Frage von vite02, 121

Ankunft vom ersten eigenen Pferd?

Hallo, am Sonntag holen wir mein Pferd. Ich weiß allerdings nicht, wie ich mich verhalten soll, ob ich mit ihr in den ersten Tagen arbeiten kann usw... erzählt mir doch ein bisschen lg

Antwort
von sukueh, 14

Ich würde das vom Pferd und nicht von einem "Standardvorgehen" abhängig machen.

Wenn es ein Pferd ist, welches in der Vergangenheit öfter auf Kursen oder Turnieren unterwegs war und entsprechend gelassen mit einer neuen Umgebung umgeht, kannst du mit dem Pferd "mehr" machen, als mit einem, welches nie aus seinem gewohnten Umfeld herausgekommen ist.

Wie lange man dem Pferd zur Eingewöhnung Zeit geben sollte und was man mit dem Pferd macht, würde ich ebenfalls vom Pferd selbst und den örtlichen Gegebenheiten abhängig machen.

Lass dich doch am besten von deiner bisherigen Erfahrung leiten, "fordere" das Pferd lieber zu wenig als zu viel.

Was du auf alle Fälle machen kannst - dich am Stall aufhalten und dem Pferd somit zeigen, dass du nun zu seinem neuen Umfeld gehörst. Wie dieses aussieht, hängt ebenfalls von den örtlichen Gegebenheiten ab.

Expertenantwort
von Dahika, Community-Experte für Pferde, 18

Ich würde es ganz zwanglos angehen. Arbeiten würde ich mit dem Pferd nicht.

Leider sind die meisten Tiere, wenn sie nicht im Offenstall leben, jetzt überwiegend in der Box. Und da kann man sie natürlich nicht komplett in Ruhe lassen. Wenn es ein Offenstallpferd wäre, würde ich es vielleicht täglich rausholen und mal putzen, sonst aber nichts machen.

Mit einem Boxenpferd würde ich spazieren gehen, vielleicht auch lockere Kappzaumarbeit machen. Putzen, streicheln.  Füttern.

Kommentar von vite02 ,

Das nenne ich eine hilfreiche Antwort Danke!:)

Expertenantwort
von Baroque, Community-Experte für Pferde, 6

Als Pferdebesitzer / Reiter muss man immer auf die Verfassung des Tieres eingehen und auf Basis dieser und seiner eigenen Verfassung entscheiden, was man an diesem Tag auf den Trainingsplan nimmt. Dies entscheidet auch über Pausentage. Ist das Pferd oder der Reiter nicht in der Verfassung, sinnvoll zu arbeiten, bringt jegliche Arbeit mehr Rückschritte als Fortschritte, also lässt man besser die Finger davon.

Wenn ein Pferd in eine neue Umgebung und Herde kommt, kann es vorkommen, dass es das recht selbstverständlich macht, sowas hatten wir erst neulich wieder. Für andere ist es so einschneidend, dass sie mehrere Monate brauchen, das zu verarbeiten. Entsprechend entscheidet die ganze Situation drum rum, was gemacht werden kann und sollte.

Wichtig ist, dass das Tier nach dem Transport erst mal viel, viel, viel Bewegung hat. Das falscheste, was man an Start machen kann, ist, es direkt mit dem Adrenalinschub des Umgebungswechsels (und ein bisschen was davon haben definitiv auch Pferde, die viel reisen, auch wenn sie nach außen hin vielleicht gelassener wirken) in eine Box zu müssen. Ob das nun eine Integrationsbox mit Herdenkontakt oder eine Einzelbox ist, ist dabei egal.

Antwort
von Cori1005, 15

Ich habe meinen Bubi und auch damals meine Stute erst einmal "ankommen" lassen. Da meine Stute Abends kam und unsere Pferde Nachts in Boxen stehen, hat sie dann erst einmal einen Pott voll Mash bekommen und durfte sich dann etwas von der Fahrt erholen, nach 2 oder 3 Stunden habe ich sie nochmal kurz in der Halle herum geführt (es war schon dunkel draußen), dass sie sich nochmal kurz die Beine vertreten konnte und dann ging es ins Bettchen.

Anders bei meinem Wallach. Ihn habe ich Morgens geholt und auch erst einmal 2 Stunden in Ruhe gelassen. Danach kam er zu den Anderen auf die Paddocks und Weide.

Beide habe ich am 1 "richtigen" Tag morgens etwas longiert... bisschen bewegt... so wie sie lustig waren... Ausgiebig geputzt und geschmust... und dann ging es den ganzen Tag raus zu den Anderen auf die Weide und aufs Paddock.

Ab dem 2. "richtigen" Tag bin ich dann beide normal geritten und habe einfach mal getestet was so geht... am langen Zügel überall mal auf der Anlage rum... hinter an die Koppeln usw... Ich denke das ist wirklich von Pferd zu Pferd unterschiedlich. Meine Stute hat wirklich lange gebraucht bis sie sich "Zuhause" gefühlt hat... Mein Wallach war relativ schnell total gechillt... um ehrlich zu sein schon ab dem zweiten Tag. Er ist aber auch vom Charakter her eher ein totaler "Chiller"... Ich würde einfach mal schauen was das Pferdchen dir sagt was du machsten "darfst" :-) Viel Spaß und viel Glück dass alles gut geht! Die Anfangszeit ist immer sehr spannend :-)

Antwort
von FelixFoxx, 28

Lass das Pferd erst einmal am neuen Stall ankommen. Die ersten paar Tage putzt Du nur ein wenig und zeigst dem Pferd die neue Umgebung. Erst dann solltest Du langsam anfangen zu arbeiten.

Kommentar von rlstevenson ,

So sprechen erfahrene Pferdeleute.

Antwort
von SuperB18, 8

Gute Frage! Ich stand auch damals plötzlich mit eigenem Pferd da,
nach 20Jahren Pferdeerfahrung und hatte noch so viele Fragen, über die
man sich noch nie Gedanken gemacht hat. Das ist völlig normal.

Ich habe mit meinem Pferd einen kleinen Spaziergang zu den Weiden gemacht,  wo er am nächsten Morgen gleich integriert wurde. Am zweiten Tag habe ich am Halfter longiert und bin wieder spazieren gegangen. Am dritten
Tag bin ich geritten und von da an habe ich ihn so gearbeitet, wie heute
auch. Nach dem Umzug ist das geputzt, gesattelt und bewegt werden das einzige das dem Pferd noch vertraut ist. Wegstellen bzw. in Ruhe lassen käme für mich nie in Frage. Dann hätte das Pferd ja quasi alles verloren, was es kennt.

Es ist natürlich anders, wenn das Pferd noch nicht oder sehr lange nicht geritten wurde. Dann ist klar, dass du dich irgendwie anders mit ihm beschäftigen musst. Sei aber auf jeden Fall die ersten Tage so lange es geht anwesend. Keine Experimente (bitte nicht gleich Zirkuslektionen ausprobieren!), einfach positive Erfahrungen für das Pferd schaffen.

Alles Gute mit deinem Pferd! Dein Leben wird jetzt auf den Kopf gestellt!!! Genieße es!

Antwort
von Pauliie23, 12

An alle die hier meinen sie sei nich für ein Pferd geeignet etc, ich denke wohl kaum dass sie ein totaler Anfänger ist wenn sie sich ein Pferd kauft und dadurch dass sie diese Frage nun stellt macht sie sich ja schlau, ich finde es eher löblich dass sie überhaupt darüber nachdenkt. Und wie soll man dass denn wissen wenn man es noch nie gemacht/ gebraucht hat?

Ich würde mich erstmal zu deinem Pferd setzten und ihm was vorlesen, ganz ruhig. Es muss schließlich auch dich kennen lernen und vertrauen zu dir haben um damit dir die neue Umgebung zu erkunden und so lernt es deine Stimme kennen und du weißt ja sicher dass es wichtig ist mit dem Pferd zu reden;)  dann kannst du es putzen, vielleicht mit einem leckerli bestechen oder so;) zeig ihn am Anfang gleich dass du für ihn da bist und vertrauensvoll bist. Am nächsten Tag wiederholst du dass dann vielleicht nochmal kurz und gehst dann ein bisschen mit ihm spazieren. Ich würde es nicht zu lang auf dem Hof stehen lassen weil wenn es sich zu sehr an die anderen Pferde gewöhnt will es irgendwann nicht mehr alleine ins Gelände;) mach das ruhig nochmal 1-2 Tage so, wenn du das Gefühl hast das Pferd braucht noch mehr Zeit. Die ersten Male reiten würde ich dann auf jeden Fall mit einem Reitlehrer oder einer anderen Person zusammen machen.

Viel Spaß mit deinem ersten eigenen Pferd! 

LG

Kommentar von vite02 ,

Ein großes Dankeschön! Endlich mal eine Vernünftige Person mit guten Kenntnissen.:)

Antwort
von rlstevenson, 22

Lass sie erstmal ankommen. Sie muss doch erst ihre neue Umgebung kennenlernen und auch Dich. Ich würde erst nach einer Woche behutsam mit dem Training beginnen. Vorher kannst Du ihr den Hof und die Umgebung zeigen.

Antwort
von Gargoyle74, 9

Ich habe es so normal wie möglich gehalten. Die ersten 2-3 Stunden in der Neuen Box,dann geritten(Platz/Halle) Am nächsten Tag auf die Koppel/Weide. ist ein Hengst und steht eh allein. Ausgeritten bin ich am 3ten Tag schon. Kommt auch immer auf die Erziehung an und wie die neuen Stallbesitzer das handhaben. ich bin da jedenfalls ziemlich schmerzfrei und ab ins kalte Wasser. Habe da nie ein Szenario draus gemacht.Habe ein feurigen Paso-Peruano...aber der ist echt gut erzogen. Kann auch mit einem unterwürfigem Wallch gut zusammenstehen. Traut sich meist nur keiner...verstehe einer warum...

Expertenantwort
von Heklamari, Community-Experte für Pferde, 3

Guck mal, wie ich das mache unter Http://tipps-fuer-Pferdefan.jimdo.com

--¦viel Spaß

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