Frage von Alisonn1997, 57

Angst vor neuem/ vorm leben?

Ich habe im Laufe der Jahre gemerkt das ich Angst habe Entscheidungen zu treffen und vor neuen Dingen, jemand meinte mal zu mir ich hätte Angst vorm leben wie kann ich das versuchen zu überwinden und kann man wirklich Angst vorm leben haben ?

Antwort
von onyva, 7

Ja, man kann Angst vor Entscheidungen und vor dem Leben haben. 

Ein großer Fehler, den sehr viele Menschen mit Ängsten machen, ist, dass sie versuchen “gegen” ihre Ängste zu arbeiten. Dieser Versuch ist menschlich  - nur leider erreicht man damit genau das Gegenteil.

Ich empfinde Bücher bei so etwas sehr hilfreich z.B. von Doris Wolf: Ängste verstehen und überwinden

Antwort
von Chaoist, 19

Achte mal darauf wie oft am Tag du dich für irgendetwas entscheidest. Auch wenn die Entscheidung noch so belanglos erscheint. Sehr oft fällt die Entscheidung gar nicht als solche auf.

Nimm irgendetwas was du heute schon getan hast. Z.B.: Frühstück
Hast du dir Kaffee gemacht, Tee oder etwas anderes getrunken? Was hättest du statt dessen alles machen können? Du hast dich für etwas entschieden.

Diese Kleinigkeiten halte schriftlich fest. Leg dir eine Tabelle an. Ziel der Übung ist

  1. Bewusst zu werden, dass du dich ständig für oder gegen etwas entscheidest.
  2. Zu betrachten, welcher Art die Entscheidungen sind.
  3. Die nächste Steigerungsstufe zu finden, die du schaffen kannst. Du könntest z.B. eine Entscheidung finden, die du täglich und immer gleich triffst ( eine Gewohnheit ), die aber eigentlich gar nicht so gut ist. Wenn du das nächste mal vor dieser Entscheidung stehst, entscheidest du dich einfach mal anders.
Antwort
von Midnight1999, 13

Das iat normal. Der Mensch ist eben ein Gewohnheitstier. Neue Entscheidungen (damit meine ich jetzt nicht solche Sachen wie "Was trink ich denn jetzt?", sondern sowas wie "Hm. Will ich wieder als Architekt arbeiten oder probier ich mal Tierpfleger aus?") entsprechen nicht unseren Gewohnheiten. Bei Entscheidungen wie "Sag ich ihm/ihr jetzt die Meinung oder nicht?" ist die Angst, die Person zu verletzen oder gar die Freundschaft/Beziehung kaputtzumachen das Problem.

Antwort
von Vienna1000, 14

Ja, dass gibts alles und noch nicht mal selten, dass sind aber ( leider ) i. d. R. keine "allgemein gängigen Krankheitsmuster" wie Depressionen / Borderline oder ähnliches, die in "aller Munde sind".. Das definiert sich offiziell als "Cluster C Erkrankung". Grob ( aber ganz grob ) gesagt, sind das Menschen die sich selbst im Weg stehen. Evtl. findest du damit ( Tante Google ) irgendwas hilfreiches, was ich eher nicht glaube, weil das zumeist nur Fachblabla ist. Ansonsten wäre hier ein geschulter und diesbezüglich erfahrener Psychologe zu empfehlen, die allerdings schwer zu finden sind. Mit diesem Begriff würde ich mich an deiner Stelle an das nächste Gesundheitsamt, die Krankenkasse.. wenden und nachfragen, wer in deiner Gegend sowas behandelt. Evtl. auch naja.. Vielleicht auch aneine Psychosomatische Klinik wenden. Die sind wohl direkt nicht zuständig.. Aber vielleicht können die mit Infos weiterhelfen.  https://sundoc.bibliothek.uni-halle.de/diss-online/08/08H078/t3.pdf

Kommentar von Vienna1000 ,

Mit Behandlung war jetzt nichts medikamentöses gemeint, da gehts um Verhaltenspsychologie.

Antwort
von Netie, 5

Indem du die Angst als ein Bestandteil von dir akzeptierst.

Vielleicht hilft es dir zu sagen, ich und meine Angst erledigen jetzt den Auftrag.

Oder meine Angst und ich gehen jetzt xy besuchen.

Betrachte sie nicht als einen Fremdkörper, sondern als ein zu dir gehörenden Bestandteil.

Antwort
von keleseid, 14

Man muss immer probieren seine "Comfort Zone" zu verlassen. Dann wächst man und wird zu einem besseren Ich. Nichts ist schlimmer als irgendwo hängen bleiben.

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