Frage von Maximumcraft, 61

Angst vor der zukunft, wie soll ich damit umgehen?

Die Schule ist rum, ich werde erwachsen und muss verantwortung übernehmen. Mir ist bewusst, dass ich mehrere Jahre weggeworfen habe, weil ich falsche Menschen traf, und deswegen eher am PC zockte.

Mir ist bewusst geworden, was ich einfach so weggeworfen habe. Und gerade als ich Menschen traf, die mir (als ich in die 10. Klasse kam mit neuen mitschülern) unvergessliche Tage boten, verging es auch wieder.

Wir waren gut miteinander, sie mochten mich sehr, aber nicht so sehr, dass man sich nach der schule weiterhin in Kontakt hielt.

Allein nun, sitze ich wieder vorm PC und frage mich was aus mir wird. Arbeiten. Tag ein, Tag aus, wie mein Vater.

Und die Tage vergehen ohne dass etwas passiert. Die Zeit vergeht echt schnell, das habe ich gemerkt, und desto mehr habe ich angst, dass ich wie die letzten 5 Jahre alles verpasse.

Wie soll ich damit umgehen?

Jeden Tag arbeiten, kaputt von der arbeit kommen und dann? Schlafen? Fernseh gucken?

Am liebsten würde ich einfach irgendwo wegfahren, wo ich nicht arbeiten muss, und mir nicht sorgen machen muss ob ich am ende des Monats bzw. allgemein über die runden zu kommen.

Ich bin erst 16, habe noch so viel vor mir. Trotzdem habe ich angst.

Was soll ich tun, oder wie gehe ich damit um?

Antwort
von autmsen,

Gute Frage auf dem Hintergrund falscher Vorstellungen. 

Ich muss nicht mehr arbeiten. Ich kann also auf Lebenserfahrung zurück blicken. 

Ich habe mehrere Berufe, bin rumgekommen in der Welt und so fort. 

Von klein auf habe ich gelernt, dass Arbeit ein natürliches menschliches Bedürfnis ist. Arbeit fängt im Haushalt an. Saubere Wäsche und Wohnung, lecker Essen selbst zubereiten, vielleicht sogar selbst herstellen sind die Grundlagen allen wirtschaftlichen Handelns. 

Es ist gut, diese Tatsache immer im Hinterkopf zu haben. Schon vor Jahrtausenden wurde mit Schweinen über die Kontinente hinweg gehandelt. In Frankreich wurden Schweine aus dem asiatischen Raum nachgewiesen. Darf uns zu denken geben. 

Arbeit bedeutet absolut nicht, bei einem Soziopathen als Chef hängen zu bleiben. Das ist dann tatsächlich in eigener Verantwortung. Solche Chefs dürfen und sollen möglichst gemieden werden. Denn sie richten Schaden an, auch und vor allen Dingen gesundheitlichen. Wir verkaufen aber nicht unsere Gesundheit, wir verkaufen unsere Arbeitskraft. Und zwar nur für eine bestimmte, vereinbarte Zeit. 

Mein Freundeskreis und ich haben in unserem Berufsleben auch das eine und das andere Mal einen gerade angenommenen Arbeitsvertrag binnen weniger Tage wieder aufgelöst. Und dann haben wir lieber für geringeren Lohn am nächsten Tag eine andere Arbeit angefangen. Von da aus hat sich dann immer eine bessere Arbeit finden lassen. Der durchaus öfter mal wütende Chef hatte eine Lektion erteilt bekommen. 

Wer gerne arbeitet und mit Freude, kommt abends nicht erschöpft nach hause. In einem solchen Fall ist noch massenweise Energie übrig, um die Freizeit angenehm gestalten zu können. 

Der angenehme Nebeneffekt bezogen auf Arbeit: Die Arbeit läuft flüssiger, besser, schneller von der Hand. Das fällt Vorgesetzten durchaus auf. Angebote zur Beförderung lassen dann oft genug nicht lange auf sich warten. Auch Angebote zur Fort- und Weiterbildung. 

Für mich ist ein großes Manko bei vielen in diesem Land arbeitenden Menschen, dass sie absolut kein Bestreben haben, Spaß an Arbeit gegen Lohn entwickeln zu wollen. Deshalb kommen sie erst gar nicht auf die Idee, ihr Hobby zum Beruf zu machen. Dabei hindert sie kein Mensch. 

Hier lese ich als Rat bezogen auf Berufsfindung immer wieder die gleichen, veralteten und teilweise verfassungswidrigen Vorstellungen. Da soll Frau eben Frisöse, Krankenschwester und so fort erlernen, während Mann bitte in den technischen Bereich seine Zukunft zu finden hat. 

Wenn ich dann auch noch hier als Rat lese, die jungen Menschen sollen sich in uniform-gleiche Kleidung zwängen, dann platzt mir gerne mal der Kragen 

Alleine das Handwerk hat über 130 verschiedene Ausbildungsberufe. Sehr viele von ihnen können als Grundlage für Studienabschlüsse genutzt werden. Und zwar GESCHLECHTSUNABHÄNIG seit 1949!!!!

Zersprenge in Gedanken den Staub von tausend Jahren. So nannte es meine Generation. Erst dann kannst Du die Schönheit des Regenbogens bezogen auf Arbeitswelt wahrnehmen. 

Nutze dazu dradio, auch das Archiv. Nutze Arte. Alte Sendungen einer Reihe findest Du auf youtube. Als Einstieg zur Erweiterung des eigenen Horizonts mögen diese genügen, denn sie nennen in der Regel auch die Quellen.

Frage nach Deinen ganz persönlichen Fähigkeiten, Stärken und Schwächen. Richte danach Dein Leben aus. 

Womöglich findest Du in meinen Antworten noch den einen und den anderen Tipp. 

Antwort
von steffiii91, 18

Mir gefällt die Arbeit besser als die Schule! :D man muss nichts mehr lernen wenn man nach hause kommt und kann in seiner Freizeit tun was man will..
Und ich finde es schön wenn man sein eigenes Geld verdient und selber darüber entscheiden kann..
Genauso wie Selbstständigkeit und Verantwortung.. :) man kann einfach selber über sein Leben entscheiden und hat keinem mehr im Nacken sitzen! ^^
Außerdem werden dich deine Eltern nicht auf der Straße lassen, solltest du nicht über die Runden kommen! :) man hat immer Menschen die einem helfen! ^^

Antwort
von frax18, 19

Ich kenne deine Gedanken gut... jeder Mensch braucht eine Aufgabe. Eine Aufgabe, die ihn zu einem Ziel seiner eigenen Überzeugungen führt.

Der Mensch ist nun mal keine Maschine und wenn er jeden Tag allein verbringt, Leistungen auf der Arbeit erbringen soll und dann allein, erschöpft nach Hause kommt, um am nächsten Morgen wieder allein aufzuwachen und zur Arbeit zu gehen, dann wird er irgendwann daran zerbrechen... Ein Mensch braucht soziale Kontakte, Kollegen mit denen er jeden Tag etwas unternimmt... vor allem beständige und lange Freundschaften sind wichtig. Aber natürlich der Wunsch von so fast jedem wäre ein Partner, mit dem sich der Alltag entspannter gestalten lässt... was bei heutigen Umständen immer etwas schwierig ist. Du solltest also die Chance nutzen nicht nur einer Arbeit nachzugehen, sondern vllt. auch neue Kontakte zu knüpfen und wenn nicht da, dann wenigstens am Wochenende mit altbekannten, sozialen Kontakten oder neuen sozialen Kontakten auf entsprechenden Veranstaltungen.

Lass es jedenfalls nicht dabei beruhen. Je länger du wartest und nichts tust, desto mehr verfällst du dieser Verstimmung und gerätst in den Kreislauf der inneren Lähmung und Angst.


Kommentar von frax18 ,

Wenn du Probleme hast soziale Kontakte aufzubauen und zu halten, was ich jetzt mal angesichts deiner Beschreibungen vermute, dann solltest du dir helfen lassen bzw. dich selbst dazu auffordern  sozial aktiv zu werden z.B. in ehrenamtlichen Tätigkeiten oder in Gemeinschaftskreisen z.B. einer kirchlichen Gemeinde.


Antwort
von theory567, 20

Klingt nicht so als hättest du Angst vor der Zukunft eher als würde dir das Leben wie Menschen es nun mal führen nicht gefallen. Wenn du nicht arbeiten und nur abfeiern willst, musst du versuchen im Lotto zu gewinnen. Ich würde dir aber empfehlen erwachsen zu werden und dir Gedanken machen wie deine Zukunft aussehen soll, solange du noch Jung bist. Mit 16 kannst du noch viel machen.

Antwort
von Flash8acks, 25

Jaja, "die Zukunft immer ist ungewiss mein Padawan", würde ich nun zitieren ^^

Der Spruch "früher war alles besser" passt hier auch, also denke einfach an die Vergangenheit, die Unbeschwertheit wenn dich die Zukunft so belastet.

Wenn du was anderes unternehmen willst als den üblichen trott im Alltag, dann geh auf die Strasse und suche dir Freunde oder geh in einen Verein, oder mach was du willst. Unterstütze die Leute hier bei GF, vieleicht findest du neue Kontakte die dir einen Ausweg aus deiner "verfahrenen" Situation zeigen. Nur im Keller hocken und darauf hoffen, dass sich alles ändert funktioniert nicht ;-)

Antwort
von michaela1958, 20

Einsicht ist schon der erste Weg zum Erfolg..Es gibt in der Tat extrem viele Männer die so leben und arbeiten wie dein Vater. Ihn solltest du dir nicht als Beispiel nehmen. Frag deine Mutter mal wie sie sich als Mutter und Ehefrau mit solch einem Partner fühlt.

Man(n) kann neben Arbeit auch leben und sich Wünsche erfüllen. Dazu gehört allerdings , weg vom zocken ..arbeiten gehen um Geld zu verdienen und nach der Arbeit leben.. vielleicht sogar mit einer Partnerin.

Antwort
von alex38908, 20

Am liebsten würde ich einfach irgendwo wegfahren, wo ich nicht arbeiten muss, und mir nicht sorgen machen muss ob ich am ende des Monats bzw. allgemein über die runden zu kommen.

Da fahr nach Afrika, Arbeit gibt es dort sowieso kaum und du musst dir auch keine Sorgen machen, ob du über die Runden kommst... :D

Antwort
von Filter123, 32

Du hast Probleme, mein jung :D bist erst 16 und redest so,als wärst du schon 60 haha.Das leben besteht nun mal aus arbeiten ,ausser du gehst in den jungel und muss dir über Miete und so keine Gedanken machen.

Kommentar von frax18 ,

Genau das ist eben falsch!

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