Euro. Im Gegenzug kannst Du 95,- Euro vom Kindesunterhalt abziehen. Du bekommst also bereits die Hälfte vom Kindervorteil. Man bekommt aber nur entweder Kindergeld oder den Kinderfreibetrag, nicht beides zusammen. Den Kinderfreibetrag statt des Kindergeld bekommen aber nur Leute mit sehr hohem Einkommen, den nur bei ihnen führt der Kinderfreibetrag zu einer höheren monatlichen Entlastung als 190,- Euro. . 

Kommentar von wurzlsepp668 ,

tja, leider ist die Antwort (zumindest teilweise) FALSCH .....

der Kinderfreibetrag steht jedem Elternteil zur Hälfte zu .....

der Kinderfreibetrag wirkt sich auf die Zuschlagsteuern aus (Solidaritätszuschlag und Kirchensteuer)

und stell Dir vor:

auch mir (unverheiratet, ein Kind) steht der halbe Kinderfreibetrag zu .....

steht sogar auf meinem Steuerbescheid (beim Solidaritätszuschlag).

das Finanzamt (und NUR dieses) führt mit der Steuererklärung eine Günstigerprüfung durch und stellt fest, ob Kinderfreibetrag oder Kindergeld günstiger sind.

Kommentar von Lunashine ,

Also macht es für den Kindesvater, der kein KiG bezieht, Sinn, den hälftigen KiFreibetrag zu beantragen?

Kommentar von rasperling1 ,

Bei einem Bruttoeinkommen von z.B. 2.700,- Euro macht der halbe Kinderfreibetrag gerade mal 4,- Euro Steuerersparnis aus, also praktisch nichts.

Kommentar von Lunashine ,

Soweit mir bekannt ist, bekommt die Kindesmutter KiG und bei ihr ist der KiFreibetrag eingetragen

Kommentar von wurzlsepp668 ,

nein, der Mutter steht nur der Hälftige Kinderfreibetrag zu.

ansonten hätte ich seit 14 Jahren einen falschen Kinderfreibetrag ....

Antwort
von amdros, 45

Von der Logik her würde ich sagen ..ja, steht ihm zu..aber nur von der Logik.

Was das Gesetz dazu sagt, das wird dir sicher das Finanzamt beantworten können, frag dort nach!

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