Frage von RallyMelly 30.11.2009

Anhörungsbogen Verkehrsordnungswidrigkeit

  • Hilfreichste Antwort von DummerChef 30.11.2009

    Wenn das nur Falschparken oder Radar war, vergiss den Wisch. Ist ein Standardvordruck Zahlen und Schweigen. Der Verwaltungsaufwand wäre viel zu groß, wegen jeder kleinen OWi Anhörungsbögen auszuwerten und im Falle nicht zurückgesandter Bögen Auflagen zu verhängen und diese dann zu verwalten... Dafür ist kein Personal vorhanden.

    Gruß

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  • Antwort von guderian0815 09.11.2012
    1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich

    sry, aber die meisten Antworten hier sind schon sehr unqualifiziert, daher:

    Anhörungsbogen

    Jedem Beschuldigten muss grundsätzlich vor Erlass eines Bußgeldbescheides die Möglichkeit gegeben werden, zum Vorwurf der Verkehrssünde Stellung zu nehmen. Dies erfolgt, wenn der Betroffene nicht am Tatort angehalten wurde, durch Übersendung eines Anhörungsbogens.

    Ihre Rechte - Sie müssen Keine Angaben zur Sache machen. Den Anhörungsbogen nicht zurücksenden. Lediglich Angabe zu den Personalien machen (§ 111 OWiG). Und das nur, wenn die Personalien der Bußgeldbehörde nicht oder nur zum Teil bekannt sind. Es reichen der Vorname, der Familienname, ggf. Geburtsname, Geburtsort und Geburtsdatum sowie die Anschrift. Keine Angaben zum Beruf machen.

    Weitere wichtige Tipps zum Anhörungsbogen: Die Verpflichtung zur Angabe der Personalien darf nicht einer Selbstbezichtigung gleichkommen. Eine im Anhörungsbogen vorgesehene Verknüpfung von Daten zur Person und Angaben zum Fahrzeugführer ist daher unzulässig. Anhörungsbögen sind durch entsprechende Aufdrucke oftmals als Eilsache bezeichnet. Es wird zur Rücksendung innerhalb von 8 Tagen aufgefordert. Auch wenn es die Behörde dringend macht. Es gibt keine Frist, deren Versäumnis zu Nachteilen führen könnte.

    Einer Ladung der Polizei muss weder im Bußgeld- noch im Strafverfahren Folge geleistet werden. Nur einer richterlichen oder staatsanwaltschaftlichen Vorladung sowie der Ladung einer Bußgeldbehörde

    müssen Sie Folge leisten. Zur Aussage sind Sie keinesfalls verpflichtet. Sie haben das Recht zu schweigen. Aus Ihrem Schweigen dürfen keinerlei nachteilige Schlüsse gezogen werden. Besonders aus dem Schweigen eines Halters darf nicht der Schluss gezogen werden, dass er der Fahrer gewesen sei.

  • Antwort von JotEs 08.12.2009
    1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich

    RallyMelly:
    Der Anruf war eine gute Idee, allerdings: Sollte es zu einem Bußgeldbescheid kommen, dann ist dieser auch mit Gebühren (5 % des Bußgeldes, jedoch mindestens 20 Euro und höchstens 7500 Euro) sowie Auslagen (3,50 Euro) verbunden, nachzulesen in § 107 OWiG.

  • Antwort von Bause2404 30.11.2009
    1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich

    Du kannst dich natürlich zu den gegen dich vorgebrachten Anschuldigungen äussern. Wenn du nicht reagierst, bekommst du demnächst die Rechnung.

  • Antwort von PepsiMaster 30.11.2009

    Die Angaben zur Person gegenüber einer Behörde sind zwingend (sog. Identitätsfeststellung). Wenn man die Angaben nicht macht (z.B. auch in einer Kontrolle) begeht man eine Ordnungswidrigkeit die mit Bußgeld geahndet werden kann.

    Bei dem Anhörbogen musst Du die Angaben zu Deiner Person allerdings nur machen, wenn die vorhandenen Daten nicht korrekt sind! (müsste so auch drauf stehen).

  • Antwort von RallyMelly 30.11.2009

    habe jetzt einfach mal bei der Bußgeldstelle direkt angerufen! War eine sehr nette Dame und sie meinte, ich brauch den Bogen nicht zurückschicken, die gehen dann davon aus, dass ich die Owi zugebe und dann bekomme ich automatisch einen Bußgeldbescheid! Ohne Mehrkosten. Die Anhörung soll mir erstmal die Möglichkeit geben, mich zu äußern (evtl. ist ja jemand anderes gefahren etc.)

  • Antwort von RatsucherZYX 30.11.2009

    Ich habe einen Bogen vor mir liegen. Drehe Deinen mal um und lies die Rückseite, da ist alles prima erklärt, auch über die entstehenden Mehrkosten.

  • Antwort von RallyMelly 30.11.2009

    weißt du das 100%ig mit den Mahnkosten, oder vermutest du es? Denn ich habe noch keinen Bußgeldbescheid und keine Zahlungsaufforderung erhalten - bin also nicht im Zahlungsverzug etc. es geht nur um den Anhörungsbogen!

  • Antwort von RallyMelly 30.11.2009

    Nein, ist nix deftiges! Ich hinterfrage nur den Sinn! Muß ich meine Angaben widerholen, wenn diese schon längst vorliegen! Oder kann ich nicht einfach warten bis der Bußgeldbescheid kommt (der so oder so kommt)

  • Antwort von Manne67 30.11.2009

    Wenn Du nur einen Anhörungsbogen bekommen hast, wirds mal richtig teuer. Du kannst den Endpreis noch in die Höhe treiben indem Du nicht reagierst und Mahnen läßt. Sind dann pro Brief jew. ca. 25 - 50 Euro mehr. Das muß nicht sein, die Wahrscheinlichkeit bei einem reinen Anhörungsbogen ist aber groß, da der Tatbestand schon etwas deftiger ist.

  • Antwort von moe01 30.11.2009

    Steht auf den Dingern nicht immer sinngemäß "Entweder bezahlen oder ausfüllen"?

  • Antwort von Murksambau 30.11.2009

    du musst genau das machen, was drauf steht: persönliche angaben eintragen und zurücksenden. du musst auch niemanden anschmieren, aber rechne mit konsequenzen: fahrtenbuch führen und sonstige auflagen

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