Frage von brb124r, 133

Angststörung/Panikattacken - wie helfe ich mir?

Ich bin 18 Jahre und muss dazu sagen: ich war bisher wegen der Sache noch bei keinem Arzt. Ich hatte in den letzten 3-4 Monaten ca 2-3 mal soetwas wie eine Panikattacke, und noch ein paar Male mehr mit weniger schlimmen "Symptomen". Es kam aus dem Nichts beim 1. Mal aber ich muss dazu sagen dass ich eig schon immer panische Angst vor Krankheiten habe, es aber immer wieder in den Griff bekommen habe, also es kam trotzdem immer wieder mal. Nun ist im November etwas in meinem Umfeld vorgekommen und es ist alles wieder da und schlimmer den je..

Von dem her brauche ich nur von einer Krankheit zu hören und ich spüre die Symtome. Es nimmt mich komplett ein und ich kann dem nicht entgegenwirken oder entfliehen. Das Problem ist an der Sache ja dass ich keine Beruhigung habe dass es nur meine Psyche ist weil ich bisher bei keinem Arzt war und mich hab durchchecken lassen, aber ich gehe eher davon aus es ist nichts anderes.. Aber da ist immer diese Angst: was wenn nicht..?

Nach der 1. richtigen Angstattacke die total ohne Grund kam (inclusive Herzrasen, Schwitzen Zittern, Kribbeln im Kopf, Atemnot, Taubheit in Arm, Angst umzukippen und schon versuchen Fluchtpläne zu schmieden..) hatte ich extreme Probleme nachts einzuschlafen und generell allein zu sein. Ebenso kam dieses komische Herzstolpern dazu, das sich anfühlt als würde es direkt stehen bleiben und also müsste ich mich übergeben. Immer wieder kamen auch solche Dinge wie Schwindel, Herzrasen, das Gefühl als wär ich nicht ganz anwesend oder das Gefühl nicht mehr tief einatmen zu können vor (Ich weiss nicht ob sowas als eine Panikattacke zählt). Im mer begleitet von diesen Ängsten vor Krankheiten..

Meine Mum weiß dass ich ein Kopfmensch bin und ist stark der Meinung ich würde mir alles nur einbbilden. Nachdem ich ihr das mit dem Herzrasen erzählte wollte sie mich durchchecken lassen beim Arzt aber sagte auch ich solle mir jetzt nicht in den Kopf setzen ich hätte Panikattacken (deshalb kam ich erst darauf dass es sowas gibt, wusste es gar nicht und dachte mein Herz ist kaputt oder ich bin sehr krank). Wenn ich ihr von meinen Ängsten erzählen würde dann würde sie wagrscheinlich nur denken ich hab mir da wieder was ausgedacht und nimmt mich nicht ernst. Ich kann mit niemanden darüber reden weil es mir irgendwie peinlich ist.. ka warum. Sogar vor einem Arzt oder meiner Mutter.

Hat jemand die gleichen Probleme wie ich? Ich kann an nichts anderes mehr denken und deenke morgens teilweise es macht alles eh keinen Sinn.. Was soll ich tun

Antwort
von Juskah, 27

Ich habe auch Panikattacken und kann dir versichern, dass sie vollkommen real und nicht ausgedacht oder eingebildet sind! Ich war nicht beim Arzt und werde auch nicht hingehen, aber das ist Einstellungssachen. [Ich halte generell nicht so viel von Ärzten und diese auf zusuchen und auch nicht von Medikamenten]

Ich bzw meine Freunde habe(n) also einfach andere Methoden gefunden mich zu beruhigen.

Erst Mal Sachen, die nicht allein funktionieren: Mir und auch ein paar Freunden von mir hilft es, wenn man in den Arm genommen wird; wenn man spührt, dass jmd da ist. Mir hilft es sehr, wenn man mir über den Bauch strechelt [klingt bestimmt komisch, wirkt bei mir aber Wunder]. Vielen hilft es, wenn man mit ihnen redet, um sie zu beruhigen oder auch, wenn man sowas wie Meeresrauschen (als Audio) laufen lässt. Oder auch, dass man der in Angst versetzten Person über den Rücken streichelt. Das hilft auch vielen, weil das die Muskeln entspannt.

Sachen, die man machen kann, wenn man alleine ist: Das mit dem Meeresrauschen oder Regen oder so (Audio) kann man natürlich auch alleine machen. Je nachdem, ob man 'anwesend' ist oder nicht kann man sich auch selber über den Bauch streicheln, wenn einem das hilft. Eine meiner Freunde hat eine spezielle Klopftechnik auf ihre Brust/Schlüsselbeine, um sich zu beruhigen, aber darüber weis ich nicht viel. Was ansonsten auch manchen [oder vielen] hilft, ist eine spezielle Art zu atmen, die man sich selber aneigenet, je nachdem, was einem am besten hilft. Beispielsweise teif und gleichmäßig atmen oder zwischen ein- und ausatmen kurz die Luft anhaltne, aber das muss man selber heraus finden.

Ich hoffe ich konnte dir helfen und uach, dass du das nicht brauchst, weil du das Problem nicht mehr hast.


Expertenantwort
von bodyguardOO7, Community-Experte für Arzt & Krankheit, 42

Mach Dich mal nicht verrückt - sonst wirst Du noch zum Hypochonder. Wenn Stress körperliche Beschwerden auslöst, handelt es sich lediglich um Psychosomatik - und die Angst dass es sich dabei um Krankheiten handelt erzeugt noch mehr psychischen Stress, der die Beschwerden noch verstärken kann. Einige Beispiele psychosomatischer Beschwerden und was dagegen hilft, findest Du hier in meiner Antwort (und im Link in der Antwort).

https://www.gutefrage.net/frage/stechen-im-herz-14#answer103332304

Antwort
von Perle2801, 46

Hallo,

dein Problem haben sehr viele Menschen - man nennt es Angst- und Panikstörung. Ungefähr 5 von 100 Menschen erkranken irgendwann daran, insofern bist du 'in guter Gesellschaft'.

Die Symptome, die du erlebst, sind nicht 'eingebildet', sondern werden psychisch gesteuert. Körperlich ist das Ganze völlig ungefährlich, aber es ist natürlich belastend, das zu erleben. Deswegen solltest du dir Hilfe holen. Die besten Heilungschancen bietet eine Psychotherapie.

Wahrscheinlich musst du dich hier gegen deine Mutter durchsetzen - für Eltern ist es oft nicht leicht zu akzeptieren, dass bei ihrem Kind die Psyche krank ist. Vielleicht findest du einen Verbündeten, der dich unterstützen kann...?

In jedem Fall gilt: Je früher du eine Therapie beginnst, desto besser, dann kann sich die Sache erst gar nicht einschleifen.

Ich wünsche jedenfalls alles Gute!

Antwort
von Celldwellerx3, 39

Hey :)

Ich ging mit fast den Selben Problemen zum Arzt und jetzt geht es mir besser. Einfach weil ich weiß, dass ich in guten Händen bin :) Ich weiß das scheint nur leicht gesagt zu sein, aber denk nicht es sei peinlich. Das ist es nämlich wirklich nicht. Ich persönlich empfehle dir, das so wie du es hier geschrieben hast nochmal einem Vetrauten (einer deiner guten Freunde) zu erzählen. Das Letzte was er tut, ist ernsthaft lachen. Ich bin mir sicher da wird dir erstmal eine Last abfallen, denn ich z.B. hätte jemanden gebraucht. Wenn du das getan hast, würde ich einen Arzt aufsuchen. Geh lieber früh genug hin, bevor sich das alles verschlimmert. Ich habe es falsch gemacht, zu lang rausgezögert. Und im Endeffekt war es nicht so schlimm, vor dem Arzt zu sprechen. Ich hab mich verstanden gefühlt. Kannst mich auch gerne anschreiben:D

Beobachte diese Situationen auf jeden Fall, das ist wichtig!

Alles Gute!

Antwort
von laraloveee, 36

Hey..ich hab/hatte das gleiche Problem..nehme seitdem johanniskraut das ist rein pflanzlich und hilft einigen dabei..kriegst du bei dm fuer 3-4 Euro.müsstest du aber 2-3 Monate nehmen bis es wirkt.ausserdem gehe ich 2 mal pro woche zur verhaltenstherapie und beides hilft mir! Mache nur langsam vortschritte aber von Tag zu Tag geht es mir ein Stück besser..

Antwort
von Adriana318, 42

Du solltest dich schnellstmöglichst an deinen Hausarzt wenden. Es ist ganz wichtig, dass du mit jemanden der dir helfen kann darüber sprichst. Wenn man sich nicht wohl fühlt, lässt man sich helfen, das ist ganz normal. Denk nicht, dass du die Einzige mit diesen Problemen bist, das haben ganz viele. :)

Antwort
von Daria13, 27

dieses Buch hat meine Freundin sehr geholfen, lies es!

Antwort
von CeliMaus, 43

geh zum arzt, vllt verschreibt er dir was.. der arzt wird dir das schon glauben, dafür ist er ja da... 

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