gerwitt am 05.12.2007 um 22:27 Uhr
Hallo zusammen, eine Tante, die aus dem Osten Deutschlands (Eichsfeld) kam, hatte früher immer sehr leckere Anisplätzchen gebacken. Das besondere daran: es wurde ganzer Anis (nicht gemahlener) genommen. Ich weiß nur noch, dass da ansonsten relativ wenig Zutaten drin waren: Mehl, Eischnee, Zucker ...
Ich suche nun das Rezept für solche Anisplätzchen. Kann mir jemand einen Rat geben, wo ich das Rezept bekomme? Hat es vielleicht jemand von euch? Vielen Dank! :-)
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glaube du meinst
Springerle
Zutaten:
5 Eier, 500 g Zucker, 2 Gramm Hirschhornsalz mit einem Teelöffel Wasser verrühren, 625 Gramm Mehl, Anis ...........
Eier und Zucker mit der Hand eine Stunde, mit der Maschine rund 10 Minuten lang kräftig verrühren, nach und nach das Hirschhornsalz und das gesiebte und gut getrocknete Mehl (eine Woche lang im Säckchen in Ofennähe legen) dazugeben, den Teig zuletzt auf dem Brett zusammenkneten und einen Zentimeter dick ausrollen. Die Holzmodels leicht mit Mehl einstäuben, Teigstücke in die Modeln drücken, aus den Holzformen klopfen, Ränder sauber abschneiden und 24 Stunden auf mit Anis bestreutem Blech im warmen Raum trocknen lassen. Eine Springerle zur Probe backen. Ist der Teig zu trocken, bilden sich keine Füßchen. Die Springerle müssen dann noch einige Zeit mit einem feuchten Tuch bedeckt werden. Ist der Teig noch zu feucht, verliert das Springerle beim Backen seine Form; man verlängert die Trockenzeit dann um einige Stunden. Vor dem Backen von allen Springerle das anhaftende Mehl abpinseln. Bei 175 Grad 20 Minuten auf der Unterschiene backen, den Ofen dabei nicht öffnen. Die Füßchen sollten goldgelb, die Oberflächen jedoch weiß sein. Gut drei Wochen vor Weihnachten backen und danach offen in einen kühlen Raum stellen.

Ich denke, "gerwitt" hat die Änischräbeli gemeint. Also das Rezept lautet: Staubzucker, Weissmehl, Eiweiss und Anis (ev. noch ein wenig Kirsch, muss aber nicht sein) je nach Bedarf und Geschmack, dass der Teig einigermassen eine feste Konsistenz erhält, damit du so Hörnchen formen kannst. Lasse diese Hörnchen mindestens 24 Stunden auf einem Backblech austrocknen. Nun nimm ein Messer und schneide den Hörnchen in der Innenseite je drei kleine Schnitte ein. Das sind dann die "Füessli". Wenn du den Backofen auf ca. 160 Grad vorgewärmt hast, schiebe die Hörnchen hinein und lasse sie ca. 20-30 Min. bei leicht geöffneter Backofentür backen. Sie dürfen nicht zu dunkel werden. Nachher gut abkühlen lassen. Viel Erfolg.
gerwitt am 9. Dezember 2007 12:29 Liebe Brigitta, vielen dank für dieses interessante Rezept. Das hört sich sehr gut an. Auch wenn es das nicht ist, was ich gesucht habe - ich werde es mal ausprobieren. Dafür ein: DH
oder
Zutaten für etwa 30-60 Stück:
4 Eier
500 g Puderzucker
500 g Weizenmehl
Außerdem:
Butter zum Einfetten
und Aniskörner zum Bestreuen
des Backblechs
Zubereitungszeit: 95 Minuten
Kühlzeit: über Nacht
Backzeit: 20-30 Minuten
Die Eier mit dem Puderzucker in der Küchenmaschine oder mit dem Handrührgerät so lange schaumig rühren, bis der Zucker vollständig aufgelöst ist. Das gesiebte Mehl darunterarbeiten und den Teig in Folie gewickelt mindestens 1-2 Stunden ruhen lassen. Dann den Teig nochmals kurz durchkneten, zwei 1 cm starke Holzstäbe seitlich anlegen und den Teig dazwischen ausrollen. Die Oberfläche des Teiges mit Speisestärke bestauben und mit dem Handballen glatt massieren. Die Form mit der Bildseite nach unten auf den Teig drücken und dann senkrecht abheben. Die Form selbst sollte übrigens keinesfalls mit Mehl oder Speisestärke ausgestreut werden, weil dadurch die feinen Details im Lauf der Zeit verschwinden würden. Die Springerle mit einem scharfen, kleinen Messer ausschneiden und auf einem dünn mit Mehl bestaubten Blech über Nacht trocknen lassen. Den Backofen auf 160 °C vorheizen. Ein Backblech ganz dünn mit Butter bestreichen, mit Aniskörnern bestreuen und die Springerle darauf legen. Auf der mittleren Schiebeleiste bei leicht geöffneter Backofentür in etwa 20-30 Minuten sehr hell backen. Die abgetrocknete Oberseite sollte möglichst weiß bleiben, die Unterseite aber in Form eines kleinen Füßchens aufgehen.
03.09.2000 Weihnachtsbäckerei (edeltraud@weihnachtsbaeckerei.com)
@thebrain: Ja, das ist es wohl, was ich gesucht habe. Vielen herzlichen Dank. Jetzt kann die Bäckerei beginnen. Dafür ein herzliches DH!