Frage von Lacky855, 52

Angst vor meiner Op was dagegen tun?

Hey, Ich werde am Montag am Arm Operriert. Ich habe irgendwie totale Panik vor der Op. Ist jemand von euch schon mal Operiert wurden und wie läuft das alles ab mit der Narkose und so? Danke für eure Antworten

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von sabbsi, 21

Hey, was wird denn operiert?

Du musst keine Angst haben, du darfst aber. Das ist völlig normal, dass man vor einer OP großen Respekt und auch Angst hat.

Ich bin selber schon fünf mal operiert worden und arbeite jetzt als OP-Schwester.

Du müsstest ja eigentlich schon über alles aufgeklärt worden sein, was an der OP gemacht wird. Auch eine Narkoseaufklärung müsstest du gehabt haben. Am Arm kann man ja in Regionalanästhesie und in Vollnarkose operiert werden.

Am Montag, wenn du ins Krankenhaus kommst, worst du auf einer Station von einer Schwester oder einem Pfleger für die OP vorbereitet, das heißt, dass das OP-Gebiet, also dein Arm, rasiert wird. Du musst dich ausziehen, bekommst eine Einmalunterhose und ein OP-Hemd zum Anziehen.

Wenn du in den OP kommst, kommst du in die sogenannte Patientenschleuse. Bei einer mechanischen Schleuse wird ein warmes Brett unter dich gefahren, dass dich dann auf dem OP-Tisch ablegt. In manchen OPs muss man selber auf den OP-Tisch klettern, wenn es so eine mechanische Schleuse nicht gibt. Dann wirst du gut zugedeckt, je nach Krankenhaus musst du das OP-Hemd wieder ausziehen und du bekommst eine Haube aufgesetzt. Dann kommst du in den Vorbereitungsraum des OPs.

Hier bekommst du, falls das auf Station noch nicht passiert bist, einen venösen Zugang, wo man dir dann Spritzen und eine I fusion geben kann. In der Infusion, die rangehängt wird, ist nur eine Kochsalzlösung, keine Medikamente, die kommen erst später. Wenn man eine Regionalanästhesie macht, wird das auch in diesem Vorraum gemacht. Das hat dir ja ein Anästhesist erklärt, wie das geht, falls es gemacht wird.

Es gibt Krankenhäuser, da bekommt man die Narkose schon in diesem Vorraum, und es gibt Krankenhäuser, da wird man erst in den OP-Saal gebracht und bekommt dann die Narkose. Wie auch immer es dort gemacht wird, du bekommst auf jeden Fall noch Kleber auf die Brust geklebt, an die noch Kabel hingemacht werden. Das ist das EKG, damit wird dein Herzschlag gemessen. An den Finger oder an das Ohr bekommst du einen Clip, damit wird gemessen, wie viel Sauerstoff in deinem Blut ist. Und an den Oberarm kommt noch eine Blutdruckmanschette.

Wenn es dann so weit ist, wird dir eine Maske vor das Gesicht gehalten. Da kommt dann Sauerstoff raus. Die Anästhesieschwester fängt dann an, dir Medikamente zu spritzen und bevor du das richtig realisiert hast, schläfst du auch schon.

Du wirst nach der OP kurz im OP-Saal aufwachen, daran wirst du dich aber nicht erinnern können. Nach der OP kommst du wieder in dein Bett und dann in den Aufwachraum, wo du noch ausschlafen darfst.

Wenn du nur eine Regionalanästhesie hattest und keine Vollnarkose, dann darfst du nach der OP schon wieder auf das Stationszimmer.

Und ganz wichtig, wenn du Angst hast: sag das bitte jedem! Du musst dich nicht schämen, ich hab schon viele Erwachsene im OP gesehen, die solche Angst hatten, dass sie geweint haben. Sag jedem, dass du Angst hast! Das ist ganz wichtig, dann kümmert man sich auch ganz arg um dich. Du darfst dich auch nicht wundern, warum dich so viele Leute vielleicht dasselbe fragen, das müssen die, damit sie sicher sein können, dass der richtige Patient da ist. Du wirst auch von jedem zu hören bekommen, dass du keine Angst haben musst, aber das ist völlig normal und völlig ok.

Und wenn du noch irgendwas wissen willst, weil du was nicht verstehst oder so, dann kannst du jeder Zeit jeden, der da mit dir zu tun hat, noch mal fragen. Je mehr du über die OP weißt, desto besser ist dein Gefühl dabei!

Ich wünsch dir alles Gute! Und wenn du noch was wissen willst, dann melde dich einfach!

Kommentar von Lacky855 ,

Vielen Dank für deine ausführliche Antwort☺

Antwort
von Negreira, 14

Ich habe schon etliche OPs hinter mir und bin ansonsten medizinisch vorbelastet. Das sind die schlimmsten Patienten.

Du brauchst wirklich keine Angst zu haben. Sabbsi hat Dir ja schon alles erklärt, so daß Du bestens im Bilde bist. Denk während des Pieks an etwas besonders Schones, ich stelle mir immer meinen Lieblingsort in Spanien oder etwas mit Palmen vor, dann bist Du etwas abgelenkt und schläfst schon, bevor Du Dir noch weitere Gedanken machen kannst. Wenn Du aufwachst, ist alles vorbei. Viel Glück und gute Besserung!

Antwort
von Schwoaze, 22

Ich hatte bis jetzt erst eine kleine Operation (Meniskus). Ich dachte zuerst, das könnte mit einer lokalen Betäubung erledigt werden. Das ging dann doch nicht. ... ich hatte ja wirklich keine Ahnung von irgendwas!

Aber es war alles so angenehm und überhaupt nicht furchteinflößend, dass ich wirklich ruhigen Gewissens sagen kann: Du brauchst keine Angst haben. Die wissen schon, was sie tun, es wird alles gut.

Antwort
von free12345, 28

da kommt der Onkel Doc.(schwester /assistentin ) mit ner großen nadel und dann pixs und dann zählste bis 10 und nach 3 biste weg und wachst gechillt wieder in deinem Raum auf ;) gaaaaanz easy kein stress (freund von mir wie die nadel immer näher kam " fck fck fck fck O.Ofck fck fck ) :'D die Schwester hat den ausgelacht xD

Kommentar von Lacky855 ,

Danke..

Antwort
von user1867, 25

Hey, du brauchst keine Angst haben, warum auch? Stell dir mal vor woanders operiert zu werden, am Herzen oder so. Aber nein, es ist nur der Arm! Also mach dir keine Sorgen, eine Vollnarkose ist natürlich auch etwas beängstigend aber danach wirst du es bestimmt als lustig empfunden haben! Viel Glück :)

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