In den ersten Wochen kommen Fehlgeburten leider recht häufig vor. Beim googeln fand ich häufig die Angabe, dass etwa 15-20% aller festgestellten Schwangerschaften mit einer Fehlgeburt enden. Viele Frauen merken aber auch gar nicht, dass sie schwanger waren, wenn das befruchtete Ei einfach mit der nächsten Menstruation abgeht.
Deshalb warten viele Paare bis nach der 12. Woche, bis sie der Welt von dem neuen Baby verkünden.
Sich stressen bringt natürlich nichts, sondern macht nur alles schlimmer. Was passiert, wird passieren, leider hast Du da keinen weiteren Einfluss drauf.
Zahlen kannst Du z.B. hier nachlesen: http://content.stuttgarter-nachrichten.de/stn/page/detail.php/2134733
Wenn Dein Arzt sagt, dass alles in Ordnung ist, wird das auch so sein - soweit er das eben erkennen kann. Alles andere bringt die Zukunft.
Am besten ist es sicher, entspannt zu sein, sich aber noch nicht zu sehr auf das kommende Baby zu freuen.
Nach den ersten 12 Wochen nimmt die Gefahr einer Fehlgeburt drastisch ab.
Eine "Sicherheit" kann Dir niemand geben, ohne zu lügen. Und das wird sich auch nicht mehr ändern. Auch wenn das Kind auf der Welt ist, kann ja etwas passieren, es kann krank werden,...
So ist die Welt, damit muss man leider leben.
Alles Gute!
Dumm? Weil jemand realistisch ist? Kann ja sein, dass manche Leute die Wahrheit nicht wissen wollen. Deshalb sind aber nicht die Menschen dumm, die sie aussprechen.
Ich finde das ziemlich dumm, einer Frau, die ganz am Anfang einer Schwangerschaft steht, so etwas zu erzählen. Das ist nicht grad erbauend.
Ich finde es viel dümmer, das Thema zu tabuisieren, indem man so tut, als gäbe es diese Möglichkeit nicht. Schau Dir doch mal die Fakten an: 15-20% der festgestellten Schwangerschaften enden mit einer Fehlgeburt. Ist es da nicht in Ordnung, Frauen die Wahrheit zu sagen und sie nicht vorher wie nachher damit alleine zu lassen? Wenn Du operiert wirst, willst Du dann auch über die Risiken angelogen werden, nur, damit Du Dir keine Sorgen machen musst? Und wenn Dein Kind operiert werden soll, dann auch? Die Welt ist nun einmal, wie sie ist. Manchmal ist sie nicht schön. Nichts wird besser dadurch, dass man wegschaut und Dinge totschweigt, die man nicht wahrhaben will. DAS ist dumm.
Findest Du es besser, wenn eine Frau monatelang mit ihrem Baby im Bauch rumläuft und ständig Angst hat, dass sie eine Fehlgeburt haben könnte? Das tut weder Mutter noch Kind gut. Das hat nichts mti wegschauen und totschweigen zu tun. Das ist ganz einfach ein Schutz
Ich finde ja, man kann auch bei einem emotionalen Thema wie einer Schwangerschaft ein klein wenig realistisch bleiben. Und Fehlgeburten gibt es nun einmal. Dass man sich deshalb verrückt macht, ist genau so, als würde man sich jeden Tag verrückt machen, wenn der Mann mit dem Auto zur Arbeit fährt. Das tut man doch auch nicht, obwohl man weiß, dass es Autounfälle gibt. Man muss nicht so tun, als gäbe es keine Fehlgeburten (denn das IST totschweigen und wegschauen) oder sich verrückt machen. Es gibt Wege, die zwischen Pessimismus und Naivität liegen. Zum Beispiel ein optimistischer Realismus. Menschen als dumm zu bezeichnen, nur weil sie die Wahrheit aussprechen, halte ich für bedenklich.