Angst vor Reaktion-?

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5 Antworten

Ich denke, dass es in deiner Situation wirklich eine gute Idee ist, eine Therapie zu machen. Außerdem finde ich es schon sehr mutig von dir, dir überhaupt einzugestehen, dass dieser Schritt sinnvoll wäre :)

Dass die Umsetzung jetzt schwierig ist, kann ich nachvollziehen. Letztendlich musste du dich einfach dazu durchringen, es tatsächlich zu machen - das kann dir wohl niemand abnehmen. Aber ich würde dir gerne etwas über meine Mutter erzählen, das dir vielleicht Mut machen könnte.

Meine Mutter hatte schon immer ein seltsames Verhältnis zu psychischen Problemen. Wenn ich mit ihr über so ein Thema geredet habe, sagte sie immer so etwas wie: "Psychische Probleme sind nur psychisch, also nur im Kopf. Die Leute bilden sich einfach ein, Probleme zu haben. Wenn sie beschließen würden, anders zu denken, hätten sie auch keine Probleme mehr. Eigentlich gibt es nämlich keine ernsthaften psychischen Krankheiten, die man nicht sofort selbst heilen könnte."

Dass das ziemlicher Unsinn ist, war mir schon damals klar. Viel später habe ich allerdings erfahren, dass auch sie selbst ihre eigenen Worte für Unsinn gehalten hat.

Depressionen liegen bei uns in der Familie. Mein Urgroßvater hat sich erhängt. Mein Großvater hat ihn gefunden und ist nie wirklich darüber hinweg gekommen. Nun dachte sich meine Mutter also, wenn sie mich davon überzeugen könnte, dass es keine psychischen Krankheiten gibt, könnte ich auch keine bekommen und wäre somit vor den Depressionen geschützt.

Das war zwar nicht sinnvoll (und hat auch nicht funktioniert, aber das ist eine andere Geschichte), aber sie hatte ihre Gründe, von denen ich vorher nichts geahnt hätte.

Was ich damit sagen möchte: Wenn deine Mutter und deine Mitschüler jetzt irgendwelche Bemerkungen machen, muss das nicht heißen, dass sie auch wirklich so denken. Viele Menschen ändern ihre Meinungen plötzlich, wenn sie jemanden kennenlernen, der selbst von solchen Dingen betroffen ist, oder haben ihre ganz eigenen Gründe, seltsame Sachen zu sagen.

Ich wünsche dir jedenfalls genug Mut und Kraft, um dein Vorhaben wirklich umzusetzen, und eine erfolgreiche Therapie :)

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Vor den Reaktionen deiner Eltern würde ich mir keine Gedanken machen. Sie haben zwar vielleicht mal Witze oder so drüber gemacht (was an sich schon nicht ganz richtig ist), aber sobald sie von einer vertrauenswürdigen Person, die sich auskennt, von deinen Gedanken etc. erfahren, werden sie es garantiert ernst nehmen, denn das ist einfach ein ernstzunehmendes Problem und wenn das eigene Kind betroffen ist, ist einem das nicht egal und man macht sich auch nicht lustig.

Wenn du Angst vor Reaktionen von Mitschülern hast - sag es ihnen nicht. Man kann plausible Erklärungen für Fehlzeiten finden, auch wenn diese regelmäßig vorkommen. Ich meine, wie soll man das auch erzählen? Es kommt sicher nicht gut, wenn man es an die große Glocke hängt  ("Leute, hört alle her, ich habe Depressionen und Suizidgedanken und... etc."), dann wird man sicher erst recht nicht ernst genommen, sondern die anderen denken, man sucht Aufmerksamkeit. Den Leuten, denen du vertraust, kannst du es ja erzählen, wenn sie nachfragen. Aber ohne Nachfrage würde ich es nicht rumerzählen, das muss ja auch nicht jeder wissen. Die Witze.. japp, das ist sche**ße, aber da muss man durch. Viele Leute haben einfach keine Ahnung von psychischen Erkrankungen. Meine eigene SCHWESTER hat sich sogar mal tierisch über Suizid und diese "dummen Leute" lustiggemacht, und das, während ich neben ihr stand. Und das, obwohl sie weiß, dass ich deswegen mal auf geschlossener Station war. Solche Leute wird es immer geben.

Das wichtigste ist aber, dass du in Therapie gehst, egal, welche sonstigen Befürchtungen du hast! DU bist das Wichtigste in deinem Leben!

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Eine Therapie würde dir sicher helfen.Mach dir wegen der Reaktion deiner Eltern keinen Kopf!Sie weden vll überrumpelt sein, aber wollen doch bestimmt auch nur das es dir gut geht. Also ich war in der Klinik und mir persönlich hat es nicht sehr geholfen. Vielleicht ist es bei dir anders und die Struktur und Ablenkung tun dir gut. Hast aufjedenfall ne betreuerin zum reden und bestimmte Gruppenveranstaltungen,.. die Jugendlichen in der Klinik waren nett.Hatte Schlafstörungen und eine Art Depression und musste Medikamente nehmen(weiterer negativer Punkt).Nun also der Schulleiter wird wohl eingeweiht und (ausser man erfindet was, kommt natürlich auf den Zeitraum an in dem du fehlst) Ich wiederhole im Moment wurde aber von meiner alten Klasse nett empfangen und dann wars eig.wie sonst auch. Viele wollten wissen wo ich war u.s.w..Später wollen Ärzte und ..deine Unterlagen würde sie aber nicht rausrücken bis man mich zwingtDas sollte aber nicht im Vordergrund stehen.Ich hoffe ich konnte dir etwas helfen und wünsche dir alles Gute :)


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Warum gehst Du nicht in einer Schulpause, vor der ersten Stunde, nach der letzten oder in einer Freistunde (sofern vorhanden)?

Du könntest immer behaupten, dass Du einer Mitschülerin hast helfen müssen, deren Namen Du nicht preisgeben wirst, weil ihr das sicherlich unangenehm wäre. Das hat jeder zu akzeptieren.

So gesehen und mit dieser "Ausrede" könntest Du zu jeder Zeit mal kurz fehlen.


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Kommentar von Piratin2000
04.04.2016, 18:38

Ersteres geht nicht, hab immer Unterricht wenn die Sozialarbeiterin da ist und in den Pausen dürfen wir da nicht hoch... So gallig darauf dem Lehrer der Aufsicht hat das zu erklären bin ich nicht... Aber danke

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Ich würde offen damit umgehen denn am Ende hat keine Seite was davon wenn du dir selbst etwas antust.
Die Zeiten gehen aber wieder vorbei, also bleib Stark;)

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