Frage von SunnyPrem, 132

Angststörung, Schmerzen, Taubheitsgefühl, Übelkeit, "Frosch im Hals", komische Vermutungen?

Hallo!

Ich weiß, es ist ein langer Text. Aber ich bin für jede Hilfe dankbar die ich kriegen kann. Mittlerweile halte ich das nicht mehr aus.

Ich habe vor ca. 4 Stunden mittelstarke Spannungskopfschmerzen bekommen. Diese habe ich dann mit einem feuchten und kalten Waschlappen behandelt, indem ich mir diesen auf die Stirn gehauen habe und gleichzeitig ein Wärmekissen in meinen Nacken getan. Hat alles auch soweit geholfen, leichte Rückstände der Kopfschmerzen sind jetzt aber immer noch da. Meistens im mittleren rechten Bereich des Kopfes, reten aber auch über der rechten Augenbraue und etwas hinter der rechten Schläfe.

Soweit alles erträglich war nach der ganzen Panikmache von mir selbst, da ich anscheinend eine Angststörung habe, kamen dann des öfteren Bauchschmerzen im mittleren Bereich (leicht über dem Bauchnabel und gelgentlich links daneben (von oben betrachtet)) was sich als ein kleines Ziehen äußert. . Bei den Bauchschmerzen habe ich immer noch die Angst das es ein Aortaaneurysma sein könnte. Rückenschmerzen sind auch vorhanden. Diese haben sich verschlimmert als ich mal die Druckpunkt-Methode ausprobieren wollte (2 Minuten auf einen Punkt konstant Druck ausüben der sonst bei Bewegungen schmerzt) und dazu kam ein temporäres Taubheitsgefühl was sich in der linken Schulter breitmachte. Ist gerade nicht vorhanden. Dafür aber ein relativ regelmäßig auftauchendes Schmerzgefühl etwas weiter rechts von meinem linken Schulterblatt. Kam bisher 1-2x auch beim rechten Schulterblatt vor. Gelegentliches kleines Stechen in der linken Brust. Von meinen aktuellen Problemen mit meinem Nacken brauche ich glaube ich nicht anfangen, tut weh wie Sau (kein Wirbel blockiert, Bewegungsfreiheit ist vorhanden.

Jetzt kommt für mich der Punkt wobei ich mich am meisten gefürchtet habe, am Meisten Panik bekommen habe und am meisten recherchiert habe. Anfangs hatte ich einen leichten kleinen Schmerz im linken Unterarm bei einer Ader. Dieser ist dann immer stärker geworden wenn ich meinen Arm nach unten gerichtet habe und, logischerweise, die Schwerkraft das Blut in Richtung meines Armes befördert hat. Eine ganz kleine Verfärbung (wirklich nur minimal) ist dann aufgetreten (hätte man ohne nähere Betrachtung gar nicht mitbekommen) und nach einigen Sekunden wieder verschwunden. Schmerz hat nicht nachgelassen nach 15 Minuten, dann kam eine leichte Taubheit im Oberarm.

Habe, was mir eben aufgefallen ist, auch eine kleine Beule am Hinterkopf die nicht wehtut. Wenn ich allerdings ein wenig Druck auf diese Stelle ausübe, dann wird dieser Druck irgendwie komplett auf meinen Kopf projiziert. Das macht mir gerade extreme Angst.

Antwort
von nurbilligwillig, 73

Oh je, Du Armer! Das hört sich wirklich nach einer Angststörung an... Du brauchst dringend professionelle Hilfe! Such' Dir einen Psychotherapeuten. Auf der Homepage der Kassenärztlichen Vereinigung Deines Bundeslandes findest Du unter "Therapeutensuche" einen Therapeuten/eine Therapeutin, die von der Kasse bezahlt wird.

Ja, man könnte jetzt auf alle Deine geschilderten Beschwerden eingehen und man wäre ewig damit beschäftigt und Du würdest dann immer wieder etwas neues finden, so dass man nie an den Kern Deines Problems heran käme. Ich vermute nämlich, dass die von Dir geschilderten Beschwerden lediglich Symptome sind, die zwar sehr umangenehm sind, aber nicht Dein eigentliches Problem sind. Sie beschäftigen Dich und lenken Dich ab. Du könntest Dir jetzt zwar vornehmen mit Deiner ständigen ängstlichen Selbstbeonachtung aufzuhören, aber das würde Dein Problem nicht lösen. Was das für ein Problem ist, können wir hier nicht klären, da es zuviel Zeit in Anspruch nehmen würde. Dafür empfehle ich Dir, einen Psychotherapeuten/in aufzusuchen. Dort wird Dir geholfen werden! Tu es, denn Du kannst nur gewinnen! Viel Erfolg und gute Besserung!

Kommentar von nutzernaemchen ,

meine Worte, nur viel netter :-))

Kommentar von SunnyPrem ,

Danke für diese Antwort!

Ich versuche aktuell eine ambulante Therapie bei meiner ehemaligen Therapeutin durchzukriegen, bei der ich auch war als ich einen stationären Aufenthalt hatte (nicht wegen der selben Sache, sondern wegen Depressionen und einer sozialen Angststörung, dort hatte ich noch keinerlei Probleme mit der Angst vor Krankheiten). Ich hoffe echt mal, dass ich diese durchkriege und meine Probleme auch ambulant zu lösen sind. Weil sonst müsste ich wieder stationär aufgenommen werden, worauf ich aktuell überhaupt keine Lust habe.

Habe aber irgendwie immer noch Angst vor der kleinen Beule am Hinterkopf. Ich hatte sowas schon mal, kann mich aber bei Gottes Willen nicht daran erinnern was das war. Wenn ich dort draufdrücke dann fühlt es sich so an als würde sich eine Art Unterdruck in der Schädeldecke bilden. Verunsichert mich immer noch ein wenig. ^^
Muss echt aufhören darüber nachzudenken. Naja, leichter gesagt als getan. Ich schaue mal wie ich das einfädeln kann.

LG!

Kommentar von nurbilligwillig ,

Da hast Du ja schon einiges durchgemacht! Was Du beschreibst ist aber typisch: Solange das zugrundeliegende Problem noch nicht gelöst ist, kann es immer wieder zu einer Symptomverschiebung kommen. Das ist nicht lustig und manchmal wird die Geduld und Leidensfähigkeit schon auf eine harte Probe gestellt, ich weiß, aber  ich weiß auch, dass Du es mit therapeutischer Hilfe schaffen wirst! Was kann Dir jetzt helfen, dass Deine Panik weniger wird (außer, dass ein anderer bzw. ein Arzt sagt, dass alles okay ist)?

Kommentar von SunnyPrem ,

Ach, hab halt das ein oder andere Schlamassel im Leben gehabt, sonst nichts. ;)

Das Ursprungsproblem suche ich ja in der nächsten Zeit mit meiner Psychologin/Therapeutin (bin da bei der genauen Bezeichnung immer durcheinander gekommen, man weiß ja was gemeint ist) und bin da guter Dinge. Wenn es ambulant nicht klappt ist stationär dran und dort wird dann, sofern es mir zu lange dauert, medikamentös dagegen vorgegangen. Weil ich habe noch Ziele die ich verfolgen möchte. Klar, Gesundheit geht vor, ich weiß. Aber irgendwie möchte man seine persönlichen Interessen nicht vernachlässigen/aufgeben durch psychische Probleme.

Eigentlich hilft mir bei solchen Phasen wo ich Panik bekomme nur eine Zigarette und entspannte Musik oder ein Film. Habe aber in diesem Moment nur noch eine letzte Zigarette und muss noch ein wenig warten bis ich neue hier habe. Ich glaube ich rauche die gleich einfach mal und dann sollte ich wieder ruhiger drauf sein.

Kommentar von nurbilligwillig ,

Das hört sich sehr gut an! Prima! Du schaffst das! Alles Gute

Antwort
von BloodredPoetry, 36

Alle Symptome zusammen haben für mich keinen Zusammenhang. Dass dein Arm schmerzt und kribbelt, könnte sein, dass du bei der Selbstmassage einen Triggerpunkt getroffen hast und den nicht komplett gelöst hast. Versuch den weiter zu massieren. Es wird weh tun und dein Arm noch mehr kribbeln und taub werden, aber das wird alles lösen. Atme tief in den Schmerz hinein,  irgendwann wird der Punkt nicht mehr schmerzen. Das Kribbeln im Arm und die weiteren Symptome im Oberkörper verschwinden mach einer Weile. Ùber die Beule im Kopf mach dir mal keine Sorgen. Das hat jeder mal. Solange du nicht erbrichst, verschwommen siehst ist alles ok ;)

Antwort
von Marshall7, 44

Ja ich glaube nicht das du ernsthaft krank bist,ich habe auch öfters Schmerzen und denke gleich ich habe dies und das ,ist aber alles viel Einbildung.du solltest dich nicht immer auf irgendwelche Krankheiten einfügen.Einfach alles easy sehen.auch viel Bewegung an der frischen Luft tut dir sicher gut.

Antwort
von 1questionmaster, 70

Wie wärs mit einem einfachen Arztbesuch? :)

Antwort
von nutzernaemchen, 72

Du scheint  ja ein Hypochonder wie aus dem Bilderbuch zu sein... suchst nach kleinen schmerzenden Stellen und Auffälligkeiten, am ganzen Körper. Zu oft Grey's Anatomy oder Emergency Room gesehen? Entspann dich!!!! Du konditionierst dich selbst mit deiner Panik, merkst du das nicht???

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