Angst vor Psychosen und Früherkennung?

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9 Antworten

Auf der einen Seite kann es sein, dass du einfach an dem "Google-Symptom" leidest. Gibt es halt häufig, dass man Symtome googelt und dann dort steht es kann Krebs oder sonst was sein. Dann bekommt man natürlich Angst. Umgekehrt gibt es das natürlich auch: man googelt Krebs und entdeckt plötzlich, dass man Symptome hat die für diese Krankheit sprechen. (ist natürlich jetzt nur ein sehr primitives Beispiel) Deshalb vorab: mach dir bitte erst mal meine Sorgen. Oft entsteht bei sowas viel Wirbel um nichts. 

Allerdings und ich hoffe das nimmst du jetzt dir nicht zu sehr zu Herzen, denke ich, dass diese Beschäftigung mit deiner Psyche schon ein Indiz dafür ist, dass du eine vermutlich kleinere psychische Erkrankung hast. Ich möchte betonen ich bin auch nur jemand der sich mit der menschlichen Psyche auf Leien Basis, aber dafür umfangreich beschäftigt hat. Ich habe allerdings gemerkt, dass Menschen mit Interesse an Psychologie oftmals selber Erkrankungen in diesem Bereich haben. Ist natürlich, dass man sich damit auseinander setzt wenn man betroffen und das kann auch bevor man davon weiß unterbewusst geschehen. Deine Schilderungen deuten (denke ich - als Leien) auf eine Angststörung hin. Du sagst ja in deinem Beitrag oft du hättest Angst davor eine Psychose zu haben etc. ich finde das deutet etwas darauf hin. In welcher Form kann ich dir so nicht sagen. Wenn du dir unsicher bist suche deinen Arzt auf und lass dich zu einem Psychiater/Psychotherapeuten oder Psychologen überweisen. Der kann dir dann wirklich professionellen Ratschlag dazu erteilen und dich aufklären. 

Wichtig ist mir allerdings noch dir zu sagen: Psychische Krankheiten sind nichts wovor man Angst haben muss oder wo man sich schämen muss. Ich selber habe Depressionen und vermutlich noch etwas anderes (konnte man alles nie richtig diagnostizieren, ist halt schwer bei psychischen Erkrankungen) aber ich bin ein Mensch wie jeder andere. Ich mag zwar meine Probleme haben, aber glaub mir jeder Mensch hat sein Päckchen zu tragen. Viele leiden auch an solchen Erkrankungen und es wurde nie festgestellt...was auch nicht unbedingt schlimm ist; es kann auch besser sein.

Nunja mach dir auf jeden Fall nicht so einen großen Kopf darum. Normal ist sowieso niemand :)

MfG JBlacky 

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Kommentar von Mimi33394
15.09.2016, 07:32

Sehr gute Antwort. Allerdings gehört zu einer Angststörung noch einiges mehr. Das was du als Google-Symptom bezeichnest, nennt man in der Fachsprache übrigens eine dich selbst erfüllende Prophezeiung.

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Kommentar von BellAnna89
15.09.2016, 12:05

«Viele leiden auch an solchen Erkrankungen und es wurde nie festgestellt...was auch nicht unbedingt schlimm ist; es kann auch besser sein.» 

Ich ging mit meiner eigenen Vermutung auf Schizophrenie in die Klinik, es wäre denkbar gewesen, da mein Vater sich für einen Propheten hält. Mir wurde eine schizoaffektive Störung diagnostiziert, dabei hatte ich mein Burn Out nicht ernst genommen und in Folge dessen einen schweren Nervenzusammenbruch erlitten. Schizophrenie zeichnet sich insbesondere dadurch aus, dass Erkrankte die Krankheit nicht anerkennen, also wäre das ein deutliches Gegenanzeichen gewesen. Leider will kein Therapeut mich aufnehmen um meine Kindheit aufzuarbeiten, weil ich ja laut Diagnose Medikamente nehmen müsste. Und eine neue Diagnose stellen zu lassen, wäre ein Prozess, den ich nicht durchhalten kann (weshalb ich ja Therapie brauche). Also bin ich noch immer auf der Suche nach einer Lösung.

Keine Diagnose wäre in meinem Fall definitiv besser gewesen.

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Ich könnte dich jetzt volllabern, doch ich mache es kurz:

  • Wer eine Psychose hat, hat keine Angst davor. Er realisiert nicht, dass er krank ist. Er empfindet seinen Zustand als "normal". Eine Psychose zeichnet sich dadurch aus, dass der Patient nicht mehr zwischen Realität und Fiktion unterscheiden kann.
  • Die Angst vor Psychosen sind oft mit einer Angststörung verbunden bzw. ist die Angst vor einer Psychose ein klassisches Symptom einer Angststörungen. Lasse dich von einer Fachperson (Psychiater/Psychologe) untersuchen.
  • Aufgrund der Angst vor einer Psychose ist noch niemand psychotisch geworden.
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Kommentar von BellAnna89
15.09.2016, 12:08

«Eine Psychose zeichnet sich dadurch aus, dass der Patient nicht mehr zwischen Realität und Fiktion unterscheiden kann.»

Exakt

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Kommentar von Tamtamy
15.09.2016, 22:08

"Wer eine Psychose hat, hat keine Angst davor. " - Diese Aussage ist so, wie sie da steht, fachlich schlicht  falsch und irreführend. Und ich weiß aufgrund meiner Ausbildung und Berufserfahrung wovon ich rede. - Es gibt im akuten psychotischen Geschehen natürlich ein Fehlen der Krankheitseinsicht; zugleich können aber massive Angstzustände erlebt werden. Außerhalb dieser akuten Phasen gibt es sehr wohl bei vielen Erkrankten eine Distanzierung von den Wahninhalten und ein Wissen darum, dass sie psychisch und mental verletzlicher sind, und in gewissen Sinne nicht 'normal'.

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Du scheinst einen Hang zur Angstneurose zu haben, was aber keine Psychose ist. Es ist völlig ok sich mit den Themen zu befassen, wichtig ist, dass du zu unterscheiden weißt. Wende dich ruhig mal an den Hausarzt oder auch einen Neurologen, denn "normal" ist dein Verhalten nicht, aber auch nicht schwer ungewöhnlich, die meisten Menschen sind in irgendeiner Form neurotisch. 

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ok, hör zu. jeder mensch ist auf seine art und weise nicht "normal". jeder hat gewisse eigenarten, die vielleicht nicht natürlich sind, aber die man dennoch hat. nur weil sich eine gewisse sache bei dir vielleicht von anderen abhebt, heißt das nicht, dass du eine psychose hast oder anderweitig "krank". solange du in deinem normalen alltag nicht eingeschränkt bist, ist alles in ordnung.

und deine gedanken sind normal, jeder steigert sich mal in irgendwas rein. außerdem, definiere bitte mal, was normal ist? :-) 

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du hast wohl einfach kein Selbstvertrauen, weshalb du an deiner eigenen Psyche zweifelst, was noch verschlimmert wird wenn du dich ausgiebig mit einem Thema beschäftigst was sowas beinhaltet, ich würde dir raten das runterzuschreiben und zu balancieren, ab und zu mal damit beschäftigen und nicht jeden Gedanken gleich werten, da du empfindlich bist weil du alles assoziierst entstehen Gedanken die genau in das Bild einer Psychose passen, heißt aber nicht dass du an einer leidest oder eine erahnst, Sport & Ablenkung und das sollte sich einränken!

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Hallo Gnznormalerdude,

ich kann Dir nur davon abraten, Dich weiter mit dem Thema zu beschäftigen. Eine Studie hat ergeben, dass z. B. Medizinstudenten immer meinen, gerade genau die Krankheit zu entwickeln, die sie erlernen.

Die Gedanken haben eine sehr große Kraft und dass, was man denkt, kann Realität werden. Also sollte man solche Gedanken 'verbannen'.

Wenn Du wirklich wissen möchtest, ob Du eine Veranlagung zu einer Psychose hast, lasse Dich bitte von einem Profi, wie z. B. einem Psychiater oder Psychotherapeuten daraufhin untersuchen.

LG

Buddhishi

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Klingt deutlich mehr nach ner Angststörung als nach Psychose.

Diese kann alle möglichen Symptome auslösen, vor allem körperlich Stress jeder Art und psychisch ebenso Stressreaktionen.

Dass man unter solchen Umständen dann Symptome beobachtet, die auch bei einer Psychose - ebenso aber bei Stressreaktionen, Traumatisierung etc - auftreten können, ist völlig normal.

Körper und Seele sind überreizt und hypersensitiv auf jede Veränderung dahin gehend.

Was hilft? Alles tun um den Stresspegel zu senken. Stressoren ausschalten (auch das intensiv damit beschäftigen), Ruhe bewahren, ausreichend Schlaf, Essen, Trinken, Bewegung, wenig Bildschirm, viel raus gehen in die Natur und alle Sinne benutzen.

Dazu kannst du zum Haus- oder Facharzt gehen und das checken lassen, aber wie du ja selbst eigentlich weißt, ist das eigentlich unnötig.

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Hallo, gnznormalerdude!

Ich möchte auf den einen Satz von dir eingehen:
"Dann denke ich wieder ich bin nicht normal weil wer frägt sich schon
ob er eine Psychose hat oder nicht und das macht mir dann noch mehr
Angst."

Nach meiner Lebens- und einschlägigen Berufserfahrung fragen sich das wirklich VIELE Menschen, insbesondere im Alter zwischen 15 und 30, und sind entsprechend verunsichert.

Ich finde es gut, dass du den Schritt gemacht hast, aus deiner isolierten Situation ("Kopfkino") herauszugehen und du dich traust, das nach außen mitzuteilen. Es ist nämlich in der Regel verdammt schwierig, die Frage ALLEINE zu lösen.

Eine Möglichkeit, die dir ja schon geraten wurde, halte ich auch für sinnvoll: Wenn du einen (Haus-)Arzt hast, der dir einigermaßen sympathisch ist, dann teile ihm deine Befürchtung mit. Du kannst natürlich auch einen Termin bei jedem in Frage kommenden Facharzt (Psychiatrie, Psychotherapie) vereinbaren. Auch eine (Lebens-)Beratungsstelle kann ein Anlaufspunkt sein.

Wichtig ist meiner Meinung nach, dass du in einem GESPRÄCH (!) mit jemanden, der fachliche Kompetenz hat,  deine Situation erzählst.

Gute Wünsche für dich!



   



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Googlesyndrom ist eine gute Bezeichnung. Und Pubertät.

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