Retzlaff am 19.11.2007 um 10:55 Uhr
Also ob Tierschutz oder privat: Ich finde es extrem auffällig, dass geschwindelt wird, wo´s geht, um die Tiere loszuwerden. Muss denn das sein?

Die Erfahrung kann ich nicht teilen: wir haben schon einige Katzen über Tierschutzleute bekommen und sind dabei noch nie angeschwindelt worden. Im örtlichen Tierheim wird einem ein recht realitstisches Bild von dem zu vermittelnden Tier gegeben, denn die Mitarbeiter wissen, dass sie das Tier sonst nur zurückbekommen würden - oder Schlimmeres passiern würde, wenn die neuen Tierhalter sich getäuscht fühlen.

Katzen vermehren sich unter günstigen Umständen fast so gut wie die Karnickel! Ich finde es schlimme, wenn die Besitzer dies erst nicht verhindern und dann die armen Kätzchen irgendwie loszuwerden versucehn.

Ich habe selbst auch nur Gutes vom örtlichen Tierheim gehört und habe auch eine kleine Katze von dort. Die Kleine war noch auf der Krankenstation und ich konnte so über eine Stunde (Kennenlernphase!) die Vorgänge dort beobachten. Da waren sehr tierliebe Menschen am Werk, die sich aufopfernd um jedes einzelne Tier gekümmert haben! Bei der Vertragsabwicklung wurde alles genau unter die Lupe genommen und ich bekam einen Gutschein für einen Teil der Kastration (soll bei meiner Tierärztin geschehen). Ausserdem muss ich bestätigen, dass das Tier geimpft und Kastriert wird. Also: Von Schwindelei keine Spur! Allerdings sollte man selber auch ein bißchen Ahnung haben von dem Tier, das man sich dort holt-dann würdem einem Unstimmigkeiten schnell auffallen! Ich habe eine komplett weiße Katze aus dem Tierheim geholt und wurde auch über die evtl. gesundheitlichen Probleme aufgeklärt. Mir wurde dieses empfindliche Wesen auch gegeben, weil ich Tierheilpraktikerin lerne und mich besonders gut um eine weiße Katze kümmern kann- ich bin rundum zufrieden mit der Vermittlung. Schade, dass es nicht immer so läuft...
Hallo Es wird nicht nur geschwindelt um sie los zuwerden sondern auch um sie zu bekommen. Da werden Dinge wohlweislich für sich behalten,weil sie genau wissen das sie die Katze sonst nicht bekommen würden.
Man kann den Menschen nur vor dem Kopf gucken...
vg Tanja

Das muss nicht sein, wenn man mit Tieren verantwortungsvoll und individuell umgeht. Leider sehen viele Menschen Tiere jedoch als minderwertige Lebewesen oder gar Sachgegenstände an und verfahren also mit ihnen, als ob sie einen Besitz ausmachen könnten. Es bedarf noch einiger Arbeit am Tierrecht, bis Menschen endlich einsehen, wie blöde sie sich benehmen. Empfehlen kann ich auch folgende Klassiker-Literatur: Peter Singer: Animal Liberation. Die Befreiung der Tiere. 1996.
Was meinst Du mit "geschwindelt"?
Retzlaff am 19. November 2007 11:14 Mit geschwindelt mein ich, dass Dinge schön geredet werden, die man vielleicht gerne hört, die aber nicht der Wahrheit entsprechen. Von "tierärztlich versorgt" und dann aber total krank bishin zu "reine Wohnungskatze", wo sich raus stellt, dass die Katze ein Freigänger war etc.etc... Es fällt mir immer öfters auf, dass die Tiere richtig verschachert werden. Hauptsache schnell weiter. Das ist schade. Und fällt am Ende auf die Tiere negativ zurück.
Hm - das ist mir bisher noch nicht passiert. Allerdings fände ich das auch nicht schön - traurig für die Tiere.

Die Tierschutzvereine müssen die von ihnen betreuten Katzen wohl schon möglichst positiv darstellen, denn sonst wäre wohl erst recht niemand bereit, die "Schutzgebühr" von knapp 100.- Euro zu zahlen, wenn man andererseit aus privaten Quellen reichlich Katzen kostenlos angeboten bekommt.
Dazu sind die Katzen im Heim meist älter und haben eine mehr oder weniger komplizierte Vorgeschichte, sie bringen also "Macken" mit, die den Umgang mit ihnen manchmal problematisch machen, während die privat abzugebenden Katzen meist noch recht jung sind.

Also ich kann eigentlich auch nur das Gegenteil behaupten. Angeschwindelt wurden wir noch nie. Und wir haben 5 Katzen (und noch mal 5 Kleine) gehabt und dann auch selber weitervermittelt weil wir nur eine Dreieinhalb-Zimmerwohnung haben.
Allerdings muss ich gestehen, dass wir auch einmal beim Tierheim geschwindelt haben: Wir haben eine Katze auf der Straße gefunden, die sichtlich unterernährt war. Es war November und schon arg kalt. Wir haben sie erst mal mit zu uns genommen, allerdings verstand sie sich absolut nicht mit dem Rest unserer Katzen. Also haben wir dann beim Tierheim gesagt, dass wir sie soeben erst gefunden hätten. Hätten wir nämlich gesagt, dass wir sie versucht haben, bei uns aufzunehmen, hätte uns die Übernahme vom Tierheim 80,-- € zzgl. der Impfungen und der ärztlichen Untersuchungen gekostet.... Ein bisschen viel für ein wenig kätzische Nächstenliebe.....
Hallo Das ist aber nicht die Regel.Meine Tierheimkatze damals hat sich uns ausgesucht.Angeblich war sie kastriert und eine Wohnungskatze.Sie war BEIDES NICHT. Sie wurde rollig...und wir machten einen Termin beim Doc.Bis zum abklingen der Rolligkeit versuchten wir alles sie im Haus zu halten.Eines Morgends war sie weg...sie hatte sich durch das Loch in der Wand für den Trockner gequetscht.Ich habe sie gesucht und dann kam sie wieder....Ab da ging gar nichts mehr.Sie versuchte aus jeder Ritze weg zukommen.Und wenn die Tür nur ein Spalt aufwar...sie war schneller weg als man gucken konnte. Dann haben wir am Tierheim nachgefragt...diese Katze kam von einem Bauernhof und das "Weihnachtsgeschenk"der Tochter des Hauses war es das die Katze ins Tierheim kommt,sonst hätte der Bauer.... Es gibt auch andere Fälle klar,aber Schwarze Schafe gibt es ÜBERALL.Auch im Tierschutz.
vg Tanja
Oje, schlimme Sache, Tanja!
Ich hab nur meine persönliche Erfahrung, und die ist zum Glück sehr gut!
Und was für ein Weihnachtsgeschenk für das Mädchen!