Frage von Multicored12, 170

Aniedlich Geldwäsche - kann ich das Geld irgendwie wieder bekommen?

Guten Tag, ich schildere mal den Hergang und würde mich über eine verwertbare Antwort freuen. Wieso weshalb warum das so ist ist

Ich habe von Person A eine Summe Geld bekommen, die ich einer Person B per Western union schicken sollte. Die Person A kenne ich mehr oder weniger, allerdings hatte diese keinen Ausweis für den Transfer. Nun bin ich in eine Geschäftsstelle gegangen und habe die Transaktion abgewickelt. Den Code der Person B mitgeteilt und bin nachhause gegangen. Am nächsten Tag rief Person B an und sagte das er das Geld nicht abholen könne. Nun bin ich wieder zu Western Union gegangen und wollte es stornieren. Die Dame hat mich allerdings hingehalten und hat heimlich die Polizei gerufen. Diese kam dann auch und hat mich zwar nicht fest genommen aber mich der Geldwäsche beschuldigt. Ich habe nichts gesagt und von meinem recht Gebrauch gemacht. Nun hängt aber diese Summe X fest, die allerdings nicht wirklich klein ist (4 stellig). Woher das Geld kam weiß ich nicht, allerdings ist Person A nicht auffindbar. Der Name ist in dieser Aktion aber nie aktenkundig geworden. Sprich es wird davon ausgegangen das es mein Geld war. Nun ist die frage, besteht die Möglichkeit wieder an das Geld ran zu kommen und das alles zurück zu holen. Ich hatte ja garkeine GeldWäsche vor, es sollte nur verschickt werden. Danke für die antworten, und keine Moral Apostel wie dumm und leichtsinnig das war. Danke schonmal im Vorraus.

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Expertenantwort
von furbo, Community-Experte für Recht, 65

Ziemlich wirre Geschichte. 

Wenn es nicht dein Geld war, tut es dir doch nicht weh, wenn es noch bei WU bleibt. Wiederbekommen könnte es der Eigentümer des Geldes.

Zum Geldwäschevorwurf: Um wegen Geldwäsche bestraft zu werden, muss neben der reinen Geldwäschehandlung noch die Herkunft des Geldes aus einer Katalogstraftat nach § 261 Abs. 1 S.2 StGB nachgewiesen werden. Zudem musst du vorsätzlich handeln (dolus eventualis reicht aus). 

Antwort
von GanMar, 107

besteht die Möglichkeit wieder an das Geld ran zu kommen

Warum? Es ist nicht Dein Geld. War es auch nie. Also brauchst Du es auch nicht zurückholen.

Die Polizei wird wissen, wer der Empfänger ist. Und vermutlich wird sie verhindert haben, daß dieser das Geld bekommt. Stell Dir vor, der Empfänger wäre eine terroristische Vereinigung oder ein Drogenhandelskartell oder etwas ähnliches. Dann wird das Geld eingezogen. Fertig.

Kommentar von Multicored12 ,

Der empfaenger ist eine Mutter, das geld kann sein das es nicht unbedingt sauber war aber eine Drogenorgansisation oder aehnliches ist es nicht.

Kommentar von Mignon2 ,

Dass der Empfänger angeblich eine Mutter war, ist sicherlich nur eine Tarnung, damit du nicht mißtrauisch wurdest.

Kommentar von Bitterkraut ,

Eine Mutter soso, da hat dir wohl jemand ein Märchen erzählt. Oder kennst du den Empfänger persönlich?

Antwort
von Markus1804, 43

Ja geh zu WU und fordere das Geld zurück. Erkläre dass es Dein Geld ist und dass nur Du allein und kein anderer das verschicken wollte. Auch erklärst Du, dass Du weißt wer das Geld bekommen sollte und warum. Und dass Du selbst das Geld besorgt hast. Und Du sagst aber auch, dass weitere Details rund um das Geld niemanden was angehen, weil es ja Deine Privatsache ist und der Staat Deine Privatssphäre nicht verletzen darf (wegen Bundesverfassungsgericht, amnesty international und so....)Das gleiche sagst Du der Polizei, dem Staatsanwalt und dem Richter im Prozess. Allerdings solltest Du Dir bloß keinen Anwalt für den Prozess nehmen. Denn dadurch werden die anderen misstrauisch und glauben Dir vielleicht nicht. Denn wer unschuldig ist, braucht ja keinen Anwalt oder ?
Du musst natürlich noch dem Empfänger des Geldes was sagen, damit er Ruhe gibt. Am besten sagst Du ihm, dass du das Geld von WU zurückbekommen hast und an die Person wieder zurückgegeben hast, von der Du es einst bekommen hast,
Wenn Du all das hier beachtest wirst Du das Geld zurückbekommen und kannst es behalten und kriegst auch keinen Ärger mit der Justiz.......

Antwort
von Mignon2, 99

Was dir widerfahren ist, ist eine altbekannte Masche, Geld von naiven und gutgläubigen Menschen (wie dir) waschen zu lassen. Die Polizei kennt diese Masche seit vielen Jahren.

Nein, das Geld wirst du nicht wiedersehen. Du wirst vermutlich ein Strafverfahren bekommen. Wenn dir Staatsanwalt und Gericht glauben, dass du die Geldwäsche aus Naivität begangen hast, kommst du hoffentlich glimpflich davon (Unwissenheit schützt vor Strafe nicht!).

Viel Glück!

Kommentar von Multicored12 ,

Was ist wenn ich beweisen kann wo das Geld herkommt ?
z.b. mein vater ?

Kommentar von GanMar ,

Wenn dem Staatsanwalt bekannt wird, wo das Geld ursprünglich herkommt, dann wird ermittelt werden, wie der ursprüngliche Besitzer daran gekommen ist. Möglicherweise hat er das Geld ja auch durch eine Straftat erhalten. Dann wird diese Person auch strafrechtlich verfolgt werden.

Du hast auf alle Fälle "Geld gewaschen" oder es zumindest versucht. Du hast Geld verschickt und dabei "verschleiert", wo es herkommt. Genau das ist Geldwäsche. Mit etwas Glück wirst Du zwar nicht bestraft, aber Du hast etwas getan, was verboten ist.

Kommentar von Multicored12 ,

Gut, das nehme ich jetzt mal so hin.
Dennoch ist eine Frage offen, mein Vater z.b. ist selbststaendig, der koennte das Geld ja "sauber" nachweisen, gilt das dann immernoch ?

Kommentar von GanMar ,

Das Geld war nicht von Deinem Vater. Wie soll er also die Herkunft nachweisen?

Kommentar von Multicored12 ,

Der kann die Summe nachweisen, frage ist ob das dann moeglich ist.

Kommentar von troublemaker200 ,

Halte Dein Vater und sein Unternehmen da bloß raus. Bleib bei der Wahrheit!!!

Kommentar von Multicored12 ,

KEINE MORALAPOSTEL, DANKESCHOEN
Das beantwortet meine Frage nicht.

Kommentar von Mignon2 ,

Der User "Troublemaker200" hat völlig Recht. Du verschlimmerst deine Situation nur, wenn du noch herumlügst. Dann wird dir nämlich deine Naivität nicht mehr abgenommen!

Sei froh, wenn du ehrlich gemeinte Ratschläge erhältst!!!!!

Kommentar von GanMar ,

Dein Vater kann überhaupt nichts nachweisen, denn er kann keine Rechnung der "Mutter" vorlegen, aus der hervorgeht, wofür er wieviel zu bezahlen hat. Und selbst wenn, bleibt immer noch die Frage offen, warum nicht Dein Vater als Unternehmer die Zahlung vorgenommen hat sondern Du als Privatperson.

Kommentar von Bitterkraut ,

ich hoffe mal, daß dein Vater nicht so dumm ist, bei dem Schwindel mitzumachen.

Antwort
von Bitterkraut, 52

Da es nicht dein Geld war, kannst du es auch nicht "wieder"bekommen. Vermutlich bist du auf einen Trick der Nigeria-Connection reingefallen. Sei froh, wenn aus deiner Naivität keine Anklage für dich wird und halt die Füße still in Sachen Geld wiederbekommen.

Kommentar von furbo ,

Der Knaller an der Sache ist aber noch ein anderer. Er, der Fragesteller, hat, sollte tatsächlich Geldwäsche vorliegen, durch rechtswidriges Handeln etwas erlangt, eine Summe im vierstelligen Bereich; sagen wir mal 1000 €.

Nach §73 StGB verfällt das Erlangte. Dabei ist es unabhängig, ob er das Geld noch hat, es gilt das Bruttoprinzip. Er hat es erlangt und das reicht aus, um dem Verfall zu unterliegen. Wenn er die Kohle nicht mehr hat, haftet er mit seinem Privatvermögen. D.h. er muss die 1000 € zahlen. Das erfordert zwar einiges an strafrechtlichem Spezialwissen, aber wenn sich der richtige Ermittler mit dem Fall beschäftigt wird es teuer.

Antwort
von Maimaier, 68

"Ich hatte ja garkeine GeldWäsche vor, es sollte nur verschickt werden."

Das Verschicken ist doch die Geldwäsche. Du hilfst dabei mit, das das Geld nicht zu Person A zurückverfolgt werden kann.

Da das Geld aus einem Verbrechen stammt, bekommst Du es wohl nicht wieder, dafür eine Strafanzeige.

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