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Angstzustände - wie kann man dagegen vorgehen?

gefragt von Sandra2804Sandra2804 am 09.03.2009 um 8:32 Uhr

Folgendes Problem: Ich habe abends/nachts immer furchtbare Angstzustände. Ich liege im Bett und kann nicht schlafen, habe schreckliche Angst, teilweise war es schon fast panisch, mit Heulkrämpfen. Auch abends allein sein geht gar nicht. Habe irgendwie Angst, dass jemand in die Wohnung kommt und mir/uns etwas tut. Oder dass es irgendwie anfängt zu brennen und ich es nicht mitbekomme und wir uns dann nicht mehr retten können. Das ist echt peinlich irgendwie, da ich schon 19 bin :-( bei einem Kind würde ich es ja noch verstehen. Weiss echt nicht mehr weiter. Was kann ich dagegen tun?

Danke für eure Hilfe und bitte keine blöden Kommentare, ich leide wirklich sehr unter der Situation.


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ErsterSchnee
beantwortet von ErsterSchnee am 9. März 2009 08:33
8x
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Sprich mal mit Deinem Arzt, ob Du eventuell eine Therapie machen kannst/willst/solltest. Da kann Dir auf alle Fälle geholfen werden.

Heutzutage muß sich niemand mehr in seinem Leben so einschränken lassen, unternimm möglichst schnell etwas!

Kommentar von 4360f49511b260ead77411a815a303d5smallschildi am 9. März 2009 08:34

richtig DH


katzenmutter
beantwortet von katzenmutter am 9. März 2009 08:36
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Hol dir ärztliche Hilfe. Du hast ja so keine Lebensqualität. Du hat sicher etwas Einschneidendes erlebt, vielleicht weisst du es gar nicht. Gib dir einen Ruck und ruf doch deinen Hausarzt an. Man wird dir helfen können. Ich wünsche dir alles Gute.


rapido
beantwortet von rapido am 9. März 2009 08:38
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Das hört sich stark nach Depression an, eine seelische Krankheit, die heute glücklicherweise von der Medizin anerkannt wird. Auf jeden Fall rate ich bei der Schwere des beschriebenen Falles einen Arzt aufzusuchen. Alleine schafft man es nicht, aus diesem seelischen Tief herauszukommen.


anonym
beantwortet von Goldenesonne am 9. März 2009 08:40
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Mach dir keine Sorgen um dein Alter. Bei mir ist das zum ersten Mal mit 26 Jahren aufgetreten. Du sooltest zu deinem Hausarzt gehen. Der wird dir sagen wie du dir helfen lassen kannst. Ich habe 1,1/2 Jahre lang Psychotherapie hinter mir. Sehr geholfen hat mit auch meine Homöopatin. Gegen Angst gibt es auch Globulies.


wolfgang1956
beantwortet von wolfgang1956 am 9. März 2009 08:41
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Am besten ist eine Therapie in einer psychosomatischen Klinik! Die Ärzte lindern die gröbsten Symptome. Anschließend solltest Du unbedingt eine Weiterbehandlung anstreben, da die Ursachen nicht schon nach 3 bis 4 Monaten abzuklären oder zu finden sind!

Ich drücke Dir alle 10 Daumen, daß es Dir wieder besser geht!


Mannheimer
beantwortet von Mannheimer am 9. März 2009 08:35
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Mach eine Therapie. Da gibt es mehrere Möglichkeiten, entweder ambulant oder stationär. Es gibt gute Behandlungserfolge - ohne Tabletten!


Auswanderer
beantwortet von Auswanderer am 9. März 2009 08:34
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Du könntestn Feuermelder anbringen, deine "verschlössern" und einen Teddy mit ins Bett nehmen ;). Teddy isn Scherz, vll solltest du in eine WG ziehen, da ist man fast nie alleine.

Kommentar von 56583beffeaad98f5231d8b8f5b4bcc9smallSandra2804 am 9. März 2009 08:37

Das ist es ja, ich lebe mit meinem Freund zusammen! Und einen Teddy (bzw. ein Kuscheltier) habe ich auch noch.

Kommentar von Simple_avatar8smallAuswanderer am 9. März 2009 08:37

Hast du mit deinem Freund schon darüber geredet? Fühlst du dich bei Ihm nicht sicher?

Kommentar von 56583beffeaad98f5231d8b8f5b4bcc9smallSandra2804 am 9. März 2009 08:43

Ich fühle mich bei ihm sicher und geborgen, trotzdem kommt das immer und immer wieder. Das ist aber nicht erst seit kurzem so, sondern schon lange, seit meiner Kindheit. Ich habe mit ihm darüber geredet, er tut auch alles dass ich keine Angst habe. Er nimmt mich in den Arm und macht mir das Radio an und redet mir Mut zu. Aber das hilft meist nichts :-(


matrix2k9
beantwortet von matrix2k9 am 9. März 2009 08:48
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superkorrekt
beantwortet von superkorrekt am 9. März 2009 08:36
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versuch es zuerst mal mit der telefonseelsorge.

abgesehen,von regelmäßige schlafzeiten/autogenes training/meditation-also positives denken-entspannungsübungen /beruhigungstee....etc.

evtl. auch sport,da es das selbstbewusstsein fördert.

viel glück

lg


anonym
beantwortet von peter0010101 am 9. März 2009 09:00
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erstmal solltest du dir in klaren sein, das angst eine normale sache ist, nur du nimmst die angst übertrieben war, angst vor der angst so zu sagen, da spielt das alter keine rolle, das gibt es in jeden alter, viele menschen haben im dunkeln angst, vielleicht lässt ein kleines licht brennen. ansonsten nach klinik hört sich das nicht an, eher nach zu viel druck, entspann dich mehr und mach dir nicht so viel streß ansonsten mal den psychologen aufsuchen, der schaut da tiefer in dir rein.


Patron
beantwortet von Patron am 9. März 2009 09:30
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suche schnellstens einen experten für klassische homöopathie, frag apotheker danach, wer gut ist. dort wird dir geholfen! als soforthilfe kauf dir die bachblüten-notfalltropfen, gibt es auch als dragess zum lutschen.


anonym
beantwortet von luetzelmatt am 9. März 2009 22:26
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luckylife
beantwortet von luckylife am 21. Mai 2009 15:51
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googel mal "somatic- experiencing e.V. Da findest Du eine gute Beschreibung über eine wirklich effektive und sanfte Methode zum Lösen von Schock-Traumatas und den sich daraus ergebenden Symptomen. Hat mir selber geholfen und nachdem ich die Ausbildung zum SE- Praktitioner gemacht habe , arbeite ich schon 3 Jahre mit erstaunlichen Erfolgen. Zum Teil lassen sich mit dieser Methode innerhalb einer/oder ein paar Stunden Traumasymptome lösen,(bei emotionalen Traumata kann es erfahrungsgemäß länger dauern) ohne durch belastende Gespräche retraumatisiert zu werden. Es ist sogar möglich ohne "erinnerbare Ursache" zu arbeiten. Klingt erstmal unglaublich - ist aber wahr. Leider ist die Methode in Deutschland noch nicht so verbreitet. Aber man findet auf unserer Vereinsseite auch Therapeuten deutschlandweit. Kann ich von Herzen weiterempfehlen!

Hier eine kurze Beschreibung der Methode: Somatic Experiencing

Die Verarbeitung von überwältigenden Erlebnissen, Schocktraumata wie Verkehrsunfällen, Stürzen, Operationen, schweren Krankheiten, von Missbrauch, Gewalt und Bedrohung, Verlust eines nahen Menschen, Naturkatastrophen, Krieg, u.a.m. erfordert bei nachfolgenden Hilfestellungen oder therapeutischen Maßnahmen eine besondere Sichtweise. Somatic Experiencing bietet die Möglichkeit, mit solchen Erfahrungen besonders behutsam, dennoch in der Tiefe erfolgreich zu arbeiten. Die meisten Therapiemethoden berücksichtigen in der Regel nicht in ausreichender Weise die während eines bedrohlichen Ereignisses ablaufenden körperlichen Reaktionen. Anders das von Peter Levine entwickelte Modell zur Überwindung und Integration traumatischer Ereignisse. Es beruht auf Verhaltensbeobachtungen in der Tierwelt. Der zugrunde liegende biologische Mechanismus geht auf das Jäger-Beute-Verhalten zurück, einen ursprünglichen Reiz-Reaktions-Zyklus mit grundsätzlich drei Optionen: Flucht-, Angriff- und Totstell-Reflex.

Tiere in freier Wildbahn sind zwar häufig lebensbedrohlichen Gefahren ausgesetzt, werden jedoch nicht nachhaltig traumatisiert, da sie über angeborene Mechanismen verfügen, die es ihnen ermöglichen, die hohe, im Überlebenskampf mobilisierte Stress-Energie wieder abzubauen. Zwar sind wir Menschen mit grundlegend gleichen Regulationsmechanismen ausgestattet, doch wird die Funktionsfähigkeit dieser instinktgeleiteten Systeme häufig durch den „rationalen“ Teil unseres Gehirns gehemmt und außer Kraft gesetzt. Dies kann bei uns Menschen dazu führen, dass die vom Körper im Alarmzustand bereit gestellte Überlebensenergie vom Nervensystem nur unvollständig oder verzögert aufgelöst wird. Der Organismus reagiert in der Folge weiterhin auf die Bedrohung der Vergangenheit. In diesem Falle sind die in der Gegenwart zu beobachtenden Reaktionsweisen, Verhaltensmuster, Überzeugungen, Gedanken und Gefühle der Person oft noch mit den erschreckenden Erfahrungen der Vergangenheit gekoppelt.

Für die Betroffenen entstehen oft verwirrende und auch beängstigende psychische und somatische Symptome. Diese zeigen sich, eventuell erst Jahre später, als Übererregbarkeit, Überaktivität, jähzornige Wutausbrüche, Ängste, Panik, Depressionen, Gefühle von Entfremdung, Konzentrationsstörungen, Dissoziation, Bindungsunfähigkeit, Schlafstörungen, Erschöpfung, chronische Schmerzen, Migräne, Nacken- und Rückenprobleme, Probleme mit dem Immunsystem oder dem Endokrinum, Burnout uvm. Trauma entsteht, wenn bei Überreizung des Nervensystems der ursprünglich natürliche Zyklus von Orientierung, Flucht, Kampf und Immobilitäts-Reaktion nicht vollständig durchlaufen werden kann oder gar nicht erst zustande kommt. Bei der Aufarbeitung der Folgen von Schock und Trauma muss deshalb die körperliche Reaktion auf das verursachende Ereignis als eigenes Phänomen verstanden und berücksichtigt werden. Gelingt es dem Menschen die biologischen Prozesse schrittweise und langsam zu vervollständigen, so kann die Person wieder Zugang finden zu ihren angeborenen, lebenswichtigen Reaktionsmöglichkeiten wie Orientierung, Flucht, Kampf, Verteidigung, und so ihre volle Lebensenergie zurückgewinnen, die zum Zeitpunkt der Überwältigung nicht zur Verfügung stand, bzw. eingefroren ist.

„Ein Trauma ist im Nervensystem gebunden. Es ist somit eine biologisch unvollständige Antwort des Körpers auf eine als lebensbedrohlich erfahrene Situation. Das Nervensystem hat dadurch seine volle Flexibilität verloren. Wir müssen ihm deshalb helfen, wieder zu seiner ganzen Spannbreite und Kraft zurückzufinden“. ( Peter Levine ) Mit SE wird das traumatische Ereignis körperlich und geistig „neuverhandelt“. Dabei ist nicht das Ereignis selbst entscheidend, sondern die Reaktionsweise des Nervensystems, d.h. wie die physiologischen Regulationskräfte des Nervensystems mit der Bedrohung fertig geworden sind. Mit SE ist es möglich, ohne Inhalt oder Erinnerung zu arbeiten, wenn das Ereignis emotional zu belastend erscheint. Eine mögliche Re-Traumatisierung bei der Aufarbeitung wird vermieden, indem die „eingefrorene“ Energie in kleinen Dosen „aufgetaut“ wird und schrittweise zur Entladung kommt. Durch das Aufspüren und Wiederbeleben dieser biologischen, körperlichen Abwehrkräfte, entsteht aus dem traumabedingten Gefühl von Lähmung und Erstarrung ein Gefühl von Lebendigkeit und eine Eröffnung von neuen Möglichkeiten und Lebensfreude. Die tief verankerten Nachwirkungen von Trauma können sich schonend auflösen.

Literatur:

Levine, Peter A./Frederick, Ann: Waking the Tiger, North Atlantic Books 1997 deutsch : Trauma-Heilung, Synthesis-Verlag 1999 Peter A. Levine, Maggie Kline: Verwundete Kinderseelen heilen, Kösel Verlag Peter A. Levine (Vorwort), Mira Rothenberg: Children with Emerald Eyes: Histories of Extraordinary Boys and Girls, North Atlantic Books, US Diane Poole Heller, Laurence S. Heller: Crash Kurs zur Selbsthilfe nach Verkehrsunfällen, Synthesis Verlag Michael Gershon, Sebastian Vogel (Übersetzer): Der kluge Bauch, Goldmann Verlag


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