Ist Supervision nur ein verlängerter Arm des Chefs eines Unternehmens? Fühlen sich deshalb viele Menschen dabei unwohl?

Jeder, der beobachtet wird, fühlt sich irgendwie unwohl - man könnte ja Fehler machen...

Am besten gut arbeiten und sich über das Thema unterhalten, Feedback erbitten, dann wird man sicherer und das kommt meist ganz gut rüber. Betrachte es als Coaching, als Gelegenheit zur persönlichen Entwicklung. Nicht unsicher erscheinen, aber Hinweise annehmen.

Nein denke ein guter Visor ist nicht der verlängerte Arm des Chefs. Im gegenteil, normalerweise gilt alles was in der Gruppe besprochen wird bleibt auch in der Gruppe. Angst haben, denke ich viel vor der Supervision, weil dort auch immer etwas von ihrer eigenen Persönlichkeit hervorgebracht werden kann. Manchmal sogar Dinge die man selber nicht mag.
mia68 am 4. März 2008 20:02 DH! "Dinge, die man an sich selbst nicht mag..." Genau, und daher scheuen sich auch so viele davor hinzusehen und hinzuhören. Weil der Blick auf einen selbst nicht immer gefällt. Aber wie gesagt: Wer es als Chance sieht, sich zu entwickeln, für den kann Supervision was richtig Gutes sein!
Wolpertinger am 4. März 2008 20:08 Ja genau und das ist auch der Grund von vielen Streitigkeiten, die eigene Schwäche nicht sehen wollen und diese auf das Gegenüber zu projektieren und das Gegenüber kann man dann vernichten.
DH.
Es kommt immer auf die Betrachtungsweise an... "Supervision" heißt zunächst ja mal schlicht: "Kontrolle, Beobachtung". In meinen Augen bietet Supervision innerhalb eines Unternehmens aber durchaus die Möglichkeit, sich selbst (und das ist der entscheidende Punkt!) "zu beobachten", d.h. aus einer anderen Perspektive zu sehen. Wenn ein guter Supervisor vor Ort ist und das Ganze anleitet, ist es also durchaus eine Möglichkeit, zu einem besseren Miteinander innerhalb des Teams zu kommen... Tschuldige, das sollte eigentlich kein Kommentar werden, sondern eine eigenständige Antwort. Das hab´ich gerade im Eifer verbaselt...>schäm<