Frage von Perser1990, 92

Angst vor Vorstrafen, wie weiter verfahren?

Folgende Straftaten habe ich begangen. Tat Zeit Strafe LaDi 2010 10 Tagessätze Versuchte Nötigung 2014 40 Tagessätze KV 2016 steht noch aus, vllt auch eingestellt versuchter Betrog 2016 steht noch aus, vllt auch eingestellt

Habe ich noch Chancen, in den öffentlichen Dienst übernommen zu werden, oder eine normale Ausbildung anzufangen, oder ist alles vorbei? Mein Wunsch ist es, bei der Bundeswehr Beamter zu werden.

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Antwort
von user8787, 43

Du hast noch 2 laufende Verfahren und fängst jetzt erst an dir über deine berufl. Zukunf Gedanken zu machen...ok, besser spät als nie .

Ich denke für eine Beamten Laufbahn hast du dir den Weg bereits verbaut . Ich denke die Stolpersteine sind hier die Grundordnung und die "charakterliche Gesundheit" . 

Für Karrieren in anderen Jobs stehst du in der Verantwortung . 

Quelle Beruf

Grundsätzlich muss ein potentieller Bewerber nach dem Eignungsprinzip folgende Voraussetzungen erfüllen. Er muss

- deutscher Staatsbürger oder mit wenigen Ausnahmen Bürger eines EU-Mitgliedstaates sein.
- für die freiheitliche, demokratische Grundordnung, welche im Grundgesetz verankert ist, eintreten.
- körperliche, geistige aber auch charakterliche Gesundheit mitbringen. Diese wird vorausgesetzt, um uneingeschränkt dienstfähig zu sein. Bei schwerbehinderten Bewerbern wird in der Regel erwartet, dass eine Dienstunfähigkeit nicht innerhalb der nächsten 5 Jahre eintreten kann.
fähig sein, öffentliche Ämter zu bekleiden.

Die Beamtenlaufbahn unterteilt sich in vier verschiedene Bereiche und beginnt mit einem Vorbereitungsdienst. Die Zulassung zum Vorbereitungsdienst, welcher der praktischen und theoretischen Ausbildung dient und je nach Laufbahn sechs Monate bis drei Jahre dauert, ist abhängig von der Vorbildung des Bewerbers:

Einfacher Dienst - Grundvoraussetzung ist der Hauptschulabschluss.
Mittlerer Dienst - Mittlere Reife (Realschulabschluss) oder ein Hauptschulabschluss mit anschließendem Abschluss einer entsprechenden Berufsausbildung.
Gehobener Dienst - Fachhochschulreife oder Hochschulreife, in verschiedenen Bereichen auch ein abgeschlossenes Fachhochschulstudium.
Höherer Dienst - Abgeschlossenes Hochschulstudium.

Kommentar von Perser1990 ,

sagen wir mal, die beiden letzten werden eingestellt, was dann?

Kommentar von user8787 ,

Dann steht dir die demokratische Grundordnung noch im Wege....Beamte brauchen ne weiße Weste. 

Kommentar von Perser1990 ,

Okay, und achten die sehr stark darauf?

Kommentar von user8787 ,

Ja, man ist generell pingeliger geworden, such was die körperlich und seelische Gesundheit angeht.

Kommentar von Perser1990 ,

was soll ich jetzt machen?
Abwarten, vielleicht eine Ausbildung oder so und es später mal probieren?

Kommentar von turnmami ,

Ja, die achten sehr stark darauf. Du musst ein erweitertes polizeiliches Führungszeugnis vorlegen, ansonsten wird man nicht eingestellt!

Antwort
von turnmami, 26

Für eine Verbeamtung musst du ein erweitertes Führungszeugnis vorlegen. Somit ist deine Karriere als Beamter bereits für dich erledigt!

Antwort
von bronkhorst, 33

Aktive Kriminalitätserfahrung zählt im Staatsdienst nicht so zu den gefragten Qualifikationen. Und bei den vielen Arbeitgebern, die einen Auszug aus dem Führungszeugnis verlangen, auch nicht.

Wenn 1990 Dein Geburtsjahr ist, sind alle Deine erwähnten Straftaten auch weit außerhalb des Jugendstrafrechts begangen worden - da würde das schneller gelöscht werden.

Antwort
von skyfly71, 17

Leider sind die Ratgeber im Internet in einem solchen Fall immer sehr ungenau. Du hast längst Einträge im Führungszeugnis, da es 2 Verurteilungen sind. Und dann werden auch beide eingetragen, obwohl beide weniger als 90 Tagessätze betragen. Da für eine Anstellung im öffentlichen Dienst die Vorlage eines Führungszeugnisses zwingend erforderlich ist, hat sich eine Anstellung dort für Dich für die nächsten Jahre erledigt. Bundeswehr natürlich erst recht.

Kommentar von Perser1990 ,

und für wie lange? ich will ja erst mal für ein paar monate oder jahre nach afghanistan

Kommentar von Perser1990 ,

und warum Bundeswehr vorbei??

Kommentar von skyfly71 ,

3 Jahre ab dem Tag des Urteils. Alle Einträge werden gelöscht, wenn die neueste Sache zu löschen ist.

Da Soldaten Waffenträger sind, wird hierfür so ziemlich alles bemüht, wo man Verfehlungen eintragen kann. Und gelöschte Einträge im Führungszeugnis werden trotzdem noch laaange Zeit im Bundeszentralregister eingetragen.

Kommentar von Perser1990 ,

Ja also, ich will jetzt eine 3 jährige Ausbildung machen, und dann noch nach Afghanistan. Dann erst will ich Beamter werden. Die Frage ist, ob es dann noch geht^^ also in 5 Jahren

Kommentar von skyfly71 ,

Beamter ja, aber nicht bei der Bundeswehr. Da kommts raus, weil man dort Waffenträger ist.

Kommentar von turnmami ,

Beamter wird man aber nicht so einfach. Dazu muss man eine entspr. Ausbildung machen. Wenn du in 5 Jahren dich bewirbst, dann stehen deine Chancen genauso schlecht. Glaubst du im Ernst, du bewirbst dich in 5 Jahren einfach mal so und wirst dann in irgendeiner Behörde Beamter?? Dazu musst du erst einmal die Laufbahnprüfung gemacht haben, das Auswahlverfahren überstehen und dann die entspr. Ausbildung machen....Außerdem gibt es eine Altershöchstgrenze!

Antwort
von alfbm, 21

Du hast Angst vor Vorstrafen!

Deine Frage finde ich lächerlich, mehrere Vorstrafen erhalten und noch ein paar laufende Verfahren.

Google doch mal nach was Beamte sind und wessen Vertretung sie sind!

Dann kannst Du Dir Deine Frage selber beantworten.

Anhand Deines Nick-Namens liegt die Vermutung nahe, dass Du 1990 geboren bist. Da frage ich mich, wann Du Dich wie ein Erwachsener benehmen willst.

Du schreibst in einer Deiner Fragen: wir verabscheuen Rauchen, Trinken und Glücksspiel und so!

Aber ein Abo vor Gericht scheint legitim zu sein?

Sieh zu, dass Du Dein Leben auf die Reihe bekommst und nicht weiter straffällig wirst. Dann bekommst Du im Berufsleben sicher noch eine Chance.

Den Beamten kannst Du aus meiner Sicht abhaken und vergessen!  

Kommentar von Perser1990 ,

und für wie lange?
Ich meine, ich kann mich auch erst in 5 Jahren bewerben... für mich wäre es nichts schlimmes

Kommentar von alfbm ,

Ich kann es verstehen, dass noch 5 Jahre warten für Dich nichts schlimmes sind.

Aber es wäre schlimm, wenn Du noch Beamter werden könntest!

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