Hallo, habe folgendes Problem:
Bin jetzt im 2. Ausbildungsjahr als rechtsanwaltsfachangestellten. Wir sind eine kleine Kanzlei (ich, der rechtsanwalt und eine halbtagskraft) mit diesen e ich Super zu recht mache auch "gerne" die Drecksarbeit (Lehrjahre sind keine herrenjahre) damit habe ich mich so gut wie abgefunden. Allerdings haben wir sozusagen Untermieter. Eine schuldnerhilfe und eine Unternehmer Berater Firma gehören sozusagen zusammen. Muss seit anfang der Lehre hinunter zu der schuldnerhilfe in der ich NUR die Drecksarbeit machen durfte. Ging sogar bis zum Bilder aufhängen. 3x in der Woche war ich unten 1 1/2 tage in der Berufsschule also fast gar nichts praktisches gelernt. Habe mir immer wieder gedacht ja erstes Ausbildungsjahr schaff ich danach bekommen die einen neuen und ich werde entlastet. War wohl nichts, sie wollen das ich erst auslerne als RAfachangestellter. Ende des 1. Lehrjahrs habe ich mich "gewehrt" bin zum rechtsanwalt (Chef und Vorstand bei der schuldnerhilfe) habe ihm die Situation geschildert:
Also ich habe Glasknochen das bei mir vorallem auf die Wirbelsäule geht. Das weis der von unten (chef von schuldnerhilfe und Unternehmer Berater Firma) lässt mich aber trotzdem den Müll von seinen 2 Firmen hinuntertragen obwohl er ca. Pro Tag 6 halbtagskrafte hat, lässt mich alles herumschleppen, Wasserhähne reparieren, Regale aufbauen usw. Ich muss dazu sagen ich habe so gut wie immer rückrnschmerzen wenn ich nur 3 Kilo 5 Meter trage. Damit nicht genug darf ich mir anhören was ich eigentlich und muss mich beleidigen lassen.
Mein Chef (Rechtsanwalt) hat dann mit dem Heini von unten geredet raus kam ab dem 2. Lehrjahr bin ich nur noch 1 Tag unten. War voll einverstanden habe mich gefreut das es besser wird. Seit dem ich nur noch 1 Tag unten war wurde alles schlimmer. Klar ich war nicht mehr für jeden scheiß zu haben. An diesem Tag wurde ich immer richtig gehetzt, diskriminiert und gemobbt. Habe immer 1 tag davor Zitteranfälle bekommen, kalte schweißhände einfach nur Angst (er ist für mich der Teufel in person). Durch das schleppen wurde ich immer öfter krank mit rückrnschmerzen lag ich 5 Tage flach klar hatte ich ein schlechtes gewissen meinem Chef gegenüber aber ich konnte einfach nicht. Die Ärzte haben nie was festgestellt. Also wollte ich entgultig einen Schlussstrich ziehen bin wieder zu meinem Chef gerannt diesmal mit meiner Mutter. Sie hat alles bestätigt (versteht mich aber nicht). Also keinen Tag mehr unten außer an gemeinnützigen arbeiten wie Messen, Bilder im Treppenhaus aufhängen usw. Ich habe mich natürlich wieder gefreut. Neuen Mut bekommen usw.
Jetzt ist der Höhepunkt erreicht. Ich sollte mit dem von unten Schilder aufhängen. Wie vereinbart habe ich das gemacht und so beginnt das Spiel wieder von vorne. Müll runtertragen, Drucker schleppen, Sachen aus seinem Auto für ihn schleppen. Usw.
Ich fühle mich schlapp, habe Angst vor der Arbeit, keine Lust auf berufsschule, Kein Lebensmut mehr, das Gefühl die Welt
Ja das ist halt so eine Sache, ich fühle mich wertlos. Habe auch immer diesen Trotz, den ich nicht abschalten kann, um in die Berufsschule zu gehen. Meine Mutter macht sich auch sorgen. Klar alle 2-3 Monate wegen rückrnschmerzen zu Hause zu sein. Sie zeigt es halt mit einem eher aggressiven verhalten. Ich habe schon Klassenkameradinnen gefragt was sie so machen. Sie arbeiten 1. Nur in der Kanzlei. 2. Seit dem zweiten Lehrjahr machen die eigentlich keine Drecksarbeit mehr. Ich habe auch nicht wirklich eine Bezugsperson. Keiner von meinen Kumpels kennt das aus seiner Arbeit. Die denken das ist ein Easy Job. Nun ja sollte es auch vom körperlichen sein (deswegen habe ich ihn mit auch ausgesucht) aber tagtäglich arbeitet man mit seinem Kopf und sollte diesen dann auch frei haben. Mittlerweile ist es aber so das ich das nicht mehr habe. Ich renne in die Arbeit trotz Angst, aber habe Auch dementsprechend immer diesen Gedanken "was wird heute passieren, was lassen sie sich heute wieder einfallen Usw. Als ich vor ca. 4 Wochen das Gespräch mit meinem Chef ersucht habe da die mich wieder runtergerufen haben hat er auch nicht mehr zu mir gehalten. Er hat gemeint was ich daran so schlimm finde ein bisschen Müll hinunter zu tragen, kartonagen entsorgen und die Sachen aus dem Auto holen. Ich solle mir eine andere Lehrstelle besorgen wenn's mit nicht passt. Das nächste problem ist, in Bayern gibt's keine Gewerkschaft für RAfachangestellte. Wäre es vielleicht auch sinnvoll mal zum Psychologen zu gehen? Weil selbst Kleinigkeiten bringen zurzeit das Fass zum überlaufen!
Entschuldige, da habe ich Deine Antwort wohl übersehen. Schreibe mir mal... aschaffenburg@t-online.de (keine Angst, bin Rentner). Dann können wir etwas reden. Gruss
Von Psychologen halte ich aus eigener Erfahrung ebenso wenig, wie von Gewerkschaften. Grund... psychologische Besuche oder psychosomatische Diagnosen verfolgen einem ein Leben lang und können einem bei falscher Auslegung schnell in Sachen Glaubwürdigkeit zum Verhängnis werden. Bei Gewerkschaften ist es so, dass Du da keine Hilfe bekommst. Denn die Gewerkschaftler sind oftmals nicht nur von den Unternehmern für ihr gnädiges Verhalten gekauft. Beispielsweise wird deren Schulung zu Mobbingvermeidung auch gerne missbraucht. Aber... schreib mir mal besser... Gruss