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Angstfrei leben.... (Wie) geht das?

gefragt von Tommmi2006Tommmi2006 am 10.06.2007 um 11:50 Uhr

Können Ängste (z.B. Angst vor Zurückweisung, Angst vor Verlassenwerden) überwunden werden, um wirklich! angstfrei zu leben? Antwort bitte begründen, möglichst mit eigenen Erfahrungen.

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Angst x 1.863 Zurückweisung x 3 angstfrei x 1

fourseasons
beantwortet von fourseasons am 10. Juni 2007 12:57
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Wenn die Ängste so groß sind, daß sie das Leben stark beeinflussen, sollte man Hilfe in einer Therapie suchen.

Ein gewisses Maß an Angst hat jedoch jeder Mensch (bewußt oder unbewußt) in sich, sie soll uns vor Gefahren schützen. Meistens ist es das Unbekannte, Ungewisse, das uns Angst macht. Mit der Lebenserfahrung lernt man die "Dinge" besser einzuschätzen, das Selbstbewußtsein wächst und die Ängste werden in der Regel geringer. So war es zumindest bei mir.


evamariexx
beantwortet von evamariexx am 10. Juni 2007 12:16
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Angstfrei leben ist meiner Meinung nicht möglich. Es lässt sich nur die Stärke der Ängst beherrschen. Ich habe zwar keine Angst verlassen zu werden - dafür andere - aber eine logische Analyse der Situation hilft meist schon sehr (am besten mit einem "Helfer" = Freund) die Stärke zu mildern.


redchea
beantwortet von redchea am 10. Juni 2007 15:10
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Ich habe selbst einmal über viele Jahre hinweg unter Angtattacken gelitten. Letztendlich hat mir nur ein Gang zum Therapeuten geholfen. Die dortige Gesprächstherapie in Verbindung mit autogenen Entspannungsübungen hat mir schnell und gut geholfen.Dein Anspruch, völlig angstfrei zu leben ist allerdings sehr hoch. Angst ist eine uralte Schutzfunktion. Diese zu erhalten ist sicherlich wichtig, du musst nur lernen, sie anzunehmen und mit ihr umzugehen. Viel Erfolg bei deinem Weg!


demosthenes
beantwortet von demosthenes am 10. Juni 2007 13:54
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AngstFREI ist sicher ein hoher Anspruch, aber reduzieren kann man die Angst sicher, z.B. durch Meditation.

Da gibt es viel Methoden, aber zu einer, mit der ich selbst gute Erfahrungen gemacht habe, findest Du hier einige Informationen:

http://de.wikipedia.org/wiki/Transzendentale_Meditation

Kommentar von teilzeithexe am 10. Juni 2007 19:43

Lieber demosthenes, so sehr ich Deine Beiträge im Allgemeinen schätze, muss ich diese Antwort ein wenig einschränken: sollte die Angst grenzwertig sein zu einer pathologischen Form, kann TM unter Umständen sogar angstverstärkend wirken. TM ist vor allem für psychisch 'gesunde' Menschen geeignet und bei Ängsten ist das immer etwas schwierig abzugrenzen. Freundliche Grüße und nix für ungut!

Kommentar von 5f6812a7b0109fb9a1df11c834332c2csmalldemosthenes am 11. Juni 2007 12:37

Hallo Teilzeithexe,

mit Deiner Bemerkung hast Du grundsätzlich sicher nicht unrecht, aber die Formulierung der Frage und die genannten Beispielängste deuten für mich nicht auf eine Therapienotwendigkeit hin.

Angst vor dem Verlassenwerden und Angst vor Zurückweisung hat wohl fast jeder Mensch einmal und Tommmi2006 hält ja sogar eine Angstfreiheit bei sich grundsätzlich für möglich.


moench123
beantwortet von moench123 am 10. Juni 2007 12:12
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In jeder Form von Angst,so sagt man,steckt in letzter Konsequenz immer die Angst vor dem Tod - also auch anders gesagt: die Angst vor dem (wieder) allein sein.Schon mit dem Tag der Geburt kann man sicher davon ausgehen, dass man, egal welches Leben man führt, dieses zum individuellen Zeitpunkt allein wieder verlassen muss.Somit gehört die "Angst" (die von jedem unterschiedlich stark empfunden wird), vor etwas, was man nicht kennt (den Tod und das was danach ist) zwangsläufig zum Leben eines jeden dazu - man kann es also nicht "weg" bekommen. So gibt es also nur einen Weg: wenn ich ein "Ding" nicht weg machen kann, dann kann ich es mir aber ganz bewußt einmal genauer ansehen und mich fragen, was "es" denn eigentlich ist damit verliert es seinen SChrecken. Also, was ist Angst? Angst ist im Grunde überlebensnotwendig. Hätten wir keine Angst vor etwas, würden wir keine Schutzmaßnahmen ergreifen.Schon im Tierreich bringt die Angst vor dem Feind die Tiere dazu,unterschiedliche Maßnahmen zu ergreifen, sich zu "verstecken" oder für den Feind gewappnet zu sein. Das hilft zum Überleben.Angst ist auch Intuition - der Mensch spürt, was gut für ihn ist (wer gut für ihn ist) und was/wer nicht und entfernt sich so von dem Schlechten. Auch die (berechtigte) Angst vor Zurückweisung und Alleinsein bringt den Menschen dazu, sich genau den Menschen (auch nach evt. Fehlschlägen) an seine Seite zu suchen,mit dem er sich nicht mehr allein fühlt und dem er (blind) vertrauen kann. Jeder Mensch spürt dies im Grunde, nur lassen wir uns gerne von Oberflächlichkeiten blenden (Aussehen, Geld etc.) und setzen dies zeitweilig über unseren größten Wunsch,nämlich ehrlich geliebt zu werden und vertrauen zu können.WEnn wir also im Leben "Enttäuscht" werden, liegt es, wie das Wort schon sagt, nur daran, dass wir uns vorher selbst "getäuscht" haben - sonst kann uns ja keiner Ent-täuschen. Somit ist ein "Ent-täuschen" sogar gut, da man danach wieder ohne "Täuschung" ehrlicher durchs leben geht (was natürlich nicht immer bequemer ist).Fazit also: siehe die Angst nicht als Deinen Feind sondern als Dein Maß der Dinge, Dein Leben und die Menschen um Dich herum nach dem was Dir wichtig ist, zu bewerten.Deine Angst hilft Dir, das "Richtige" zu sehen. Nimm Deine Angst an - sie ist gut für Dich -denn Sie zeigt Dir nur auf, was für Dich persönlich im Leben wirklich wichtig ist. Sieh sie als Deinen Begleiter und als einen Teil von Dir, der das Beste für DIch will - dann möchtest Du Sie nicht mehr los werden!


neurodoc
beantwortet von neurodoc am 10. Juni 2007 16:27
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Angst ist eine natürliche und angeborene Reaktion und hat ihren Grund. Übermäßige Angst ist ein angelerntes Verhalten, und wenn man darunter leidet, kann man Hilfe in der Psychotherapie finden mit unterstützenden Maßnahmen wie Autogenes Training, Yoga etc. Es gibt verschiedene therapeutische Prinzipien, von der aufdeckenden Therapie, die der Ursache auf den grund geht bis zur Verhaltenstherapie, wo man das erlernte Verhalten wieder "verlernt".


Katzentatze
beantwortet von Katzentatze am 10. Juni 2007 15:22
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Ein schlauer Mensch hat mal gesagt:

"Nichts ist geeigneter, in den Menschen tiefsitzende Ängste hervorzurufen, als die irrige Behauptung, das Leben solle frei von Ängsten sein."

Der Mensch war ursprünglich ein Beutetier. Von daher liegt die Angst in unserer Natur. Es wäre auch fatal, wenn wir keine Ängste mehr hätten, weil wir keinen Gefahren mehr aus dem Weg gehen würden.


lalab
beantwortet von lalab am 10. Juni 2007 12:44
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Ich kenne einige Leute und habe auch Erfahrungsberichte von Menschen gelesen, die mit Yoga ihre zum Teil sehr schlimmen Ängste verringern konnten. Ängste hat sicher jedeR mehr oder weniger, aber sie sollten nicht dein leben beherrschen. Du kannst mal versuchen, in einem Yoga Zentrum, dass nicht nur auf der körperlichen Ebene arbeitet (also kein Fitnessstudio o.ä.) einen Kurs zu belegen. Es wird dir körperlich aber auch seelisch sehr viel bringen. Oft kommt man mit einer Therapie nicht sehr viel weiter, man muss iweder das Vertrauen ins ich und das Leben finden. Yoga kann hierbei sehr gut helfen. Zum Beispiel in einem Yoga Vidya-Center in diener Nähe www.yoga-vidya.de. Es geht natürlich auch woanders, aber hier weiß ich, dass auch ein geistiger Anspruch da ist.


Agnes10
beantwortet von Agnes10 am 10. Juni 2007 12:05
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Ich denke, daß dies geht. Man selber muß an sich arbeiten bzw. erst mal ehrlich zu sich selber sein, daß die Ängste da sind. Entweder man beschäftigt sich stark damit und versucht mit Willen und Wissen (evtl. durch Bücher) dagegen anzugehen oder man sucht die Hilfe eines Therapeuten. Meine beste Freundin hat die Verlassensängste mit Hilfe eines Therapeuten nun gut im Griff und ihr Leben gestaltet sich um einiges angenehmer ohne diese ständige Angst.


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