Frage von JulianNeu1, 66

Angst vor den eigenen eltern; was tun?

Hallo Community und zwar folgendes, ich kann mein Problem schwierig beschreiben da mir selber 1000 Gedanken im Kopf vorgehen. Ich hasse meine Eltern und liebe sie gleichzeitig. Und das ernsthaft. Es ist so, dass mich meine Mutter seit Geburt an immer mit Schuld zuweist die ich nicht habe (das äußert sich ewig in kleinen Details im Alltag). Wenn ich mal zufällig von einer anderen Strassenseite von der Schule komme wegen einem anderen Bus, ich etwas harmloses im Internet bestelle oder ich Gegenargumente stelle (gegen irgendetwas was sie sagen) stellt sie mich in die Sparte und dann sagt sie "Ja das stimmt doch eh nicht" oder "Hast du wieder Schule geschwänzt". Sie sagt dass ich Schule geschwänzt habe und ist fest davon überzeugt, obwohl ich das noch nie gemacht habe und immer in der Schule war . Meine Noten sind auch Top! Wenn ich sage nein, ruf doch in der Schule an dann sagt sie "Jaja, ich weiß schon, das kann ich eh nicht kontrollieren" und tut so als würde ich lügen ernsthaft. Solche Szenarien in der form ziehen sich durch mein ganzes Leben. Obwohl ich garnichts gemacht habe interpretiert sie aus harmlosen Dingen total übeflüssige Dinge und Geschichten und macht mich damit fertig. Das ist schon seit geraumer Zeit zwischendurch immer mal wieder und ich entwickle schon fast wie einen inneren Hass gegen sie. Wenn ich sie genau auf das immer freundlich anspreche ( was ich immer tu) dann blockt sie noch mehr ab und steigert sich noch mehr in ihre Heftigkeit hinein (so ist es auch immer wenn ich ihr sachlich meine Meinung oder die Wahrheit erzähle. Es ist nicht immer so schlimm, aber öfters gibt es auch Geschreie wie heute. Da ging es nur darum, dass ich es kritisiert habe das wir in letzter Zeit so viel Fast Food gegessen habe da habe ich gesagt "ja wir essen ja jeden zweiten tag Fastfood" ( Das war vor einiger Zeit auch tatsächlich so. Wenn meine Eltern nach der Arbeit keine Lust mehr haben zu kochen holen sie was von der Pommesbude, das ist nicht schlimm aber passiert viel zu oft.) Daraufhin ist sie so hart ausgerastet und hat sich darauf berufen, dass sie ja doch gestern noch was gekocht hätte und so weiter und sofort. Dann habe ich gesagt ja sorry ich mache mir einfach was selber ist ja nicht schlimm. Daraufhin schreite sie ja was kannst du dir denn schon kochen und dann ist eh wieder alles versaut! (ich bin natürlich mit 17 jahren überhaupt nicht in der Lage was zu kochen und damit anfangen darf ich ja auch nicht, um es zu lernen) Es geht also um ganz grundlegende Dinge und es ist schlimm. Sie trinkt auch viel und hat in der Vergangenheit schon oft immer mehrere "Weinchen" jeden Abend getrunken in so 3-4 Tagesintervallen. Ich glaube der Alkohol zerfrisst ihr Hirn und sie hat auch einen psychischen knacks. Bei mir ist das schon so weit, dass ich manchmal " Scheinstimmen " (in Musikliedern zum Beispiel zufällig) so ich denke, dass sie mich wieder wegen irgendetwas herunterrufen und dann habe ich Angst.

Antwort
von Ille1811, 11

Hallo Julian,

bevor ich deinen Beitrag zu Ende gelesen hatte, dachte ich schon, dass das typisch "alkoholisches Denken" ist.
Deine Mutter sieht nur sich und das, was bei ihr schlecht läuft. Da sie das aber nicht wahrhaben will (geschieht unbewusst), projeziert sie ihre Fehler auf dich!

Bemüh dich, dir das, was deine Mutter sagt, nicht anzuziehen!
Leichter gesagt, als getan, oder?

Mit 17 kannst du dir noch Hilfe in Nacoa holen. Das ist eine Selbsthilfegemeinschaft für Kinder aus alkoholkranker Familie. Schau einfach mal auf die Webseite Nacoa.de. Auch auf der Seite Al-Anon.de kannst du Hilfreiches finden.

Ich weiß aus eigener Erfahrung, wie verzweifelt ich in deinem Alter war, denn meine Mutter war Alkoholikerin...

Antwort
von Ysosy, 16

Das größte Problem für Dich könnte sein, das deine Eltern das gar nicht mitbekommen. Diese haben sich dieses Verhalten angewöhnt. Immer wenn sie mies gelaunt sind oder etwas nicht stimmt kann man sein Frust an Dir auslassen. Und Sie merken das nicht. Und gerade weil sie es nicht merken, ist es nahezu aussichtslos mit ihnen darüber zu reden. In ihren Augen verhalten sie sich Normal und Du willst das sie sich anormal verhalten.

In vielen Fällen ändert sich das nicht mehr. Jetzt bist Du der Schmarotzer der unfähig ist und alles falsch macht. Und wenn Du ausgezogen bist, hast Du sie im Stich gelassen und enttäuscht.

Das Passiert wohl öfter als man denkt. Nicht ohne Grund wird hier sehr oft, den Kindern empfohlen so schnell wie möglich auszuziehen.

Antwort
von Vabezz, 27

Das ist echt krass. Du solltest irgend ein Bekannten zur Hilfe hohlen deinen Onkel oder Tante oder Oma/Opa.

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