Frage von Thylacine, 73

Angst vorm Händezittern... wie damit umgehen?

Seit ich ihn Asien bin, habe ich prima gelernt, mit Stäbchen zu essen. Allerdings schaffe ich das irgendwie nur dann, wenn ich alleine bin bzw. wenn mir eine Person gegenüber sitzt, die ich gut kenne, der ich vertraue und vor der ich keine Angst habe, dass sie eine schlechte Meinung über mich haben könnte.

Wenn ich mit vielen Leuten zusammen esse oder mit einer Person, die ich nicht kenne, werden meine Finger irgendwie zitterig.

Ich weiß, dass es ein rein psychologisches Problem ist, weil ich es in anderen Situationen ja kann, die Frage ist nur, wie ich damit umgehen sollte.

Was würdet ihr in so einer Situation denken, wenn euer Gegenüber einfach dazu stehen würde, dass es ihm/ihr unangenehm ist, in einem öffentlichen Restaurant feinmotorische Fähigkeiten vor den Augen anderer Leute vorführen zu müssen und dass man da am besten überhaupt nicht drauf achten soll...

Würdet ihr das eher als eine Schwäche sehen oder vielleicht sogar eher als etwas menschliches?

Ich meine, ich hab nur zwei Möglichkeiten... entweder kann ich mich entziehen und einfach nicht mehr mit anderen Menschen essen gehen, oder mich einfach so oft dieser Situation stelen, bis es für mich normal wird und dazu stehen, dass ich nicht perfekt bin, sondern auch als eigentlich recht selbstbewusster Mensch ausgerechnet beim Essen eine kleine Sozialphobie haben könnte, an der ich aber arbeite...

Antwort
von LoveLittleTwix, 23

Ich versteh das so gut! Mir ist es ganz genauso gegangen. 

Ich war ein halbes Jahr in China und konnte anfangs noch nicht so gut mit Stäbchen essen, aber man lernt es ja schnell. Trotzdem war ich immer nervös, wenn ich mit anderen (fremden) Menschen essen gegangen bin und habe dann beim Essen gezittert. Dann hat es natürlich so gewirkt, als könnte ich nicht mit den Stäbchen essen, obwohl das wirklich nicht der Fall ist. 

Im Prinzip war es mir die ersten Monate wirklich unangenehm und ich wollte kaum mit jemandem essen gehen, vor allem Hotpot oder Nudeln, die schwer zu essen sind waren der Horror. 

Irgendwann konnte ich aber einfach genug Selbstbewusstsein aufbauen, dass es mir einfach egal war, was die anderen denken. Und umso mehr es dir egal ist, desto leichter fällt dir dann auch das essen. Ich weiß, das kann man nicht erzwingen, aber wenn man sicher immer wieder der Situation stellt, wird es irgendwann einfach besser.

Du kannst es deinem Gegenüber natürlich auch sagen, dass du dich dabei unwohl fühlst und ich bin sicher, sie werden dir alle verständnisvoll gegenübertreten. Dich entziehen und nicht mit anderen Menschen essen gehen ist natürlich der falsche Weg! 

Viel Glück dabei und du schaffst das sicher :)

Antwort
von kampfgeist, 21

Sollte dich jemand dumm anquatschen, oder klotzen, sag, du wolltest eh abnehmen. So fällt die hälfte des essens immer runter.
Wenn ich angst habe, oder man mir etwas anmerkt gehe ich immer in die offensive. Mach nen dummen witz, nehme mich selbst auf die schippe, oder mache mich über die situation lustig. ( ich üb schonmal, falls ich mal parkinson bekomme, habe ich mich immerhin schon ans zittern gewöhnt) so geht der druck weg, die situation ist nicht mehr ganz so peinlich und bei weniger stress lässt das zittern auch bald nach. Bloß nicht situation meiden. Da machst dus nur schlimmer.

Antwort
von rallytour2008, 23

Hallo Thylacine

Eine Sozialphobie ist das nicht.Psychisch bedingt schon.

Das ist lediglich ein Kampf zwischen Psyche und Organen.

Die haben irgendwie Probleme miteinander klar zu kommen.

Solche Situationen führen durchaus dazu das du dich mit deinem Essen unterhälst.

Gruß Ralf

Antwort
von Thylacine, 42

Ach ja, auch zitterige Finger hindern mich nicht am Essen, aber es sieht halt bisschen dämlich aus.

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