Anlehnung richtig reiten?

... komplette Frage anzeigen

8 Antworten

Hast du deinen RL vor Ort ? Dann frag denn am besten um Tipps. Ein RL kann zwar zwangsläufig noch lange keine Pferde ausbilden, aber er sollte zumindest sehen können, wo bei dir und dem Pferd das Problem liegt und dann entsprechende Tipps geben können.

Ich finde es ehrlich gesagt in Sachen Reiten nicht wirklich gut, sich mit Tipps aus dem Internet behelfen zu wollen, denn dabei fehlt ein wirklich wichtiges Wissen, um den richtigen Tipp geben zu können. Und zwar: man sieht nichts....

Um Fehler beim Reiten auszumerzen, ist es meiner Meinung nach unbedingt erforderlich, den Reiter und das Pferd zu sehen. Nur das genaue Wissen durch Anschauen von Aktion und Reaktion kann meiner Meinung nach die richtigen Vorschläge zur Lösung eines Problems erbringen.

Und ganz ehrlich und ohne Dir nahe treten zu wollen: Man reitet kein Pferd "sozusagen" sein. Ein Pferd verdient es immer, korrekt ausgebildet zu werden und zwar von jemanden, der Erfahrung hat. 

Die gute Ausbildung eines Pferdes legt den Grundstein für die spätere Rittigkeit und ein möglichst problemloses Miteinander von Pferd und Reiter. Der erfahrene Ausbilder kann bei auftretenden Problemen aus seinem Erfahrungsschatz schöpfen und wird es vermeiden, falsch zu reagieren. 

Wenn du dennoch der Meinung bist, du müsstest die Ausbildung des Pferdes alleine bewältigen, dann such dir doch bitte aus den oben genannten Gründen eine fachkundige Hilfe vor Ort.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Geraderichten ist eine der Stufen der Ausbildungsskala. Das hat auch seine guten Gründe.

Ein Pferd; Das nicht geradegerichtet ist und keinen Schwung hat kann man auch nicht in die Anlehnung reiten - im Gegenteil dann wird man das Pferd "von vorne nach hinten" reiten.

Die natürliche Schiefe des Pferdes auszugleichen geht am besten durch Kontraktion und Dehnung der seitlichen Muskulatur. Das erreicht man durch viele rechts-links-Wechsel, also zum Beispiel Achten reiten. dabei muss ja jedes Mal im Zentrum das Pferd umgestellt werden.

Alternativ kannst Du auch Schlangenlinien reiten, dann aber bitte mit einer Schlangenlinie auf der langen Seite beginnen und mit 4 oder 5 Schlangenlinien auf der langen Seite enden.

LG Calimero

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Da stellt sich mir zuerst die Frage, ob du wirklich nur Anlehnung meinst, oder, wie oft verwechselt, Beizäumung?

Vorwätrs reiten ist immer gut - also richtig vorwärts, die Hinterhufe vor schwingen. Nicht schneller machen, auch das wird oft verwechselt.

Ob da Sporen sinnvoll wären, ist jetzt schlecht zu beurteilen, aber ich denke eher nicht.

Wenn das Pferd sich links nicht biegt, ist die rechte Seite " zu kurz", die Muskeln dehnen sich zunwenig( oder gar nicht) und das geht nicht mit Gewalt. Das wäre so, als würdest du einen unsportlichen Menschen in den Spagat drücken.

Zum locker werden tun sich viele Pferde mit cavaletti oder einfach über Stangen  traben  leichter. Da heben  sie die Füße ja von allein.

Meiner eigenen Erfahrung nach  hängt immer ganz viel vom Sitz des Reiters ab. Je mehr ich da an mir arbeite, belohnen die Pferde jeden noch so kleinen Fortschritt sehr stark.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Ich weiß das wollt ihr, die hier solche Fragen reinstellen nicht hören! 
Aber wenn ihr Probleme habt und keine Ahnung vom Anreiten habt, dann sucht euch HILFE! 
Jemand von unten kann immer noch am Besten beurteilen, wann und wie sich das Pferd schief macht.

Dann dann stell sie doch sofort nach innen durch und reite leicht Schultervor. 
Wie hier schon gesagt würde, muss da  Pferd geradegerichtet sein. Das muss auch immer wieder bearbeitet werden, da ein Pferd eine natürliche Schiefe hat. Trotzdem würde ich hier viel gebogen reiten, Volten und Achten. Damit du sie vom Inneren Zügel wegbekommst und sie wieder am äußeren hast.
Nicht ,meh vorwärts reiten! Viele Tempounterschiede und Übergänge, damit du sie von der Hand wegbekommst. Dann klappt Ahnlehnung auch besser.
 

Sporen aus diesem Grund zu nehmen ist völliger Quatsch, dafür sind sie nicht da! Sporen dienen alleine dazu, die Hinterhand aktiver zu halten, bezüglich Versammlung.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Ich empfehle die Lektüre " und  sie bewegt  sich doch " von ingrid oehlert.

Da ganz du eine gute Beschreibung, wie ein Pferd eingeritten gehört, auch in Bezug auf die genaue Hilfengebung. Solltest Du beim Lesen des Buches merken, dass deine reiterliche Koordination noch nicht ausreicht, um das ausführen so zu können, weißt du ja, wo der Fehler sitzt und kannst entsprechend erst mal bei Dem anfangen, der oben drauf sitzt ;-)

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Das Pferd ist nicht geradegerichtet, Punkt.

Die rechte Muskulatur ist verkürzt, das Pferd ist also rechts hohl. Da muss man dann langsam anfangen entgegen zu arbeiten: Viel Innen und Außenstellung, auch für die Schulterkontrolle, viel Schulterherein (auf der einen Hand mit mehr Abstellung & wenig Biegung, andere Hand genau umgekehrt), und, und, und.

"Vorwärts" bedeutet nur, dass das Pferd auf jeden Impuls am Schenkel sofort energischer reagieren kann, das Vorwärts hilft dir aber rein gar nicht bei der Geraderichtung.

Sporen können da helfen - aber ganz ehrlich, wenn jemand nicht so erfahren ist und die Geraderichtung vergisst und denkt, er hat ein Problem mit der Anlehnung - lass sie lieber ab.

Ganz wichtig ist nur, dass du nicht auf beiden Händen die gleichen Übungen machst, sondern entsprechend unterschiedlich auf den Händen arbeitest.

Wenn die Geraderichtung geklärt ist, dann kannst du auch wieder vermehrt an einer korrekten Anlehnung arbeiten.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Wenn ein Pferd die Hilfen noch gar nicht richtig kennt, dann hilft auch eine demonstrativere Hilfe nichts.

Allerdings frage ich mich, warum dein Pferd an der Bande entlang nicht gerade gerichtet ist

also biegt sich nach außen als würde sie auf der rechten hand reiten.

Ein Pferd darf auf der geraden nicht gebogen sein, weder nach innen noch nach außen.

Mit diesem Pferd sollte man das gerade aus üben, aber nicht du, sondern jemand der weis was er tut.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Bitte lass das "sozusagen" einreiten weg und überlasse das jemandem, der weiß, was er tut! 

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Was möchtest Du wissen?