Angst vor Vergänglichkeit und Zukunftsängste?

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8 Antworten

Mit 21 in der Midlife-Crisis. :'D Ich glaube bis dahin dauert es noch ein bisschen!

Ich kann gut nachvollziehen was du meinst, weil ich ähnliche Gedanken vor ein paar Jahren hatte. Da wäre ich dann so mit 17 etwa in meiner Midlife-Crisis gewesen. xD

Also zur Sache an sich: Das mit deinem Bekannten tut mir Leid. Sowas schockiert, überrascht und lässt einen plötzlich viele Dinge anzweifeln. Mir ging es ähnlich wie dir als eine Klassenkameradin von mir bei einem Unfall gestorben ist. Ich kannte sie nicht gut, bin dementsprechend auch gut damit klargekommen. Klar war es nicht schön, aber gut, das Leben ist nicht immer fair.

Was mich damals in Zweifel gerissen hat war zu sehen, wie sich die Welt einfach weitergedreht hat. Im ersten Moment war alles schlimm, aber nach ein paar Tagen war alles wieder Alltag. Irgendwie ging es weiter, musste es ja auch, aber irgendwie war es auch schockierend. Sie war gestorben - und es änderte irgendwie doch nix. Irgendwie konnten doch alle noch lachen. Und irgendwie ging alles weiter.

Der Verstand sagt einem dass das ja auch der richtige Weg und die richtige Lösung ist, aber ich vermute, dass hier eine Angst hervorgerufen wird, die sich fragt: Wenn ich sterbe, geht dann auch alles so weiter? Muss ich etwas tun, weil ich sonst vergessen werde?

Diese Gedanken haben mich trotz einem stabilen Umfeld lange verfolgt weil ich immer und immer wieder überlegt habe und wissen wollte, ob das denn so sein kann, und ob alles wirklich so vergänglich ist und ob ich nicht irgendwas falsch gemacht habe, denn wenn man es hochrechnet, würde mein Tod wahrscheinlich auch nicht die Welt zum Stehen bringen.

Die traurige und zugleich schöne Wahrheit ist aber: Es wird immer weitergehen, egal ob wir da sind oder nicht. Wenn ein Mensch stirbt wird für sein Umfeld immer was zusammenbrechen, aber irgendwann stirbt auch dieses Umfeld und irgendwann ist keiner mehr da, der an irgendwen denkt. Wer denkt denn heute an seiner Urururgroßmutter und fragt sich: Hm, was war sie wohl für ein Mensch? Keiner. Und irgendwann ist man auch mal die Urururgroßmutter (oder Vater xD), an die nicht mehr gedacht wird.

Mein Tipp: Akzeptiere die Dinge, die du nicht ändern kannst. Der Tod kommt, die Vergänglichkeit kommt. Was du tun kannst, ist die Zeit bis dahin so zu verbringen, wie es für dich sinnvoll ist. Verbringe viel Zeit mit deinem Umfeld, mit den Dingen die du liebst, mit den Gedanken die dich antreiben. Lerne, lebe, genieße und gebe weiter. Das ist meiner Meinung nach das Beste, was du tun kannst. :)

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Grüß Dich Rip2lack!

Ja, hinterlegen, das klingt gut. Vielleicht meinst Du eher hinterlassen? Man nennt das auch verewigen, damit andere davon profitieren können, wenn man selbst nicht mehr ist.

Es würde schon reichen, ein Leben so zu führen, das es als Vorbild für andere dienen könnte. Das ist schwer genug. Dazu muss man nicht unbedingt berühmt werden. Aber es war dann wenigstens eine Aufgabe, mit der man selbst zufrieden ist und somit ein selbstgestecktes Lebensziel erreicht hat, sofern es dem Erhalt der geistigen und köperlichen Freiheit und der Liebe dient.

Manchmal muss sich das in schweren Zeiten bewähren und man gerät in eine Situation, durch die man berühmt wird und in die Geschichte eingeht. Das wird aber nur wenigen zuteil und ist auch irgendwie Zufall.

Manchmal hinterlassen ja auch Künstler Werke , die andere in besonderer Weise berühren z.B. in der Musik, in der Malerei, Schriftstellerei, Philosophie, Wissenschaft,Tanz, Gesang, Schauspiel, Bildhauerei, Fotografie und vieles mehr. Und wenn es auch nicht die höheren Weihen sind, so kann doch etwas davon im privatem Bereich sehr viel Wert sein, besonders wenn man es den Kindern oder anderen Menschen weitergeben kann.

In jedem Menschen steckt diese Kreativität, die nur darauf wartet geweckt zu werden. Sie ist etwas göttliches.

Es steckt auch in Dir! Wenn Du in Dir danach suchst, wie es sich ausdrücken könnte, dann weißt Du, wie Du die Kreativität in Dir zum Ausdruck bringen kannst.

Herzlichen Gruß

Rüdiger

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Also, ich glaube ich stecke mit 21 Jahren in einer Art Midlife Crisis.

Du kannst mit einem Menschen darüber reden. Es gibt im Internet und über das Telefon kostenlose Seelsorge.

Angst vor dem Tod habe ich eigentlich überhaupt nicht, also vor dem
"nicht mehr da sein". Ich bin eigentlich sogar froh, das all der kram im
Leben irgendwann nichts mehr wert ist.

Ich glaube an ein Leben nach dem Tod. Auch glaube ich, dass nicht alles egal ist, was wir auf der Erde machen.

Wenn Du einiges wissen möchtest, was mich überzeugt, dass es Gott und
ein Leben nach dem Tod gibt, dann kannst Du mich z.b. fragen oder auf
mein Profil gehen.

Alles Gute

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Hey Hallo :)

Ich glaube große Sorgen musst du Dir nicht machen. Sich Gedanken zu machen ist immer ein Anfang. Du hast Dein Leben noch vor Dir. Egal ob mit oder ohne viele Freunde. Mancheiner benötigt nur einen guten Freund, andere umgeben sich mit hunderten "Freunden". Jeder so wie er glücklich ist und damit leben kann. Ich denke wenn es Menschen da draussen gibt und die gibt es garantiert, mit denen du freundschaften eingehen möchtest dann werdet ihr euch auch begegnen. Das muss nicht heute oder morgen sein...

Ich empfinde es so... solange es im Leben keinen Stillstand gibt, ist alles ok. Sich Gedanken machen, so wie du es machst, ist doch ein Schritt in eine Richtung. Und oftmals ist nicht das Ziel entscheidend, sondern der Weg. Selbst wenn man mal falsch abgebogen ist heißt das nicht das man nicht wieder zurückfinden kann.

Zu Deinem Bekannten möchte ich noch sagen, niemand kann den Menschen in den Kopf gucken. Man kann nicht in die Seele blicken. Es ist schade um jeden Menschen der sein Leben selber beendet.

LG und ich hoffe ich konnte Dir etwas helfen :)

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Die gute Nachricht vorweg. Nicht nur die schönen Dinge im Leben unterliegen der Vergänglichkeit sondern auch die unschönen. - Ängste z.B..

Wenn Du keine Angst vor dem Tod hast, Dich mit Vergänglichkeit, der Unzulänglichkeit des Lebens und der Nicht-Auffindbarkeit eines Beweises deiner Existenz beschäftigst, dann solltest Du Dich mit dem Theravada-Buddhismus auseinandersetzen. Da gibt es möglicherweise viel für Dich zu entdecken.

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Solche Gedanken sind nach so einem Schockerlebnis ziemlich normal. Man denkt über sich und das eigene Leben nach, was man falsch bzw besser machen könnte etc. Es werden noch öfter Dinge passieren durch die man nachdenkt bzw die zum umdenken führen, ob positiv oder negativ.  

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Ich kann Deine Angaben verstehen, und war in Deinem Alter genauso. Vielleicht eine Form der verspäteten Pubertät oder des späteren Erwachsen Werdens.

Das ist für  mich kein Grund zur Beunruhigung.

Ich bin erst mit 24 erwachsen geworden, und habe es erst später erkennen können. Es hat mir nicht geschadet.

Du hast noch soviele Jahre vor Dir, die Du genießen und nutzen kannst.

Versuche, wenn möglich, außer bei Deinen Eltern, auch Anschluss zu finden bei Gleichaltrigen: Sportverein, DLRG, Karnevals- oder Dorfvereine, je nachdem, was bei Dir angeboten wird.

Ich kam einsam nach Berlin, vor vielen Jahren, und habe, neben meinem Studium, die Chancen genutzt, mit anderen zusammen zu sein. Das hat mir geholfen, weil ich immer neue Bekannte und dann Freunde gefunden hab, einfach durch das dabei-sein und durch meine Teilnahme.

Nimmm Dein Herz in die Hand, sei mutig und unternimm etwas, um Deine sozialen Kontakte aufzupeppen.

Richte Dich dabei nach Deinen Hobbies und Interessen.

Und unternimm etwas in diese Richtung, Abbrechen geht immer, Ausprobieren am besten in Deinem jetzigen Alter.

Grübeln: abschalten (dafür hast Du einen Schalter im Kopf: Grübeln - aus -) und lenke Dich mit etwas ab, was Dir Freude und Spaß macht.

Grübeln = Unsinn.

Viel Erfolg!

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Eine andere Perspektive gibt es für jede Situation immer!

Wenn der Tod kommt, fragt er nicht nach unserer Erlaubnis, er kommt und holt uns, er löscht uns auf der Stelle aus. 

Können Sie auf gleiche Weise Hass, Neid, Besitzerstolz, Glaubensbindungen, Ansichten, Ideen oder eine besondere Denkweise vollständig ablegen? 

Können Sie all das augenblicklich fallen lassen? Da gibt es kein „Wie kann ich es loslassen,“ weil dies nur eine andere Form des Weiterbestehens sein würde. 

Um Ansichten, Glauben, Bindungen, Gier und Neid abzulegen, bedarf es des Sterbens, jeden Tag und in jedem einzelnen Moment. 

Wenn jeglicher Ehrgeiz von Moment zu Moment fallen gelassen wird, dann werden Sie den außerordentlichen Zustand erleben, nichts zu sein, 

Sie kommen an den Abgrund einer kontinuierlichen Bewegung und stürzen ins Bodenlose — und das ist der Tod.

Ich möchte alles über den Tod wissen, weil der Tod möglicherweise wirklich ist, vielleicht ist er das, was wir Gott nennen, dieses außergewöhnliche Etwas, das lebt und sich bewegt, aber weder einen Anfang noch ein Ende hat.

Verstehen Sie, was ich meine?

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