Frage von Effchen99, 40

Angststörung - Herzangstneurose?

Bei mir wurde im April eine Angst/Panikstoerung diagnostiziert. Ich habe vor vielen Dingen angst, es ist immer mal was anderes. Mal eine Blinddarmentzuendung, mal ein Tumor. Im Grundsatz eigentlich alles, was toedlich enden kann. Seit laengerem habe ich immer mal wieder Angst, dass mein Herz ploetzlich aufhoert zu schlagen, ich einen Herzinfarkt erleide, etc. Es treten auch Symptome auf wie z.B Herzschmerzen oder Herzstolpern/rasen. Vor einem Monat habe ich dann ein Langzeit EKG machen lassen, meine Aerztin meinte es waere alles gut mit meinem Herzen. Aber nun seit 5 Tagen habe ich wieder Schmerzen in der linken Brust, die ueber den Arm und Ruecken, Nacken ausstrahlen. Das verunsichert mich wieder. Meine Aengste kehren zurueck und bereiten mir nun ein weiteres mal schlaflose Naechte. Ich weiss auch nicht, was ich davon halten soll. Es ist so schwer etwas reales von einer Kopfsache zu unterscheiden. Was soll ich tun? Was meint ihr?

Antwort
von Manja1707, 6

Ich leide ebenfalls unter Angststörung/Panikattacken und das seit ich 20 war. Ich habe verschiedene Gesprächstherapien gemacht, aber irgendwann ging es mir so schlecht, dass ich doch ein Medikament einnehmen musste. Es gibt Antidepressiva, die sehr gut gegen Panikattacken wirken. 

Diese Ängste sind nicht "logisch" deshalb kann sie einem auch niemand mit logischen Argumenten ausreden. Die Angst vor Krankheiten kommt daher, dass der Mensch allgemein mit diffusen Ängsten, die er nicht an etwas festmachen kann, nicht umgehen kann. Wenn man aber immer wieder unbegründet Angst in sich verspürt geht man dazu über, einen Grund für diese Angst zu suchen. Denn es ist immer noch besser (denkt man unbewusst) den Grund für die Angst zu identifizieren um dann etwas dagegen machen zu können, als eine diffuse unbestimmbare Angst zu verspüren. Diese Vorgänge spielen sich aber unbewusst ab. So verspürt man also verschiedene Krankheitssymptome und steigert sich in Ängste vor Krankheiten. Man rennt von Arzt zu Arzt, jedoch die Erleichterung währt nur kurz, wenn man erfährt man ist gesund. Denn die diffuse Angst ist ja noch immer da.

Entweder es ist in deinem Leben etwas vorgefallen, das diese Ängste ausgelöst hat. Das kannst du gemeinsam mit einem Psychologen aufarbeiten. Ich glaube jedoch, dass eine Angststörung bzw, auch Depressionen von verschiedenen Komponenten beeinflusst wird. Erstens mal genetisch, dass da schon eine gewisse Veranlagung zu solchen Verhaltensweisen/Erkrankungen vorhanden ist. Dann kommt es darauf an, was dir von deinen Eltern vorgelebt bzw. anerzogen wurde. Weiters spielen von dir erlebte Situationen eine Rolle. Weiters können gewisse psychochemische Prozesse im Gehirn nicht richtig funktionieren.  All diese Komponenten vereinigen sich.

Ich kann mit dem Medikament das ich nehme ein sehr gutes Leben führen. 

Antwort
von KittyCat2909, 14

Wer hat die Panikstörung diagnostiziert?

Vermutlich doch ein Psychologe?

Mehr als dir anzuraten so einen solchen oder besser noch  einenTherapeuten aufzusuchen kann man nicht.

Dir sollte bewust sein, das Jeder irgendwann sterben muss- auch du. Das ist nunmal das Schicksal eines jeden und wenn man sich dessen bewusst ist, sollte man auch keinen Sinn drin suchen, sich selbst unnötig verrückt zu machen.

Was hilft es dir, wenn du dir selbst Ängste einredest, die nicht sind? Du schränkst dich selbst nur ein und verlierst damit Lebensqualität und auch die Freude am Leben.

Statt dich also bei etwas reinzusteigern, solltest du solche Gedanken und Gefühle sofort abblocken und dir selbst deutlich sagen, das alles ok ist, kein Grund besteht und sie auf keinen Fall weiter vertiefen.

geh bitte zu einem Therapeuten, der kann mit dir zusammen daran arbeiten. Alles Gute!

Antwort
von rockylady, 16

Du musst lernen, den Ärzten zu glauben! Ich kann mich manchmal auch gut reinsteigern, weiß aber zu unterscheiden. Die Symptome rühren von der Angst selbst, da sie Stress auslöst und dieser dich körperlich belastet. Das ist ja der Kreislauf daran.

Mit dir ist gesundheitlich alles in Ordnung. Aber die Panik macht deinem Körper zu schaffen, du verspannst, verkrampfst, das führt zu Schmerzen, Herzklabastern usw. 

Ich kann dir nur raten, Sport zu machen und in die Sauna zu gehen. Außerdem viel in die Natur und Kontakt zu Tieren zu pflegen, zb in nem Tierschutzverein, die haben nämlich ne beruhigende Wirkung. Du musst lernen zu vertrauen. Denn früher oder später stirbt man halt, da kommt niemand dran vorbei. Es ist bloße Verschwendung bis dahin Angst davor zu haben. 

Lass es dir gut gehen.

Antwort
von Qochata, 16

dich freuen, dass du kerngesund bist, ausser der angststörung natürlich. aber da du kerngesund bist, brauchst du auch keine angst mehr zu haben. sage adios zu ihr

Antwort
von ElTorrito, 16

Habe genau das selbe Problem. Du musst dir einreden dass alles mit dir stimmt und dass du dir keine Sorgen machen brauchst. Sogar der medizinische Test hat das bewiesen. Das einzigste was dir im Weg steht ist dein Mindset. Nimm dir am Tag mal mehrere Minuten Zeit für dich selbst und überleg mal was dich so alles belastet.

Antwort
von ischdem, 4

das ist eine ernsthafte "Erkrankung" und dein Arzt muss dir weiterhelfen mit Verhaltenstherapie.....die Kasse zahlt das..

alles Gute

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