Frage von Grammaticus, 54

Anschaffung von Georges und Menge als Student sinnvoll?

Salvete, sodales! Diese Frage geht vor allem an Latein-Professoren oder wissenschaftlich Arbeitende. Seit Wochen spiele ich mit dem Gedanken mir den Neuen Georges zuzulegen. http://www.amazon.de/neue-Georges-Ausf%C3%BChrliches-Handw%C3%B6rterbuch-Lateini...

Als Grammatik im Studium verwende ich momentan den Rubenbauer-Hoffmann, jedoch verweisen immer mehr Vortragende auf den Menge.

Jetzt sind doch beide recht kostspielig, jedoch würde es mich sehr reizen, sie in meiner Bibliothek zu haben, und die würde ich dann auch verwenden. Als WB arbeite ich entweder mit Stowasser oder navigium.de

Herzlichen Dank für mögliche Antworten

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von Miraculix84, Community-Experte für Grammatik & Latein, 13

Hi,

Georges:

Also den Georges habe ich mir Digital gekauft. Damit kann man dann auch mal arbeiten, wenn man ein Funkloch hat und er hat noch eine Stichwortsuche, die es in der Online-Version nicht gibt. Die Printausgabe hat eigentlich nur dekorativen Wert. Zum Mitschleppen ist sie zu schwer und beim Nachschlagen selber geht es mit der digitalen Version einfach schneller.

Ich habe oft im Zug gearbeitet oder arbeite auch mal irgendwo draußen im Garten oder irgendwo in der Schule, wo kein Netz ist, und da möchte ich meinen Georges nicht missen. Denn wenn ich da immer auf eine Internetverbindung angewiesen wäre, wäre das Käse gewesen.

Kurzum:

Georges als Buch: Nein!
Georges digital: Ja, auf jeden Fall!
Besser als Stowasser und Navigium.
Aber ob dir die kostenlose Online-Version reicht oder ob du die ca. 50€ für die CD ausgibst, musst du selber wissen.

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Menge:

Ich habe beide. Den "neuen" (=Burkhardt / Schauer) und auch den "alten" Menge. Den alten Menge habe ich geerbet, aber wirklich damit gearbeitet habe ich nicht, weil ich es so mühsam finde, die Frakturschrift zu lesen.

Mit dem neuen Menge habe ich ab und zu mal gearbeitet udn manchmal schaue ich auch jetzt noch rein. Deswegen dafür eine Kaufempfehlung.

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Du musst immer den "Langzeit-Wert" betrachten:

Wenn man sich eine gute Oxford-Ausgabe von einem Werk kauft, kann man das machen. Die Wahrscheinkeit, dass gerade dieses Werk einmal im Abitur behandelt wird, dass man dann auch noch zufällig einen Oberstufen-Kurs hat und dass man dazu auch noch die Oxford-Ausgabe braucht, wo es doch Reclam- und Schulbuch-Ausgaben gibt, ist relativ gering.

Deswegen ist es wirtschaftlich nicht unbedingt sinnvoll, als Student / angehender Lateinlehrer so viel Geld in eine Oxfordausgabe zu investieren. Man braucht sie wahrscheinlich nach dem Seminar (3 Monate) für den Rest des Lebens nie wieder.

Eine gute Grammatik und ein überragendes Wörterbuch wirst du aber in jedem Schuljahr, also bis zu deiner Pensionierung immer mal wieder benötigen. Deswegen lohnt es da durchaus, einmal tiefer für in die Tasche zu langen. Ich habe es nie bereut.

Ich habe es aber auch nie bereut, mir die ganzen Oxford-Ausgaben zu kaufen. Sie sehen einfach schön aus. :)

LG
MCX

Antwort
von Zephyr711, 18

Hallo,
Ich bin ebenfalls Latein-Student und würde sagen: Menge ja, Georges nein.
Da der Georges vollumfänglich (?) auch online zur Verfügung steht, lohnt sich die Anschaffung nur, wenn man wirklich Wert darauf legt, sein Bücherregal zu füllen. Der Menge hingegen lohnt sich gegenüber dem RBH schon der Beispiele wegen, die doch deutlich besser sind.

Schönen Gruß

Kommentar von Zephyr711 ,

Zudem ist der Menge für mich schon deswegen Pflicht, weil Thorsten Burkard an meiner Uni lehrt...

Antwort
von Ansegisel, 31

Hallo!

Ich bin zwar kein Latein-Professor, habe aber wenigstens studierte Latinisten im Freundeskreis. Die habe ich mal gefragt.

Deren Meinung nach ist die Anschaffung von Georges und Menge durchaus sinnvoll. Das tägliche Pensum ist zwar auch mit Stowasser und Rubenbauer zu absolvieren, Menge und Georges wurden von ihnen aber so oft zu Rate gezogen, dass sie sich die auch im eigenen Regal gewünscht hätten.

Einhellige Meinung war also zu beiden: "Hätte ich gern gehabt, war aber zu teuer. Das Studium zu Hause ging auch ohne, dafür musste ich dann öfter in die Uni-Bibliothek."

Meiner Meinung nach solltest du die Bücher kaufen. Denn diese wirst du dein ganzes Studium hindurch benutzen und auch danach immer wieder (wenn du dem Latein treu bleibst) zur Hand nehmen. Solche Bücher hat man sein ganzes Leben.


Antwort
von salome77, 23

Ich bin zwar kein Lateinprofessor, habe aber Latein studiert. 

Ich habe mir den Georges gekauft, es gibt ihn bei der Wissenschaftlichen Buchgesellschaft übrigens billiger, nutze und nutzte ihn aber nur zum hochstellen des Schwibbogens in der Adventszeit ;) Die digitale Variante dagegen nutze ich sehr häufig.

Menge habe ich mir auch angeschafft, da die Dozenten ihn benutzten. In ihn schaue ich regelmäßig, wenn der Rubenbauer-Hofmann nicht ausreicht. 

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