Frage von berdDbrot, 194

Angst vorm eigenen Pferd wer kann mir helfen.?

Ich habe 2 Pferde im Alter von 5 Jahren. Eine Stute und ein Wallach. Beide habe ich als 3 Jährige bekommen. Am Anfang war alles super, bei beiden, ein Jahr lang hatte ich keinerlei Probleme.

Leider komme ich mit meinen Wallach überhaupt nicht mehr zurecht. Unterm Sattel ist alles super da ist er ein Traum, aber beim Führen gibt es nur noch Probleme. Er reißt sich permanent los indem er einfach los rennt und nach mir tritt, wenn ich ihn versuche umzudrehen oder wieder unter Kontrolle zu bringen.

Ihn mit der der Trense zu führen geht auch nicht, denn dann bleibt er irgendwann stehen und läuft rückwärts wenn ich die Gerte als Arm Verlängerung nehme. Ich kann ihn eigentlich nur mit jemand zusammen führen. Auch wenn ich meine Stute vom Paddock holen möchte, muss ich vorher erstmals meinen Wallach ablenken, sonst rennt er mit raus. Meine Reitbeteiligung ( 50 Jährige Frau, mit jahrerlanger Erfahrung mit Pferden) wurde schon mal vom ihm überrannt, sie hatte das Tor fast zu, als er direkt auf sie zu rennt, das Tor aufreißt (es war Strom drauf) und sie umrennt. Ich habe viel bodenarbeit mit ihm gemacht, doch wenn er keine Lust mehr hat, beißt oder tritt er einen. (mit meiner Stute kann ich sogar frei Arbeit machen. ich habe mittlerweile so viel Angst vor ihm das ich ihn nur vom Paddock hole, wenn mir jemand anderes beim führen hilft. Einer führt links, der andere rechts. Ich weiß nicht wo her das kommt, ob ich irgendwann mal einen Fehler gemacht habe, oder ob der Vorbesitzer bei der Erziehung irgendwo nachlässig war.

Meine Stute ist ja gar nicht mit der könnte man shoppen gehen, die Macht nichts. Die kann man auch unangebunden in der Stallgasse stehen lassen, die bleibt an Ort und Stelle stehen.

Ich hatte sogar mal ein Trainer da, aber der wollte auch irgendwann nicht mehr mit ihm arbeiten.

Antwort
von LyciaKarma, 115

Mein Pferd hat genau das Gleiche gemacht. 

Du hast jetzt keine Chance mehr, denn du hast schon Angst, du hast schon verloren. Du brauchst auch nicht mehr versuchen, ihm irgendwas ansagen zu wollen. 

War bei mir genau das Gleiche - er hat mich zwei Mal getroffen. Ich hab mich nicht mehr getraut, als mein Pferd bis in die Halle zu führen und wieder zurück. Sogar das war ein großes Problem, ich bin  nicht mehr alleine in den Stall gefahren, da war Schicht im Schacht. 

Ohne Trainer kommst du nicht weiter und auch mit schärferen Utensilien kommst du nicht weiter. 

Aus welcher Ecke kommst du denn, vielleicht kann ich dir jemanden empfehlen.

Das Problem ist, dass du ein sehr sensibles Pferd hast. Du wirst irgendwas falsch machen und/oder falsch signalisieren. Dein Pferd folgert daraus, dass du ihn nicht führen kannst. 

Wenn du ihn nicht führen kannst, nicht auf ihn aufpassen kannst, ist es bei dir gefährlich. Er begibt sich also immer in Gefahr, wenn er bei dir ist. Wieso sollte er das tun? 

Entweder ist deine Stute nicht so sensibel oder sie ist zu gutmütig, um irgendwas zu machen. 

Ich hatte übrigens bisher nur einen Trainer, der gewillt und vor allem fähig war, uns zu helfen. 

Hol dir Hilfe, das geht sonst böse aus, da will und werde ich dir nichts anderes erzählen.

Kommentar von berdDbrot ,

Ich wohne im Ruhrgebiet, mein Wallach lässt sich von niemanden richtig führen. Keiner vom Stall fasst ihn an, die haben alle Angst.

Expertenantwort
von Urlewas, Community-Experte für Pferde & reiten, 35

Könnten auch körperliche Ursachen sein, die man manchmal nicht leicht findet.

Hatte mal mit einem " Wallach" zu tun, der oft bösartig reagierte - bis sich herausstellte, dass es ein Klopphengst war.

Auch ein beginnender Tumor im Gehirn kann bei Tieren wie bei Menschen für unerklärliche Verhaltensveränderungen sorgen.

Antwort
von beglo1705, 61

Ich kann dir hierzu sagen, dass das eine Kopfsache ist, die du ohne Trainer/Bereiter nur schwer wieder in den Griff bekommst.

Hol dir Hilfe von einem Trainer, der deinen Wallach und dich darauf trainiert, euch richtig zu verständigen und zu verstehen. Der Wallach stellt dich als Alphatier in Frage er vertraut dir rückschließend darauf auch nicht.

Antwort
von mimimausi8, 23

Ist er temperamentvoll?

dann könnte es sein das du ihm einmal gezeigt hast das du schwächer bist als er... er ist jetzt höher in der Rangornung als du und denk er kann mit dir machen was er will... du musst ihm zeigen das du boss bist...

ich hatte auch so ein Pferd ;) aber ich hab von ihm gelernt, ihn beobachten und mir seine Verhalteensmuster angeguckt... und habe mir überlegt wie ich mit ihnen umzugehen hab... An deiner stelle würde ich mir aber einen Profi holen.

Antwort
von Boxerfrau, 72

An deiner würde ich mir einen Profi holen. Irgend welche Tips aus dem Netz, helfen dir nicht weiter. Dir muss jemanden Helfen, damit du wieder Selbstvertrauen bekommst, dein Pferd muss wieder lernen das man Respekt vorm Menschen haben sollte. Wenn du dir selbst nicht vertraust und Angst hast, wie willst du dann ein Pferd führen? Mach dich im Netz schlau, wo ein guter Trainer am besten Horsemanship, in deiner Nähe ist und mach einen Termin aus. Wenn nötig gibt das Pferd ein paar Wochen ins Training und mach dann gemeinsam mit dem Trainer weiter.

Antwort
von aminasaud, 46

ich bin zwar keine trainierin aber würde ihn so gern mal kennen lernen. da ich auch so einen hatte nicht so schlimm aber es dann hinbekommen hab irgendwie halt alleine. Bei ihm braucht man halt sicher viel geduld und man müsste rausfinden was, wie, warum er das tut weil ohne grund macht er das ja nicht. Ich hoffe du findest schnell jemand wo dir hilft und du musst stark sein und ihm zeigen wer der cheff ist auch mal scharfen ton setzen. Viel Viel Glück wünsch ich dir. 

Antwort
von Isildur, 96

Hallo,

wenn du schon so große Angst vor dem Pferd hast und es auch schon zu Verletzten gekommen ist, führt aus meiner Sicht kein Weg an einem Trainer vorbei. Ferndiagnosen sind  unmal sehr schwer zu stellen und bei einem Pferd das den Menschen angeht auch unter Umständen lebensgefährlich.

Evtl. das Pferd "zur Korrektur" sogar ganz vom Hof weggeben und dann unter Anleitung wieder erneut lernen. Alleine würde ich da nicht dran rumdoktern.

Kommentar von berdDbrot ,

ja, das hatte ich ja schon, mal. Der Trainer hat mich enorm viel geld gekostet, aber es hat nichts gebracht, es wurde sogar noch schlimmer. Außerdem wollte der Trainer nicht mehr mit ihm arbeiten, weil es ihm zu gefährlich war.

Der Trainer wurde mir ja auch vorher empfohlen, von mehren  Leuten. Wenn ich jetzt beim nem Trainer wüsste, dass dieser mir weiterhelfen kann und es danach auch wirklich besser wird, würde ich den Schritt nochmal wagen, aber wenn es wieder so wie  beim ersten ersten ist, wo es nichts nützt und einfach nur Geld kostet, dann ist mir damit ja auch nicht wirklich geholfen.

Kommentar von Isildur ,

wo besteht denn der Unterschied zu den Tipps hier?

Kommentar von berdDbrot ,

Sogar der Trainer den ich hatte sagte, das Pferd sei ihn zu gefährlich. Ich weiß halt nicht mehr was ich machen soll. Alleine kann ich ihn nicht mehr machen.

Kommentar von Isildur ,

Dann suche dir entweder einen Trainer, einen Berittstall oder gib das Pferd an kundige Hände ab

Antwort
von LuMo96, 87

Hi :)

Ich kenne mich mit dem Thema leider nicht so aus aber: was ist denn das für ein Trainer??
Such dir mal einen anderen Trainer, die sind ja eigentlich dafür gemacht...

Lg.

Kommentar von berdDbrot ,

Naja, es wurde danach ja sogar noch etwas schlimmer und ich habe jetzt leider auch nicht so das Geld 10 verscheide auszuprobieren.

Der Trainer wurde mir ja sogar empfohlen.

Kommentar von LuMo96 ,

Ich denke ein Trainer muss Wie ein Arzt / Therapeut zum Menschen passt auch zum Tier passen, wenn er die falsche Methode benutzt, bringt es nicht viel :)

Kommentar von ponyfliege ,

ein trainer muss in erster linie selber dazu bereit sein, sich auf die spezielle situation einzustellen. man kann nicht nach schema f vorgehen. auch übergrosse motivation kann ein pferd gefährlich machen.

man nennt solche pferde "charakterstark".

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