Frage von MikeRat, 113

Anrechnung von Aufwandsentschädigungen für ein Ehrenamt auf den Selbsterhalt?

Der unterhaltspflichtige Mann darf nur 880 Euro im Monat behalten wenn er Arbeitslos oder Rentner ist. Alles was er mehr "verdient" muss er Frau und Kindern überweisen. Den Unterhalt von knapp 500 Euro pro Kind schafft er bei 3 Kindern natürlich nicht. Die Frau hat ihn verlassen weil er krank wurde und nun nur noch eine EM-Rente bzw Krankengeld bekommt. Sie ist selbstständig schafft aber kaum etwas zu verdienen.

Was ist aber mit Aufwandsentschädigungen die der selbe Vater als Gemeindevertreter bekommt. Das ist eine Entschädigung für den Aufwand den er hat und ist bis 2400 Euro Jahr Steuerfrei. Darf der Mann dieses Geld wenigstens vollständig behalten? Ist ja kein Lohn sondern eine Entschädigung.

Oder Erhöht es den Selbsterhalt wenigstens auf 1080 Euro wie bei einem Berufstätigen, da der Mann dafür ja einige Stunden aufwendet sonst stünden ihm die 220 Euro im Monat Pauschale Aufwandsentschädigung gar nicht zu  
Fussballtrainer bekommen so eine Aufwandsentschädigung doch auch?
Wie ist das bei denen?

Es wäre schon komisch wenn man ein Ehrenamt macht und muss den Aufwand vom karken Selbsterhalt auch noch zahlen soll Dann müsste man ja quasi sein Mandat aufgeben in den einen die Wähler bei der Kommunalwahl gewählt hat.

Kompliziertes Thema!  
Wer kennt sich da aus?
Bitte nicht raten oder vermuten!

Antwort
von DerHans, 75

Eine Aufwandsentschädigung heißt ja nicht einfach so, sondern ist genau das. Also quasi ein durchlaufender Posten.

Ein Familienrichter könnte aber auch auf dem Standpunkt stehen, wenn er noch Zeit für ehrenamtliche Tätigkeit hat, könnte er auch einen Nebenjob ausüben um seiner Pflicht nachzukommen.

Ein "Volksvertreter" der seinen Unterhaltspflichten nicht nachkommt, ist da vielleicht auch nicht gerade die beste Wahl

Kommentar von MikeRat ,

Dss ist doch Unsinn mit dem Volksvertreter.  Es geht nicht darum Unterhalt vorzuenthalten. Die Frau bekommt 3 mal 495 Euro plus das 1/2 Kindergeld 300 Euro plus für 1 Kind 120 Euro Pflegegeld plus 1000 Euro für ihr Gehalt und der Mann ( Frührentner ) 880 Euro. Das ist wohl nicht ganz gerecht was der Gesetzgeber da in Düsseldorfer Tabelle festgelegt hat.    

Kommentar von DerHans ,

Wieso? Ein alleinstehender Arbeitsloser mit AlG2 hat noch weniger Geld zur Verfügung.

Man kann nicht Kinder in die Welt setzen und dann erwarten, dass der Staat für deren Unterhalt aufkommt.

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