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Anorganische Säuren

Frage von mrabominable mrabominable

Hallo beisammen,

ich habe eine Frage speziell an die Chemie-Experten unter euch. 

Aus meiner Schulzeit weiß ich, dass die Säurestärken organischer Säuren am pKs-Wert ausgemacht werden können, verschiedene Säuren können hinsichtlich ihrer Stärke zum Beispiel an der Stabilität des Anions bzw. an der Fähigkeit ein Proton abzugeben untersucht werden (Elektronegativität, elektronenspendene Effekte, etc.). So viel ist mir bekannt!

Meine Frage lautet nun, wie das Ganze eigentlich mit anorganischen Säuren funktioniert? Zum einen kann man den pKs-Wert starker Säuren bei vollständiger Protolyse im Wasser nicht mehr vergleichen. Wie geht man dann vor?

Was macht eine starke Säure aus? HCl ist ungelöst doch stärker sauer als konz. H2SO4 und HI ist wiederum stärker Sauer als HCl meines Wissens! Wie sind diese Unterschiede begründbar? Also warum neigt beispielsweise HI noch stärker dazu ein Proton abzuspalten als HCl?

Außerdem würde mich interessieren was es mit der Flüchtgkeit von Säuren auf sich hat!

Nein ich brauche die Informationen nicht für irgendeine Arbeit oder Hausaufgaben! Aus dem Alter bin ich raus ;)

Ich frage rein aus persönlichem Interesse!

Danke!

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Antworten (4)

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    Hilfreichste Antwort ausgezeichnet vom Fragesteller
    Antwort von pillipower pillipower

    Chlorwasserstoff und Wasser sind nicht beliebig mischbar. Die maximale HCl-Konzentration in Salzsäure beträgt ca. 37 %; dann ist das Wasser mit HCl abgesättigt. Daher ist Chlorwasserstoff natürlich saurer als Salzsäure, aber eben gasförmig.

     

    Die Stabilität zwischen dem Proton und dem Anion lässt sich neben der Elektronegativität auch mit der Pearson-Härte erklären (http://de.wikipedia.org/wiki/HSAB-Konzept).

    So ist Iodid deutlich weicher als Chlorid. Die Bindung zu dem relativ harten Proton ist somit schwächer.

    Für den Unterschied zur Schwefelsäure fällt mir im Moment keine gute Erklärung ein.

    Kommentar von mrabominable mrabominablemrabominable

    Ich seh schon... das ganze ist nicht so einfach begründbar! Aber der Tipp mit der Pearson Härte ist gut! War mir ganz neu ;) Aber da Spielen so viele Faktoren eine Rolle, die es eigentlich unmöglich machen eine allgemeine Aussage zu treffen!

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    RatgeberHelden Antwort von jobul jobul

    Die stärksten Säuren sind jene, die die geringste Tendenz zur Aufnahme einer kovalenten Bindung zum H⁺ Ion haben, etwa Perchlorsäure oder Antimonchlorwasserstoffsäure (HSbCl₆). Diese bildet (unter Chlorwasserstoffatmosphäre) sogar Oxoniumsalze mit OH₃⁺ Ionen als Kation. Jodwasserstoff ist keine besonders starke Säure, weil er leicht in Jod und Wasserstoff zerfällt. Im Grunde ist aber eine isolierte Aussage über eine Säurestärke wenig sinnvoll, weil immer die korrespondierende Base berücksichtigt werden muss.

    Kommentar von mrabominable mrabominablemrabominable

    Iodwaserstoff hat aber doch einen pKs Wert von -10 was doch bedeutet, dass Iodwaserstoff eigentlich extrem sauer sein müsste, oder?

  • 0
    Antwort von grhe6715 grhe6715

    Zur Differenzierung starker Säuren wird ein anderes Lösungsmittel als Wasser verwendet.

    In der Reihe HF zu HI nimmt die Stärke der H-X-Bindung ab, daher Zunahme der Säurestärke (hier Analogschluß möglich).

    Ansonsten darf man thermodynamische Stabilität und Flüchtigkeit (kinetisches Phänomen) nicht durcheinanderwerfen

     

     

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    Antwort von cg1967 cg1967

    Prinzip von le Chatelier: Die stärkere Säure verdrängt die schwächere aus ihren Verbindungen, die schwerer flüchtige Säure die leichter flüchtige. Dann gibts Gleichgewichte: HCl im Überschuß wird mekrlich HI aud KI (als Beispiel) freisetzen.

    Ich weiß nicht, ob dies das ist, was Du wissen willst; falls nicht frag nochmal nach.

    Kommentar von mrabominable mrabominablemrabominable

    Ja das ist mir bekannt! Aus diesem Spruch resultieren auch meine Überlegungen. Aber wie ist die Flüchtigkeit einer Säure definiert? 
    Ist die Säurestärke nicht auch noch anders begründbar als über dieses Prinzip? Das Gleichgewicht stellt sich ja ein weil eine stärkere Säure und das Salz einer schwächeren Säure reagieren. Aber wo liegt die Begründung warum die eine Säure das Proton leichter abgibt als die andere?

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