In meiner Kinheit als ich bereits die zweiten Zähne hatte, waren sie stark von Karies befallen. Damals wurden Kindern noch keine Betäubungsspritzen gegeben und ich musste alle "Bohrsitzungen" bei vollem Empfinden ertragen bzw. erleiden. Ich hatte höllische Schmerzen, schrie am Spieß und fuchtelte dem Zahnarzt während der Behandlungen dazwischen. Jeder Besuch dort war für mich die Hölle und ich weinte schon auf dem Weg dort hin vor Angst. Mit der Zeit bekam ich ein Bewusstsein für meine Zahnpflege und seit dem - toi toi toi - hatte ich nie wieder so ein schlimmes Erlebnis. Nun ist es aber soweit, dass mich die Vergangenheit wieder einholt. Eine meiner größten Plomben muss entfernt und mit einer neuen Füllung erneuert werden, weil sich darunter Karies gebildet hat. Nach zwei Jahrzehnten wird meine allerschlimmste Befürchtung Realität und ich bin total fertig. Am Donnerstag ist der Termin. Ich habe wieder die gleiche schreckliche Angst wie damals. Erschwerend kommt hinzu, dass der Zahnarzt neu ist und ich keine Ahnung habe, ob er Im Setzen der Betäubungsspritze gut genug ist, um mir den Nerv komplett zu betäuben. Ich renne also ins völlig Ungewisse, was meine Angst und Panik erhöht.
Was kann ich nur machen, um mich zu beruhigen und vor allem am Donnerstagmorgen, damit ich dort nicht komplett in Angsttränen aufgelöst antanze? Diese Blöße will ich mir nicht geben müssen.
Danke für den Tipp. Ich ruf gleich an. Ich war wie paralysiert, als der Arzt mir sagte, er müsse die Füllung rausnehmen und konnte nur noch ja und nein sagen. Zu mehr war ich nicht mehr in der Lage in der Praxis. Draußen liefen mir dann die Tränen.