Hallo,
ich schließe mich Vivienne an. Hashimoto (das ist übrigens kein Syndrom, sondern eine Autoimmunerkrankung) hängt eng mit psychischen Störungen zusammen. Hier spielt der fT3-Wert (ein Schilddrüsenhormon) eine große Rolle. In jedem psychiatrischen Lehrbuch ist der Zusammenhang zwischen Psyche und dem Schilddrüsenwert fT3 erwähnt. Bei niedrigem fT3-Wert (auch wenn dieser "noch" in der Norm sein sollte) stellen sich sehr häufig psyhische Probleme ein.
Bei Hashimoto spielt aber auch sehr, sehr häufig die Cortisolproduktion der Nebennierenrinde eine große Rolle. Es gibt einen Zusammenhang zwischen Schilddrüsenfunktion und Cortisolproduktion. Wird zu wenig Cortisol produziert - und das ist bei vielen SD-Patienten so - dann können 1. die Schilddrüsenhormone nicht richtig verarbeitet werden und 2. können daher auch Panikattacken, Angstzustände und dergleichen kommen.
Leider gibt es nur eine Handvoll deutscher Ärzte, die eine Schwäche der Nebennieren (NN) anzerkennen. Sie testen immer nur auf eine Nebenniereninsuffizienz (NI), was aber nicht dasselbe ist. Wird eine NI nachgewiesen, dann bedeutet das noch lange nicht, dass die NN gesund sind.
Wenn eine Hashimoto mit all ihren Facetten richtig behandelt wird (inklusive der NN) dann sollten Angststörungen, Panikattacken usw. verschwunden sein.
Ich kenne einen Fall, bei dem die Person jahrzehnte lang immer wieder in psychiatrischen Kliniken zugebracht hat, bis ein engagierter Laie per Zufall die Blutwerte in die Hand bekommen hat und mit der Person zu einem der wenigen o. e. Ärzte in Behandlung gegangen ist. Seither geht es dieser Person sehr gut und sie hat seit vielen Jahren nie wieder psychische Unterstützung benötigt. Dies nur mal so als Beispiel.
Sollten durch die soeben erwähnte richtige Behandlung der Erkrankung dann noch Ängste und ähnliches übrig bleiben - was ich absolut nicht glaube - dann können diese zusätzlich noch behandelt werden. Hier ist aber wirklich Vorsicht angesagt, denn Medikamente, die hierfür verordnet werden, haben sogut wie immer negativen Einfluss auf die Schilddrüsenfunktion.
Übrigens: Du schreibst, dass Deine Hashimoto-Erkrankung erst im September festgestellt wurde. Du kannst diese Erkrankung jedoch schon viele Jahre vorher unbemerkt gehabt haben. Ärzte richten sich hier nur nach Blutwerten. Das ist aber bei Hashimoto gerade das Tückische! Bei dieser Erkrankung können die Blutwerte sehr viele Jahre im Normbereich liegen, obwohl man schon erkrankt ist. Deine Angsttörungen können also damit durchaus zusammenhängen.
Ich drücke Dir die Daumen, dass Du zum richtigen Arzt finden wirst.
Gruß
Catlyn
Vielen lieben Dank für Deine Mühe:-) kannst Du mir vielleicht einen Tipp geben, wo denn solche Ärzte ansäßig sind? Gibts da eine Seite???
Echt vielen, vielen Dank nochmals!