2

Angtstörungen und Hashimoto-Thyreoiditis?

Frage von erdbeere85 erdbeere85

Hallo zusammen,

ich hab da mal ne wirklich wichtige Frage.

Ich habs schon gegooglet und keine Antwort gefunden.

Es ist so, das bei mir eine Angststörung diagnostiziert wurde, schon vor einiger Zeit. Im September wurde bei mir ebenfalls das Hashimoto-Syndrom festgestellt.

Nun habe ich gelesen, das dieses hashimoto-Syndrom auch Angststörungen hervorrufen kann, auch wenn noch keine Laborwertveränderungen vorhanden sind. Nun meine frage: Woher WEISS ich, das diese Angststörung vom Hashimoto kommt und nicht psychisch bedingt ist?? Also ich meine, ich bin ebenfalls psychisch vorbelastet....wie finde ich das denn raus??? Ich hab auch schon meine hausärztin gefragt und die weiss es leider auch nicht...

Fragen zu gleichen Themen finden

Antworten (4)

  • 4
    Hilfreichste & RatgeberHelden Antwort
    Antwort von Catlyn Catlyn

    Hallo,


    ich schließe mich Vivienne an. Hashimoto (das ist übrigens kein Syndrom, sondern eine Autoimmunerkrankung) hängt eng mit psychischen Störungen zusammen. Hier spielt der fT3-Wert (ein Schilddrüsenhormon) eine große Rolle. In jedem psychiatrischen Lehrbuch ist der Zusammenhang zwischen Psyche und dem Schilddrüsenwert fT3 erwähnt. Bei niedrigem fT3-Wert (auch wenn dieser "noch" in der Norm sein sollte) stellen sich sehr häufig psyhische Probleme ein.


    Bei Hashimoto spielt aber auch sehr, sehr häufig die Cortisolproduktion der Nebennierenrinde eine große Rolle. Es gibt einen Zusammenhang zwischen Schilddrüsenfunktion und Cortisolproduktion. Wird zu wenig Cortisol produziert - und das ist bei vielen SD-Patienten so - dann können 1. die Schilddrüsenhormone nicht richtig verarbeitet werden und 2. können daher auch Panikattacken, Angstzustände und dergleichen kommen.


    Leider gibt es nur eine Handvoll deutscher Ärzte, die eine Schwäche der Nebennieren (NN) anzerkennen. Sie testen immer nur auf eine Nebenniereninsuffizienz (NI), was aber nicht dasselbe ist. Wird eine NI nachgewiesen, dann bedeutet das noch lange nicht, dass die NN gesund sind.


    Wenn eine Hashimoto mit all ihren Facetten richtig behandelt wird (inklusive der NN) dann sollten Angststörungen, Panikattacken usw. verschwunden sein.


    Ich kenne einen Fall, bei dem die Person jahrzehnte lang immer wieder in psychiatrischen Kliniken zugebracht hat, bis ein engagierter Laie per Zufall die Blutwerte in die Hand bekommen hat und mit der Person zu einem der wenigen o. e. Ärzte in Behandlung gegangen ist. Seither geht es dieser Person sehr gut und sie hat seit vielen Jahren nie wieder psychische Unterstützung benötigt. Dies nur mal so als Beispiel.


    Sollten durch die soeben erwähnte richtige Behandlung der Erkrankung dann noch Ängste und ähnliches übrig bleiben - was ich absolut nicht glaube - dann können diese zusätzlich noch behandelt werden. Hier ist aber wirklich Vorsicht angesagt, denn Medikamente, die hierfür verordnet werden, haben sogut wie immer negativen Einfluss auf die Schilddrüsenfunktion.


    Übrigens: Du schreibst, dass Deine Hashimoto-Erkrankung erst im September festgestellt wurde. Du kannst diese Erkrankung jedoch schon viele Jahre vorher unbemerkt gehabt haben. Ärzte richten sich hier nur nach Blutwerten. Das ist aber bei Hashimoto gerade das Tückische! Bei dieser Erkrankung können die Blutwerte sehr viele Jahre im Normbereich liegen, obwohl man schon erkrankt ist. Deine Angsttörungen können also damit durchaus zusammenhängen.


    Ich drücke Dir die Daumen, dass Du zum richtigen Arzt finden wirst.


    Gruß Catlyn

    Kommentar von erdbeere85 erdbeere85erdbeere85

    Vielen lieben Dank für Deine Mühe:-) kannst Du mir vielleicht einen Tipp geben, wo denn solche Ärzte ansäßig sind? Gibts da eine Seite???

    Echt vielen, vielen Dank nochmals!

  • 0
    Antwort von Ruby1976 Ruby1976

    Wenn man bei psychischen Krankheiten Mischdiagnosen hat, kann man auch nicht rausfinden, welche jetzt genau dafür zuständig ist. Zum Beispiel bei Angsterkrankung und dissoziativer Störung, weil sie z.B. beide Depersonalisation als Symptom haben können. Ich würde einen Spezialisten fragen. Ansonsten ist es eigentlich nur wichtig, dass Du lernst damit umzugehen, bzw. Handlungsfähig wirst, wenn Du eine Panikattacke bekommst. Vielleicht gibt es ja einen guten Neurologen in Deiner Umgebung und Du fragst an einer Uni.Klinik nach.

  • 0
    Antwort von RachelGreen RachelGreen

    Es kann durch die Schilddrüsenerkrankung eine Stoffwechselstörung entstehen, die die Angststörung hervorruft. Wahrscheinlich ist deine Angsstörung deshalb psychisch und physisch bedingt, wehalb eine Therapie auf beiden Ebenen anzuraten ist. LG

  • 0
    Antwort von Vivienne Vivienne

    Diagnosis ex juvantibus heißt die Antwort. Behandel die Hashimoto Thyreoiditis, wenn die Angststörung immernoch da ist, wird es wohl nicht an der Thyreoiditis gelegen haben. Gute Genesung! Vivienne

Diese Frage

Verwandte Fragen

Noch nicht den richtigen Rat gefunden?

Einfach und schnell viele hilfreiche Ratschläge von Deutschlands aktivster Ratgeber-Community erhalten!

Einfach und schnell einen Tipp erstellen und Ihren guten Rat mit anderen teilen!

Einfach und schnell ein Video hochladen und anschaulichen Rat an alle geben!

Die unter gutefrage.net angebotenen Dienste und Ratgeber Inhalte werden nicht geprüft. Die Richtigkeit der Inhalte wird nicht gewährleistet. Rechtliche Hinweise finden Sie hier.