Frage von RobertRa, 328

Bibelkurs: Annehmen oder nicht annehmen?

Soll ich das Angebot annehmen oder lieber nicht? Was sind die Vorteile?

Es geht um folgendes: Die Zeugen Jehovas (kennt die jemand?) haben mir ein kostenloses Bibelstudium angeboten. Kennt sich da jemand aus, ob das wirklich kostenlos ist? Ist das Bibelstudium überhaupt serioes?

Antwort
von telemann2000, 115

Hallo Robert. 

Ich möchte zusätzlich noch erwähnen, dass es verschiedene Methoden gibt, die Bibel kennenzulernen. 

Die einfachste Möglichkeit ist, sie zu lesen. So kann man sich schon mal ohne Hilfe einen groben Überblick verschaffen. Dabei ist es sinnvoll, sich bei bestimmten Abschnitten die man nicht so ohne weiteres versteht, Notizen zu machen um später bei einem eventuellen Bibelkurs darauf zurückgreifen zu können. 

Bei Bibelkursen gibt es verschiedene Methoden. Eine ist z.B.  thematisch. Es wird mit Hilfe einer Fragestellung versucht herauszufinden was die Bibel dazu sagt. Der Nachteil dieser Methode besteht darin, dass der Schüler kaum nachvollziehen kann, ob die Bibel das auch wirklich lehrt, weil die entsprechende Publikation möglicherweise eine einseitige Ansicht vermittelt. (Siehe mein Beispiel aus meiner ersten Antwort.) 

Eine andere Methode ist eine sogenannte Vers für Vers Betrachtung. Dabei lässt man die Bibel sich selbst erklären, indem man sich an den Kontext hält. 

Letztendlich ist es deine Entscheidung, welche Methode du wählst. 

Antwort
von Sturmwolke, 145

Hallo RobertRa,

Du kannst das Angebot ruhig annehmen. Es ist tatsächlich kostenlos. Du mußt auch keinen Vertrag oder sowas unterschreiben und verpflichtest Dich auch zu nichts weiter.

Wann immer Du willst, kannst Du den Bibelkurs wieder beenden.

Wenn Du wissen willst, wie so ein Bibelkurs abläuft, dann schau mal hier:

https://www.jw.org/de/jehovas-zeugen/haeufig-gestellte-fragen/was-ist-ein-bibels...

Schau Dir ruhig auch das kleine Video auf der Seite an mit dem Titel

 "Das erwartet Sie bei einem Bibelkurs"

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Viel Erfolg!

Antwort
von telemann2000, 131

Ich würde die erste Frage mit 'Ja' beantworten und die Zweite mit 'Nein'.

Zur ersten Frage. Der Kurs ist wirklich kostenlos. Du zahlst also keine 'Studiengebühren'.

Zur zweiten Fragen. Unter welchen Umständen kann man einen Bibelkurs als seriös bezeichnen? Wenn er das vermittelt, was die Bibel lehrt. Ist das bei dem angebotenen Kurs der Fall? Zum Teil schon. Eine ganz wichtige, zentrale Lehre der Heiligen Schrift wird aber bei den Zeugen geleugnet. In der Bibel wird an mehreren Stellen erwähnt, dass ALLE die an Christus glauben und danach leben, ein Anrecht auf die Sohnschaft mit dem Vater haben. Genau das wird aber von den Zeugen geleugnet, Gemäß ihrer Lehre trifft das nur auf eine verschwindend kleine Anzahl von Auserwählten zu, die gemäß ihrer Statistik lediglich ein paar Tausend Personen ausmacht.

Würdest du solch einen Kurs dann mit Fug und Recht als seriös bezeichnen?

Kommentar von RobertRa ,

Sehr schwer zu sagen, weil ich die Bibel überhaupt nicht kenne und mit Jesus kenne ich mich genauso wenig aus. Ich bin verwirrt!!!

Kommentar von telemann2000 ,

In diesem Fall empfehle ich dir zunächst einmal das Johannesevangelium und die Apostelgeschichte und anschließend den Römerbrief zu lesen. So bekommst du wenigstens einen groben Überblick über die wichtigsten Dinge des Neuen Testamentes.

Des weiteren kann ich dir nur wärmstens eine Vers- für-Vers- Betrachtung der Bibel empfehlen. Da fängt man am Besten mit dem Matthäusevangelium an. Ich habe dir mal folgenden Link rausgesucht: http://ttb.twr.org/programs/day,0061.

Ich habe durch dieses auf der oben verlinkten Webseite schon viele interessante Dinge kennengelernt.

Kommentar von Abundumzu ,

Mein lieber telemann,

Du scheinst das anders zu sehen, aber eine kritisierende öffentliche
Äußerung zu einer grundsätzlichen Frage kann man nur dann als seriös einordnen, wenn die darin aufgestellte Gegenbehauptung schlüssig belegt wird.

Deine Aussage „In der Bibel wird an mehreren Stellen erwähnt
. .“  beeindruckt   -   allerdings  nicht mehr und auch nicht nachhaltiger als   -  pardon -  eine gelungene Seifenblase.

Was dort Deiner Meinung nach erwähnt sein soll, lautet  (Zitat) 
„dass ALLE die an Christus glauben und danach leben, ein Anrecht auf die Sohnschaft mit dem Vater haben“

Zwar erläuterst Du dem Laien nicht näher, was Du unter der  "Sohnschaft“ verstehen möchtest (weil ja bspw. auch Adam in Lukas 3:38  „Sohn Gottes“  genannt wird), aber ich vermute mal, dass Du  damit zum Ausdruck bringen willst, „dass ALLE die an Christus glauben und danach leben“ in den Himmel kommen.

Das ist zwar eine weit verbreitete Meinung, aber die Bibel
lehrt das nicht.  Und zwar buchstäblich von ihrer ersten bis zu ihrer letzten Seite nicht.

Nun würde es allerdings den Rahmen der Frage auf dieser Seite sprengen, wenn wir dieses komplexe Thema hier ausführlich erörtern wollten.  Deshalb füge ich Dir unten ein paar Verlinkungen zu Beiträgen an, die diese Frage gründlich durchleuchten und biblisch gut belegen.

Vorab allerdings erlaube ich mir, Dir ein paar rhetorische Fragen
zu stellen:

  • Wenn ALLE guten Menschen in den Himmel kommen, wozu dann aus der Grundsatz „Der Himmel gehört Jahwe,  aber die Erde hat er den Menschen gegeben.“ (Psalm 115:16 NeÜ)
  • Wenn ALLE guten Menschen in den Himmel kommen, wer sind dann die „Freundlichen und Bescheidenen“  denen nach Jesu Worten in Matthäus 5:5  „die ganze Erde gehören wird.“?   (NL.DB)
  • Wenn ALLE guten Menschen in den Himmel kommen, warum lehrte uns Jesus, als er auf der Erde war,   im  Vaterunser  „Dein Reich komme bald. Dein Wille erfülle sich hier auf der Erde genauso wie im Himmel.“?  (Matthäus 6:10 NL.DB)
  • Wenn ALLE guten Menschen in den Himmel kommen, was wird dann aus den lange vor Jesu Erdendasein verstorbenen guten Menschen alter Zeit, wie Abel, Abraham, Sara, Mose, Josua,  Jesaja  u.s.w,  wenn wir  doch aus  Johannes 3:13 erfahren, dass  „noch nie jemand in den Himmel hinaufgestiegen ist, bis auf den Menschensohn [Jesus], der vom Himmel herab auf die Erde gekommen ist.“ (siehe auch Apostelgeschichte 2:34)

Fragen über Fragen, auf die man im Worte Gottes eindeutige Antworten findet  -  und die man seriöser Weise nicht einfach pauschal vom Tisch wischen kann  -  oder?

Und hier die Verlinkungen:

"Kommen laut Christentum alle in den Himmel?"

https://www.gutefrage.net/frage/kommen-laut-christentum-alle-in-den-himmel?found...

Kommentar von Abundumzu ,

Wer kommt in den Himmel, und wozu?

https://www.jw.org/de/publikationen/zeitschriften/wp20131101/wer-kommt-in-den-hi...[search_id]=2bc91f67-6b57-44fb-9c16-975fd726c7de&insight[search_result_index]=2


Der Himmel und was die Bibel lehrt

https://www.jw.org/de/publikationen/zeitschriften/erwachet-nr1-2016-februar/was-...[search_id]=3cb916bc-1c53-4c6e-9f19-46ab63a87663&insight[search_result_index]=4

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Kommentar von telemann2000 ,

ich möchte mit meinem kurzen Beispiel was ich in meiner Antwort gab, keinesfalls andeuten, dass alle guten Menschen in den Himmel kommen....

Kommentar von Abundumzu ,

Aha!

Und wohin dann?   

Und heißt das, dass Du Deinen Vorwurf, wir seien unseriös zurücknimmst?

Und was sagst Du nun dem Fragesteller Robert Ra ?

Immerhin löst Dein  "kurzes Beispiel"  eine Reaktion aus, die er  so beschreibt:  

"Ich bin verwirrt!!!"

Bleibt also die Frage, ob Du nun Deinerseits Dein verwirrendes Mitwirken mit Fug und Recht als seriös bezeichnen möchtest?          

. . . um Deine Wortwahl zu verwenden . . .

Aber vielleicht fällt Dir ja zur Klarstellung  etwas ein . . .

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Kommentar von telemann2000 ,

Da der Begriff 'serios' Inhalt der Fragestellung war, wollte ich das Wort nicht als Vorwurf benutzen sondern eher als eine Feststellung. 

Dem Apostel Johannes war das Thema 'Kind Gottes' so wichtig, dass er das direkt in der Einleitung seines Evangeliums abhandelte. In dem Buch der Zeugen, welches als Grundlage für den Kurs hergenommen wird, ist dieses zentrale Thema nicht einmal ansatzweise eine Betrachtung wert. 

Kommentar von Abundumzu ,

Nun verstehe ich Dein Anliegen, telemann . . . . Danke,   da
habe ich Dich wohl etwas missverstanden.

Seis`s drum,  und eben deshalb möchte ich Dir gern erklären, aus welcher Perspektive wir das sehen:

Die Hoffnung, dass Menschen in den Himmel kommen,  um dort einen konkreten Auftrag zu übernehmen,  gibt es erst seit den Tagen Jesu  -  und noch konkreter: erst seit wenigen Stunden vor seinem Tod (Lukas 22:28-30). 

Trotz des besten Lehrers, den sie hatten, haben die Apostel  diese neue Erkenntnis nicht auf Anhieb verstanden, denn noch 40 Tage nach Jesu Auferstehung, am Tag seiner Himmelfahrt,  fragten sie ihn (laut Apostelgeschichte 1:6)  „Herr, stellst du in dieser Zeit für Israel das Königreich wieder her?“ 

Das fragten sie ihn nicht das erste  Mal und brachten damit gleichzeitig ihre große Enttäuschung darüber zum Ausdruck,  dass seine „Abreise“ in den Himmel so gar nicht ihren Vorstellungen entsprach.  Dreieinhalb Jahre lang waren sie davon ausgegangen, dass Jesus sich buchstäblich wieder auf den Thron Davids setzen  und die verhassten Römer davonjagen würde. Nichts passierte.

Weil es also eine Verfahrensweise unseres Schöpfers ist, die
ursprünglich nicht mit zu seinem Vorhaben „Erde“  gehörte, stellte Jesus dieses Thema auch nicht gleich an den Anfang seiner Lehrprogramms.   Dass Johannes   -  auf den Du verweist  -  sich
damit gleich einleitend beschäftigt, ist sicherlich so zu erklären, dass er sein  Evangelium erst nach seiner  Niederschrift der Offenbarung und damit ca. 60 Jahre nach Jesu Himmelfahrt verfasste. 
Inzwischen und dank des Geistes Gottes hatte er diese Vorkehrung dann auch sehr gut  verstanden.

Und weil wir uns bemühen Jesu Art des  Lehrens nachzuahmen, wird auch in unserem Lehrmaterial dieses Thema von einer  „himmlischen  Hoffnung“  auch in unserem  Einstiegs-Lehrbuch nicht gleich zu Beginn behandelt.  Unser Taschenbuch „Was lehrt die Bibel
wirklich?“ geht eben deswqegen nicht besonders deutlich sondern nur am Rande ein,  bspw. auf der Seite 208 Abs. 1  unter dem Thema  „Das Abendmahl des Herrn — eine Feier, die Gott ehrt“.

Beachte bitte, dass dieses Taschenbuch tatsächlich nur ein grundlegendes Bibelverständnis vermitteln soll.  In einem der Anschluss-Lehrbücher, Titel:   „Gottes tausendjähriges Königreich hat sich genaht“,  wird dieser Lehrpunkt dagegen sehr ausführlich
und bewusst unter Hinzuziehung von  sieben verschiedenen Bibelübersetzungen behandelt.

Vielleicht hilft Dir das weiter!?

und

Wollen wir uns wieder vertragen?

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Kommentar von telemann2000 ,

" "In einem der Anschluss-Lehrbücher, Titel:   „Gottes tausendjähriges Königreich hat sich genaht“,  wird dieser Lehrpunkt dagegen sehr ausführlich
und bewusst unter Hinzuziehung von  sieben verschiedenen Bibelübersetzungen behandelt." "

http://www.amazon.de/Gottes-Tausendj%C3%A4hriges-K%C3%B6nigreich-sich-genaht/dp/...

Das Buch gibt es nur bei Amazon zu kaufen??

Kommentar von telemann2000 ,

"Weil es also eine Verfahrensweise unseres Schöpfers ist, die
ursprünglich nicht mit zu seinem Vorhaben „Erde“  gehörte, stellte Jesus dieses Thema auch nicht gleich an den Anfang seiner Lehrprogramms."

Es mag tatsächlich sein, das einige Details über seinen Weggang erst kurz vor seinem Tod bekannt wurden. 

Allerdings das Hauptthema seiner Lehre das 'Königreich der Himmel' war schon ganz zu Beginn in aller Munde. 

In der Bergpredigt verhieß Jesus seinen Zuhörern 'Gottes Söhne' genannt zu werden und 'Gott zu sehen'. 

Kommentar von Abundumzu ,

Danke,  telemann  für Deine Antworten

Zunächst zu dem Buch:  Unsere Literatur wird grundsätzlich kostenfrei abgegeben.  Es kommt allerdings immer mal wieder
vor,  das interessierte Personen Bücher, die sie von uns unentgeltlich erhalten haben verkaufen möchten, sei es aus mangelnder Wertschätzung oder auch aus Nachlässen.

Offiziell wird das Buch „Gottes tausendjähriges Königreich
hat sich genaht“  nicht mehr aufgelegt, nur Restbestände gibt es noch in einigen Versammlungen (Gemeinden).  Es ist inzwischen durch die aktuellere Version  „Gottes Königreich regiert!“   ersetzt worden. Die könntest Du  hier kostenfrei lesen oder herunterladen

http://wol.jw.org/de/wol/d/r10/lp-x/1102014263

oder Dir am nächsten Trolly  oder im nächsten Königreichssaal aushändigen lassen.

Und nun zu dem Thema  „Königreich der Himmel“.

Du hast natürlich Recht, wenn Du einwendest, dass  es  in  den Tagen Jesu von Beginn an im Gespräch war.  Nur erging es den Menschen damals nicht anders als auch uns heute:  man trennt
sich nicht gern von übernommenen und vertrauten Vorstellungen.

Wenn ich heutzutage beispielsweise Menschen zum Thema „ewiges
Leben“ ansprechen, dann sind die meisten überzeugt davon, dass es  -  wenn überhaupt  - im Himmel stattfinden wird.  Diese Vorstellung hat sich etabliert, obwohl die Bibel das nicht lehrt  -  und Du bist einer der wenigen Insider, die einräumen, dass nicht alle guten Menschen in den Himmel kommen.

Deshalb liegt auch beim Thema „Königreich der Himmel“  die Frage auf der Hand: Was verstanden Jesu Zuhörer darunter?

Unter anderem kannten sie die damals gut 600 Jahre alte Prophezeiung Jesajas  (9:7)   „Für die Fülle der fürstlichen Herrschaft und den Frieden wird es kein Ende geben auf dem Thron Davids und über seinem Königreich, um es fest aufzurichten und es
zu stützen durch Recht und durch Gerechtigkeit von nun an und bis auf unabsehbare Zeit. Ja der Eifer Jehovas der Heerscharen wird dieses tun.“

Als nächstes hatte sich herumgesprochen, was Engel der Mutter Jesu  (laut Lukas 1:30-33) angekündigt hatten:   Du wirst „. . . einen
Sohn gebären, und du sollst ihm den Namen Jesus geben. Dieser wird groß sein und wird Sohn des Höchsten genannt werden; und
Jehova Gott wird ihm den Thron Davids, seines Vaters, geben
, und . . . sein Königreich wird kein Ende haben. . .“

Der „Thron Davids“, das wussten alle  - obwohl es tausend Jahre her war  -  war in Jerusalem und damit auf der Erde.  Und es gab nichts, was die Juden zur Zeit Jesu    -  besonders  angesichts der
verhassten römischen Besatzungsmacht  -  mehr ersehnten,
als eine so erfolgreiche Herrschaft, wie David sie durchgesetzt hatte.

Wenn daher im Zusammenhang mit diesen Ankündigungen  „der Himmel“ erwähnt wurde, dann konnte das nur bedeuten, dass es „der Himmel“ sein würde,  der die Prophezeiungen auch in Erfüllung gehen lassen wird.

Ist es da ein Wunder, dass sogar die Apostel (etwa ein Jahr
vor Jesu Tod)  und obwohl sie ihn  als den Messias anerkannten und aus den Hebräischen Schriften (AT) wussten, dass der Messias leiden und sterben musste, völlig  überrascht waren, als ihnen Jesus
genau das sagte?  Als der Apostel Petrus dagegen Einwände erhob, sagte Jesus zu ihm: „Tritt hinter mich, Satan! Du bist für mich eine Ursache des Strauchelns, weil du nicht Gottes Gedanken denkst,
sondern die der Menschen.“ (Matthäus 16:21-23)

Wie Dir bekannt ist, war es der gleiche spontane Petrus, der im  Garten Gethsemane Jesu Festnahme gewaltsam verhindern wollte und dem Mạlchus das Ohr abhieb (Johannes 18:10-12)

Die Sache mit „dem Königreich der Himmel“ war ihm immer noch
suspekt.  Deine Vorstellung  telemann  hätte Petrus damals nie und
nimmer geteilt ;-)

Schau Dir  noch die Tage kurz vor und nach (!) Jesu Hinrichtung an:

Am 9. Nisan  (5 Tage vor Jesu Tod) Lukas 19:11  „Während sie
diesen Dingen lauschten, redete er außerdem in einem Gleichnis, weil er nahe bei Jerusalem war und sie meinten, das
Königreich Gottes werde sich augenblicklich zeigen“
.

Am 16. Nisan  (am Tag der Auferstehung)  Lukas 24:21  „Wir
aber hofften, dass dieser der sei, der dazu bestimmt ist, Israel zu befreien;
ja, und bei alldem ist dies der dritte Tag, seitdem diese Dinge [Jesu Hinrichtung] geschehen sind.“

Am 40ten Tag nach seiner Auferstehung und unmittelbar vor
seiner Himmelfahrt:

Apostelgeschichte 1:6  „Als sie nun zusammengekommen waren, gingen sie daran, ihn zu fragen: „Herr, stellst du in dieser Zeit für Israel das Königreich wieder her?“ 

Du siehst also, es braucht so seine Zeit . . .

Kommentar von Abundumzu ,

Du siehst also, es braucht so seine Zeit,  sich an Änderungen zu gewöhnen, selbst dann, wenn man weiß, dass die Bibel selbst ankündigt, dass „der Pfad der Gerechten wie das glänzende Licht scheint, das heller und heller wird, bis es voller Tag ist“. (Sprüche 4:18)

Vor diesem Hintergrund lässt sich auch Dein Hinweis auf die
Bergpredigt richtig einordnen.  Du zitierst Matthäus 5:9  „Glücklich sind die Friedsamen, da sie ‚Söhne Gottes‘ genannt werden“   -   so
 wurde allerdings Adam auch genannt (Lukas 3:38)   - obwohl 
gerade dieser Sohn Gottes die Ursache*)  dafür war, dass Jesus die Grundlage für einen Neuanfang  legen musste und deshalb drei
Verse vor Deinem Zitat,  in Matthäus 5:5 sagen konnte:  „Glücklich sind die Mildgesinnten, da sie die Erde erben werden.“

*) Römer 5:18-19

Danke für Deine Aufmerksamkeit und   -  wie immer  -

Alles Gute

PS: hier ist die Verlinkung von oben noch einmal, diesmal zielgenauer:  

http://wol.jw.org/de/wol/lv/r10/lp-x/0/20629

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Kommentar von Sturmwolke ,

PS: hier ist die Verlinkung von oben noch einmal, diesmal zielgenauer:

http://wol.jw.org/de/wol/lv/r10/lp-x/0/20629

Der Link scheint nicht zu funktionieren. Vielleicht geht es ja mit diesem:

http://wol.jw.org/de/wol/d/r10/lp-x/1102014266

Antwort
von Abundumzu, 102

Mein lieber Robert

am 23.02.2016 habe ich Dir auf Deine damals ähnliche Frage unter anderem den folgenden Tipp  gegeben:

"Google bitte mal mit diesem Suchtext nach dem  kurzen Trailer:"

"Das erwartet Sie bei einem Bibelkurs"

Falls Du nicht dazu gekommen sein solltest,  dann mache es doch jetzt.

Immerhin ist das unser ganz offiziell formuliertes Angebot -  übrigens in Hunderten von Sprachen und rund um den ganzen Globus  -  und überall kostenfrei und unverbindlich.

Unter anderem wird Dir darin zugesichert,  dass Du die Länge einer "Kursstunde"  (von 10 min. bis zu mehreren Stunden) und auch den Ort  und den Zeitpunkt selbst bestimmen kannst; wörtlich  "wann und wo Sie wollen"

Außerdem erfährst  (offiziell!!)  dass Du deshalb,  weil Du dieses Angebot annimmst,  kein Zeuge Jehovas zu werden brauchst"

Was sollen wir noch tun um Dich zu überzeugen?

Möchtest Du Deine eigene Bibel dabei verwenden, dann bitte mache es - kein Problem.

Wundert es Dich, dass wir einen solchen Kurs ohne WENN und ABER anbieten?

Auch das ist schnell erklärt:

Als Jesus seinerzeit danach gefragt wurde,  wann  er wiederkommen würde und woran die "Zeit des Endes" zu erkennen sei,  gab er eine sehr ausführliche Antwort, die Du in Matthäus 24 und 15 nachlesen kannst. Unter anderem nennt er als eines der Zeitzeichen in Kapitel 24 Ver 14 folgendes:

"Die rettende Botschaft von Gottes neuer Welt wird auf der ganzen Erde verkündet werden, damit alle Völker sie hören. Dann erst wird das Ende kommen." (nach der Übersetzung Hoffnung für alle).

Hast Du darauf geachtet:  "damit alle Völker sie hören"  -  nicht etwa damit alle Völker bekehrt werden!

Und genau das setzen wir um  -  nicht mehr und nicht weniger.

Im Übrigen spreche ich aus jahrzehntelanger Erfahrung. Dutzende solcher Bibelkurse hab ich bereits gestalten dürfen.  Längst nicht alle Kursteilnehmer sind deshalb Zeugen Jehovas geworden,  einige schon.

Wie auch immer der Ausgang war,  mit allen verbindet mich noch immer eine mehr oder minder lebendige Freundschaft.

Falls ich Dir sonst noch irgendwie behilflich sein kann,  melde Dich bitte per PN.

Viel Freude und alles Gute

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Antwort
von Abundumzu, 61

Hallo RobertRa

Du hast verwirrend viele Antworten auf Deine Frage erhalten und deshalb melde ich mich - 3 Tage nach meiner ersten Antwort - noch einmal bei Dir.

Der Tenor der meisten Antworten (von Diffamierungen und Beschimpfungen einmal abgesehen) gibt Dir den Rat:  Wenn es denn sein muss, studiere die Bibel irgendwo und irgendwie und mit welcher Methode auch immer - nur mache es nicht mit einem Bibelkurs der Zeugen Jehovas.

Dieses voreingenommene und geradezu babylonische Durcheinander passt zwar zur Christenheit mit ihren rund 41.000 Konfessionen - aber es passt nicht zur Bibel.

Was ich Dir deshalb also jetzt ergänzend noch unterbreiten möchte, ist die „Gebrauchsanweisung“ und Zielsetzung, wie die Bibel selbst sie lehrt. Man sollte sie tunlichst nutzen, wenn man Gottes Wort wirklich und richtig verstehen möchte.

Zunächst die Zugangsvoraussetzung

Viele Menschen versuchen vergebens die „tiefen Dinge Gottes“ zu verstehen, weil sie die Voraussetzung aus Hebräer 11:6 ignorieren: „Wer zu Gott kommen will, muss glauben, dass es ihn gibt und dass er die belohnt, die ihn [durch und in seinem Wort] aufrichtig suchen“ (NGÜ)

Wie aber soll das gehen, zu glauben, dass es Gott gibt - noch bevor man sein Wort versteht?

Wer unvoreingenommen und aufmerksam die Schöpfung genau betrachtet, wird sich der Tatsache bewusst, dass es einen Schöpfer geben muss. Römer 1:19, 20 argumentiert: „Denn was Menschen von Gott wissen können, ist ihnen bekannt. Gott selbst hat ihnen dieses Wissen zugänglich gemacht. Weil Gott die Welt geschaffen hat, können die Menschen sein unsichtbares Wesen, seine ewige Macht und göttliche Majestät mit ihrem Verstand an seinen Schöpfungswerken wahrnehmen. Sie haben also keine Entschuldigung.“ (GNB)

Mit welcher Methode sollte man den Inhalt der Bibel erschließen?

Forschen heißt, etwas gründliches und systematisch zu erkunden. Und genau das ist die von Jesus favorisierte Methode. In Johannes 5:39 sagt er „Ihr erforscht die Schriften, weil ihr meint, in ihnen das ewige Leben zu haben; und sie sind es, die von mir Zeugnis geben“. 
Er selbst macht uns diese Methode des Erforschens vor, indem er bspw. in seiner weltberühmten, etwa 30 min langen Bergpredigt 21 Mal aus 8 Büchern der Hebräischen Schriften (Altes Testament) zitiert und damit einen Grundsatz aus Psalm 119:160 bestätigt. Dort steht: „Die Summe deines Worte ist Wahrheit“ und eine „Summe“ ist das Ergebnis zusammengetragener Fakten. (Bergpredigt siehe Matthäus 5-7)

Wie aber findet man heraus, welche Interpretation die richtige ist?

Bei dem Bemühen, die Bibel kennen zu lernen ist das Herausfinden der Wahrheit die allergrößte Herausforderung. Jesus betont das immer wieder. In Johannes 4:23, 24 erklärt er: „Dennoch kommt die Stunde . . . in der die wahren Anbeter den Vater mit Geist und Wahrheit anbeten werden; denn in der Tat, der Vater sucht solche als seine Anbeter. Gott ist ein GEIST, und die ihn anbeten, müssen ihn mit Geist und Wahrheit anbeten.“

Unüberwindlich ist diese Hürde nicht, denn einige Verse weiter erfahren wir, dass sich die Wahrheit finden lässt. Wörtlich: „ . . .ihr werdet die Wahrheit erkennen, und die Wahrheit wird euch [von Irrtümern] frei machen.“  (Johannes 8:32 NWÜ)

Dabei gilt als erste Regel: 2. Petrus 1:20, 21 „Bedenkt dabei vor allem dies: Keine Weissagung der Schrift darf eigenmächtig ausgelegt werden; denn niemals wurde eine Weissagung ausgesprochen, weil ein Mensch es wollte, sondern vom Heiligen Geist getrieben haben Menschen im Auftrag Gottes geredet“ (EÜ)
Und daraus ergibt sich als zweite Regel: Jede Interpretation muss mit der Gesamtaussage der Bibel übereinstimmen. Für einen Anfänger ist das der schwierigste Teil und daher sollte er in einem Bibelkurs den Freimut haben, immer wieder zu hinterfragen, WARUM dieses und kein anderes Verständnis richtig ist
Ein Beispiel: 5.Mose 6:4 besagt „Höre Israel: Jehova, unser Gott, ist ein einziger Jehova!“ (EB 1871) Dieser Text scheint sich mit Johannes 10:30 zu widersprechen, wenn Jesus dort sagt „Ich und der Vater sind eins“.   Forschen fördert dann jedoch zutage, dass Jesus dieses „eins seien“ einige Verse später auch auf seine Jünger anwendet. In Johannes 17:21 sagt er nämlich: „. . . damit sie [die Jünger] alle eins seien, so wie du, Vater, in Gemeinschaft bist mit mir und ich in Gemeinschaft bin mit dir, dass auch sie in Gemeinschaft mit uns seien, damit die Welt glaube, dass du mich ausgesandt hast.“
Die Summe aus allen drei zitierten Texten ist dann die richtige Interpretation und die besagt: Der Vater ist und bleibt „ein einziger Jehova“. Der Sohn und auch dessen Nachfolger sind im Denken, Handeln und ihren Zielen „eins“ mit dem Vater, sind und bleiben jedoch allesamt eigenständige Personen, die sich einig sind.

Kommentar von Abundumzu ,

Was tun, wenn manche Texte schwer verständlich sind?

Dann sollte man das Forschen intensivieren. Sprüche 2:4-5 beschreibt das: „WENN du danach fortwährend wie nach Silber suchst und du wie nach verborgenen Schätzen ständig danach forschst, DANN wirst du die Furcht Jehovas verstehen, und du wirst die wahre Erkenntnis Gottes finden.“ (NWÜ)
Mit der Unterstützung eines Bibellehrers ist das kein Problem.     

Dazu ein Beispiel aus der Apostelgeschichte 8:27-35:                   Dort wird geschildert, wie ein gebildeter äthiopischer Hofbeamte einen Text aus Jesaja 53 gelesen aber nicht verstanden hatte. (Zitat) „Er fragte [den Bibelkundigen] Philippus: »Von wem spricht der Prophet? Von sich selbst oder von jemand anderem? Da begann Philippus bei dieser Schriftstelle beginnend und erklärte ihm die gute Botschaft von Jesus.“ Ohne Anleitung wäre diese Hürde schwierig geworden.

Was ist das Ziel und der Zweck eines Bibelkurses?

Er soll allen Menschen in der ganzen Welt helfen, ihren Schöpfer, seine Grundsätze und seine Vorsätze kennen zu lernen – und das Gelernte weiterzugeben.                                                                 Matthäus 28:19, 20 beschreibt   i. V. m. 1. Timotheus 4:16 diesen doppelten Zweck:                                                                                 „Geht . . . hin, und macht Jünger aus Menschen aller Nationen, . . . und lehrt sie, alles zu halten, was ich euch geboten habe“  und „. . . dadurch, dass du dies tust, wirst du sowohl dich selbst als auch die retten, die auf dich hören“ (NWÜ).
Das waren Jesu Abschiedsworte kurz vor seiner Rückkehr in den Himmeln, hier zitiert in Verbindung mit einem Rat an alle, die das später gewissenhaft umsetzen.
Das Ganze hat etwas mit praktischer christlicher Nächstenliebe zu tun, die dem Beispiel Jesu genau folgt.                                            Wörtlich (nach Johannes 13:34): „ Ein neues Gebot gebe ich euch, dass ihr einander liebt, so wie ich euch geliebt habe, dass auch ihr einander liebt“     und jeder Bibelkenner weiß, dass es zu seiner  [Jesu] tätigen Liebe gehörte, auf Menschen zuzugehen um ihnen die gute Botschaft von Gottes Königreich zu erläutern. Nach Matthäus 24:14 sah er sogar voraus, dass seine wahren Nachfolger das Gleiche tun würden - allerdings in viel größerem Umfang, nämlich weltweit. (Johannes 14:12)

Wieso ist die Bibel das Wort Gottes, wenn sie doch durch Menschen geschrieben wurde?

2. Timotheus 3:16, 17 „Die ganze Schrift ist von Gottes Geist eingegeben und kann uns lehren, was wahr ist, und uns erkennen lassen, wo Schuld in unserem Leben ist. Sie weist uns zurecht und erzieht uns dazu, Gottes Willen zu tun. Durch die Schrift bereitet Gott uns umfassend vor und rüstet uns aus für alles, was wir nach seinem Willen tun sollen.“ (NL.DB)

Wie lange wird es dauern, bis man die Bibel kennt?

„Denn wie die Himmel höher sind als die Erde, so sind meine Wege höher als eure Wege und meine Gedanken als eure Gedanken (Jesaja 55:9) Daher wird das Lernen für gottergebene Menschen  nie ein Ende haben. Die Bibel ist da erst der Anfang. Und über sie sagt Jesus in Johannes 17:3 „Dies bedeutet ewiges Leben [d.h. davon ist es abhängig], dass sie [Du und ich] fortgesetzt Erkenntnis in sich aufnehmen über dich, den allein wahren Gott, und über den, den du ausgesandt hast, Jesus Christus.“                                                          Das „aufnehmen von Erkenntnis“ wird also nie aufhören - aber es bereitet sehr viel Freude und gibt dem Leben einen wirklichen Sinn.

Was NICHT dabei herauskommen darf
beschreibt Jesu in Markus 7:6-8 „Dieses Volk ehrt mich mit den Lippen, aber ihr Herz ist weit entfernt von mir.  Vergeblich bringen sie mir [deshalb] fortwährend Anbetung dar, weil sie als Lehren Menschengebote lehren.‘  Ihr gebt das Gebot Gottes auf und haltet an der Überlieferung der Menschen fest.“

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Zusammengefasst:

Die Bibel legt sich selbst aus, wenn man ihr dazu Gelegenheit gibt und wenn man sich davor hütet die Wahrheit zu verwässern. 

Sie ist allerdings so komplex, dass man eine erfahrene Starthilfe benötigt, um überhaupt erst einmal das Lernen aus der Bibel zu erlernen. 

Und genau das ist der Sinn unseres Bibelkurses. Doch wichtiger noch als alle Hilfe aus einem Kurs, wie wir ihn Dir anbieten, ist der Segen Deines Schöpfers. Pflege also das Gebet und bitte Gott um seinen Segen und seinen Geist.

Dass Dir das gelingen möge, wünsche ich Dir.

Viel Erfolg und viel Freude und alles Gute.

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Antwort
von AntwortMarkus, 77

Dazu fällt mir noch ein, dass keine Kirche auch die katholische kein Geld verlangt für ein Bibelstudium.  

Daran erkennt man schon wie listig der Begriff kostenlos hier so hervor gehoben wird,  man tut so als sei das etwas besonderes. 

Antwort
von GadolfGadolf, 121

Also als beispiel "Annehmen macht mir viel spaß"

Petter hat vergessen das rocki die frage nicht annehmen will

Antwort
von GadolfGadolf, 124

Am anfang immer groß und sonst klein

Kommentar von RobertRa ,

Das heißt?

Kommentar von Abundumzu ,

. . . hätte ich auch gern gewusst  . . .

Antwort
von Wippich, 134

Informiere dich doch erstmal über die Zeugen Jehovas,das Internet dürfte voll damit sein.Aber bilde dir deine eigene meinung

Antwort
von GadolfGadolf, 103

Also ich würde es annehmen

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