Angst vor Hunden 'bekämpfen'?

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5 Antworten

Ich nehme mal an, dass Du vor der Situation mit dem Hund Deiner Tanzlehrerin noch keine Angst vor Hunden hattest. Richtig?

Wenn es so sein sollte, dann musst Du Dir bewusst machen, wovor Du eigentlich wirklich Angst hast. Das ein Hund Dich beissen könnte?

Rein theoretisch ist das so gut wie ausgeschlossen, wenn man einem Hund freundlich gesonnen ist. Was könnte es gewesen sein, dass der Hund der Tanzlehrerin zu knurren angefangen hat? Oft sind es die kleinen Hunde, die mehr Schiss in der Buchse haben als alles andere und deshalb knurren und bellen, weil sie nicht wollen, dass man ihnen zu nahe kommt. Vielleicht bist Du ihm zu nahe gekommen und er hat Dir nur signalisiert. Bleib bitte weg...ich habe Angst.

Vielleicht solltest Du Dich langsam aber sicher wieder Hunden nähern, die Du kennst und von denen Du weißt, dass sie eigentlich lieb sind.

Dafür begegnest Du dem Hund auf Augenhöhe, hockst Dich nieder und sprichst ganz lieb und freundlich mit ihm. Hälst ihm die Hand zum Schnuppern hin, wenn er mit dem Schwanz wedelt und baust ganz ruhig und langsam Kontakt auf. Wenn er an Deiner Hand geschnuppert hat, kannst Du ihn auch vorsichtig streicheln...immer von vorne, so dass er Deine Hand sieht, nicht von oben.

Vielleicht fängst Du beim Hund Deiner Tante an. Der ist bestimmt ganz lieb, aber einfach noch ein bisschen aufgedreht aufgrund seines jungen Alters.

Du brauchst wirklich keine Angst haben. Mir ist es einmal passiert, dass mir ein Hund leicht ins Bein gebissen hat. Wirklich nicht schlimm, weil ich ihm ausversehen zu nahe gekommen bin und er sich wohl total erschrocken hat. Danach war ich auch erst einmal fertig mit der Welt, aber ich habe es mir logisch erklärt und bin anderen Hunden gegenüber wieder offen gewesen.

Man merkt an deren Reaktionen ganz schnell, ob sie lieb sind oder nicht. Du könntest auch bei Spaziergängen Hundebesitzer fragen, ob Du den Hund mal streicheln darfst. Wenn es ein lieber Hund ist, dann sagen die Hundebesitzer auch, dass er sich streicheln lässt.

Du musst schon den Angriff nach vorne wagen, sonst verfolgt Dich das bis an Dein Lebensende. Und Hunde sind doch eigentlich liebe und freundliche Wesen, da brauchst Du in aller Regel keine Angst haben.

Und Du kennst doch den Spruch: Hunde, die bellen, beißen nicht. Jedenfalls dann nicht, wenn man ihre Drohgebärde akzeptiert. Und Bellen kann auf der anderen Seite auch ein Ausdruck von Freude sein.

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Kommentar von Mia142
01.11.2016, 14:10

Hey :)

Ich wollte nur kurz ein Feedback geben, wie es bis jetzt läuft... Also.. ich habe wirklich gedacht, dass ich Fortschritte mache (konnte mit reduzierter Angst an Hunden vorbei laufen). Klar hatte ich noch vor ein paar Hunden richtig Angst. Letztens bin ich nach Hause gelaufen und wusste, dass am Ende der Straße ein Hund wohnt. Ich hab mir gedacht, dass ich da vorbei laufen kann und bin weiter. Als ich an dem Zaun vorbei lief, sprang der Hund an den Zaun und ich hab mich riesig erschrocken. Ich bin voll auf die Straße gerannt. Das Auto hinter mir musste eine Vollbremsung machen und ist als ich auf der anderen Straßenseite angekommen bin, kopfschüttelnd weiter gefahren. Langsam verzweifle ich... Zum Glück ist aber nicht schlimmes passiert.

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Einzige Chance meiner Meinung nach: Du musst dich deiner Angst stellen und Kontakt zu Hunden aufbauen.

Wenn du mal ein paar Hunde gestreichelt hast und merkst, dass dich nicht gleich alle Hunde auffressen, dann wird das helfen.

Ich hatte selbst große Angst vor Hunden als Kind. Irgendwann hatte ich mal einen Hund gestreichelt und festgestellt, dass er mir nichts tut. Damit war meine Angst verschwunden. Respekt vor Hunden habe ich nach wie vor.

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Also erstens..wie dumm is denn bitte dein Cousin...

Naja, gut zu dienem Prob.

Mein Rat wäre jetzt.. das du erstmal mit kleinen Welpen anfängst, also anfängst sie zu streicheln, zu knuffn, zu spielen.. und dann tastet du dich halt immer weiter vor an größer Hunde usw.Das wichtigste ist eigentlich immer das du Selbstbewusst wirken musst.. denn Hunde verunsichrt es wenn man Angst zeigt.(das is leichter gesagt als getan).

Aber fang wirklich erstmal mit kleinen Welpen an, und stürtze dich nicht in zu große Herausforderungen.

Tja weiter kann ich eigentlich nicht helfen (wenn das hier überhaupt helfen sollte.)

Such am besten mal im Internet nach Möglichkeiten. :3

LG

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Versuche mal eine Therapie

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Grundsätzlich ist eine Angst vor Hunden gar nichts Unnatürliches. Bisweilen ist sie sogar sehr berechtigt, denn Beisser gibt es schon ein paar. Zum anderen gibt es diverse Trigger, die auch einen absolut verträglichen Hund zubeissen lassen. Also Vorsicht bei fremden Hunden!

In Deinem Fall jedoch dürfte die Angst/Vorsicht das gesunde Maß bei weitem überschritten haben. In etwa dann spricht man von einer Phobie bzw. Angststörung. So etwas kann z.B. genau so passieren, wie es bei Dir passiert ist. Und vielleicht gab es in Deinem Leben schon das eine oder andere Hunde-Ereignis vorher.

Wenn man jetzt das angstauslösende Element meidet, wird die Angst zunehmend stärker. Dazu KANN es passieren, dass man sich z.B. mehr und mehr zurückzieht, so dass im schlechtesten Fall weitere Ängste dazukommen können. Typisch wäre z.B. eine Sozialphobie. Besser wird es von alleine indes nicht.

Für Dich heisst das, dass Du keine Zeit vergeuden solltest und Dich um diese Angststörung kümmern solltest. Der ideale Sparringspartner wäre

a) der psychologische Psychotherapeut - Kosten übernimmt die Kasse, Therapiedauer in etwa 10 Sitzungen

oder

b) der Hypnosetherapeut - Kosten trägst Du selbst, Therapiedauer in etwa 1-3 Sitzungen

Selbstverständlich lassen sich a und b auch kombinieren.

Alles Gute für Dich!

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Kommentar von Bernerbaer
13.05.2016, 11:39

Im Anschluss könnte man eventuell noch, c) den Kontakt mit einem Schulhund, in Betracht ziehen.

Ein Schulhund ist ein speziell geprüfter Hund, der in Schulen eingesetzt wird, um Kindern Erfahrungen im Umgang mit Hunden zu ermöglichen. Ehrenamtlich arbeitende Hundehalter gehen dazu stundenweise mit ihren Hunden in die Schule und bieten die Gestaltung einer Stunde kostenlos für interessierte Lehrer an. Sie wollen helfen, Kindern Wissen um den Hund zu vermitteln und anschließend ermöglichen, das richtige Verhalten am Hund zu üben.

Es muss ja nicht unbedingt ein Schulhund sein aber zumindest ein gut ausgebildeter mit einem fachkundigen Halter.

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