Liebe Nachteulen und Eulinnen,
ich habe den Verdacht, dass mein Vater schwer krank ist und Krebs hat.
Er ist aber jemand (sein Vater war auch so), der nie zum Arzt gehen will. Auch über Probleme spricht er nicht von selber, deshalb glaube ich, dass er mir und meiner restlichen Familie verschweigt, dass er krank ist und bald sterben wird.
Ich vermute, dass er es vorzieht, ein "normales" Leben zu führen bis zum (schnellen) Ende anstatt die Normalität durch Chemo und das Mitleid anderer zu zerstören. Leider gibt er damit auch die Chance auf Heilung oder eventuell lebensverlängernden Maßnahmen auf. Ich weiss, dass es uns liebt....aber würde er dann nicht länger bei uns sein wollen?
Nun, weiss ich nicht, wie ich damit umgehen soll! Soll ich ihn darauf ansprechen oder seinem (unausgesprochenen) Wunsch nachgehen und ihm seine Routine geben? Letztens ist der Mann seiner Sekretärin an Krebs gestorben, ganz plötzlich. Das Schicksal hat ihn ziemlich mitgenommen und er weiss, wie schnell es gehen kann...
Nun, weiss ich nicht, wie ich mich verhalten soll und wäre über Vorschläge oder Erfahrungen von euch sehr dankbar! Liebe Grüße, Ashley
Liebe Ereste, dass die das in den Sinn gekommen ist, finde ich total passend. Dieser Gedanke ist mir auch schon gekommen, habe ihn eben nur vergessen zu erwähnen. Danke
sind für dich schon beide Seiten deiner Wahrnehmung ganz klar? Also einmal, was du tatsächlich siehst (z.B. ist dein Vater blaß, ist er verändert, sieht man ihm Schmerzen an? usw) und dann, was deine Befürchtungen sind (z.B., dass er schwer krank sein könnte).
Ganz wichtig ist im Moment - auf jeden Fall für dich, vielleicht auch für ihn (das wissen wir aber nicht genau), dass die Ungewissheit das Schlimme ist und dass ihr da etwas klärt.