Frage von granufink, 38

angst vorm neurologen. was tun?

ich bin 39 und gesund. ich soll (nicht müssen) lediglich wegen 2 taubern fingern zur diagnose zu einem neurologen gehen (vermutlich ein eingeklemmter nerv im ellenbogen). da ich endlos schiss hab allgemein vor ärzten oder sowas falls doch irgendwas nicht so gutes festgestellt werden könnte. ist diese angst chronisch,normal, oder wie sollte man damit umgehen?'

Antwort
von Pramidenzelle, 14

Weißt du, warum du Angst vor Ärzten hast? Wenn ja, dann könntest du dich fragen, ob diese Angst auch für den Neurologen, bei dem du einen Termin hast, berechtigt ist - wenn nicht, ist ddas doch schonmal ein Schritt in die richtige Richtung. Wenn doch, dann such dir halt einen anderen Neurologen.

Um die Angst in den Griff zu bekommen, kannst du, wenn du welche beherrscht eine Entspannungstechnik (Progressive Muskelentspannung, Meditation ...) verwenden, oder aber du lässt dir in der Apotheke etwas geben, um besser damit klarzukommen. Auf jeden Fall slltest du (am besten schon bei der Terminvergabe) sagen, dass du Angst hast - die meisten Ärzte kennen das und können sich durchaus darauf einstellen, es Angstpatienten leichter zu machen - ich kenne einen Zahnarzt, der einen ganzen Ordner voller "Tricks für Angstpatienten" hat ...

Naja, und eigentlich gibt es kein Ergebnis, vor dem du Angst haben musst, denn:
1) Es ist war total harmloses. Glückwunsch, kein Grund Angst zu haben!

2) Es ist etwas nicht ganz so harmloses, dass aber gut in den Griff zu bekommen ist - Glückwunsch, du hast nicht schlimmes, und mit ein bisschen Behandlung ist bald alles wieder super - kein Grund, Angst zu haben!

3) Es ist was ernstes. Okay, das wäre nicht so toll. Aber du HAST es dann ja auch jetzt schon, dass du es weißt ändert nichts an der Tatsache. Aber weil man es jetzt erkannt hat, kann man dir besser helfen, als wenn du erst zum Arzt gegangen wärst, als es richtig schlimm wurde. Glückwunsch, du hast immer noch das beste aus der Situation gemacht.

Wenn es dir hilft, dann kann dich ja vielleicht jemand zum Arzt begleiten?

Wenn du tatsächlich dauerhaft Angst vor allen möglichen Ärzten hast, dann solltest du aber vielleicht wirklich was dagegen unternehmen, denn das macht dir das Leben sicher nicht einfacher. Was allerdings da möglich ist, das hängt natürlich von dir und von den Ursachen ab.

Kommentar von granufink ,

naja die angst hat unterschiedliche ursachen. zb ein schlechtes leben und ein schlechtes selbstvertrauen. dann kommt noch ganz speziell der arzt (bzw neurologe dazu) auch wenn ich bisher immer gesund war ist es ja nicht völlig unmöglich dass der neurologe irgendwas festellen könnte was einem zudem weiter belasten könnte. ich habe also angst vor der diagnose des neurologen auch wenn sie aller wahrscheinlichkeit in dem fall eher relaitv harmlos sein wird (vermutung eingeklemmter nerv im ellenbogen)

Kommentar von Pramidenzelle ,

"[...] ist es ja völlig unmöglich dass der neurologe irgendwas festellen könnte was einem zudem weiter belasten könnte."

Das ist genau der Punkt, an dem ich widersprechen würde. Der Neurologe stellt nur fest, er macht die Krankheit nicht. Was er feststellt, hast du also ohnehin schon, wieso sollte es dich mehr belasten, nur weil du es weißt? Eigentlich wird die Belastung doch sogar geringer, weil Gegenmaßnahmen eingeleitet werden.

Dass du wegen schlechtem Selbstvertrauen Angst vor dem Arzt hast, finde ich persönlich gerade interessant, weil bei mir mein Selbstvertrauen durch die Aufmerksamkeit der Ärzte immer einen richtigen Schubs nach vorn bekommen hat ... Aber wenn es dich wirklich einschränkt, dann solltest du was dagegen tun.
Wenn du es selbst versuchen willst, würde ich zu "Fix your Phobia" raten, damit wurden zumindest in meinem Bekanntenkreis gute Erfahrungen gemacht.
https://www.amazon.com/Fix-Your-Phobia-90-Minutes/dp/0143008722

Wenn es wirklich schlimm ist, würde es sich vielleicht aber auch anbieten, Mal einen Psychologen aufzusuchen. (Und jeder, der behauptet, Psychologen wären Ärzte, der kann sich von mir einen Tritt abholen *Scherz*
Psychiater sind die Ärzte, Psychologen haben damit rein gar nichts zu tun.)

Antwort
von Schnibbelhilfe, 19

Der Neurologe kann dir bei der Ursachensuche der tauben Finger, sehr gut weiter helfen, da er die medizinischen Voraussetzungen dazu hat.

Auch kann so frühzeitig schlimmeres erkannt und rechtzeitig behandelt werden.

klar ist es schwierig wenn man nicht so gerne zum Doc geht weil man "Bammel" hat. Aber in deinem Fall wäre es sinnvoll dort vorstellig zu werden.

Was dagegen z.B. bei mir gut hilft, sind Beruhigungspillen wie Johanniskraut. rein pflanzlich

Antwort
von amazingjule, 21

besorg dir mal Rescue-Tropfen :) hatte panische Prüfungsangst beim Führerschein. Beim 2. Mal nahm ich sie und war total ruhig und souverän. Ist rein pflanzlich.

Antwort
von LogosPrinz, 17

Ich würde das nicht Angst, sondern eher Nervösität nennen. Musst es so sehen. Wenn Sie nichts feststellen, ist es doch perfekt. Wenn Sie was feststellen, dann sicherlich frühzeitig und dir kann geholfen werden. Auf keinen Fall schiebe das auf die lange Bank. SOLLTEST du was haben, ist es irgendwann zu spät und du bereust es. Also, Augen zu und durch.....

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