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Angst vor Arbeit (Diskriminierung, Ausnutzung usw)

Frage von RzX19 RzX19

Hallo, habe folgendes Problem:

Bin jetzt im 2. Ausbildungsjahr als rechtsanwaltsfachangestellten. Wir sind eine kleine Kanzlei (ich, der rechtsanwalt und eine halbtagskraft) mit diesen e ich Super zu recht mache auch "gerne" die Drecksarbeit (Lehrjahre sind keine herrenjahre) damit habe ich mich so gut wie abgefunden. Allerdings haben wir sozusagen Untermieter. Eine schuldnerhilfe und eine Unternehmer Berater Firma gehören sozusagen zusammen. Muss seit anfang der Lehre hinunter zu der schuldnerhilfe in der ich NUR die Drecksarbeit machen durfte. Ging sogar bis zum Bilder aufhängen. 3x in der Woche war ich unten 1 1/2 tage in der Berufsschule also fast gar nichts praktisches gelernt. Habe mir immer wieder gedacht ja erstes Ausbildungsjahr schaff ich danach bekommen die einen neuen und ich werde entlastet. War wohl nichts, sie wollen das ich erst auslerne als RAfachangestellter. Ende des 1. Lehrjahrs habe ich mich "gewehrt" bin zum rechtsanwalt (Chef und Vorstand bei der schuldnerhilfe) habe ihm die Situation geschildert:

Also ich habe Glasknochen das bei mir vorallem auf die Wirbelsäule geht. Das weis der von unten (chef von schuldnerhilfe und Unternehmer Berater Firma) lässt mich aber trotzdem den Müll von seinen 2 Firmen hinuntertragen obwohl er ca. Pro Tag 6 halbtagskrafte hat, lässt mich alles herumschleppen, Wasserhähne reparieren, Regale aufbauen usw. Ich muss dazu sagen ich habe so gut wie immer rückrnschmerzen wenn ich nur 3 Kilo 5 Meter trage. Damit nicht genug darf ich mir anhören was ich eigentlich und muss mich beleidigen lassen.

Mein Chef (Rechtsanwalt) hat dann mit dem Heini von unten geredet raus kam ab dem 2. Lehrjahr bin ich nur noch 1 Tag unten. War voll einverstanden habe mich gefreut das es besser wird. Seit dem ich nur noch 1 Tag unten war wurde alles schlimmer. Klar ich war nicht mehr für jeden scheiß zu haben. An diesem Tag wurde ich immer richtig gehetzt, diskriminiert und gemobbt. Habe immer 1 tag davor Zitteranfälle bekommen, kalte schweißhände einfach nur Angst (er ist für mich der Teufel in person). Durch das schleppen wurde ich immer öfter krank mit rückrnschmerzen lag ich 5 Tage flach klar hatte ich ein schlechtes gewissen meinem Chef gegenüber aber ich konnte einfach nicht. Die Ärzte haben nie was festgestellt. Also wollte ich entgultig einen Schlussstrich ziehen bin wieder zu meinem Chef gerannt diesmal mit meiner Mutter. Sie hat alles bestätigt (versteht mich aber nicht). Also keinen Tag mehr unten außer an gemeinnützigen arbeiten wie Messen, Bilder im Treppenhaus aufhängen usw. Ich habe mich natürlich wieder gefreut. Neuen Mut bekommen usw.

Jetzt ist der Höhepunkt erreicht. Ich sollte mit dem von unten Schilder aufhängen. Wie vereinbart habe ich das gemacht und so beginnt das Spiel wieder von vorne. Müll runtertragen, Drucker schleppen, Sachen aus seinem Auto für ihn schleppen. Usw.

Ich fühle mich schlapp, habe Angst vor der Arbeit, keine Lust auf berufsschule, Kein Lebensmut mehr, das Gefühl die Welt

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Antworten (6)

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    Hilfreichste Antwort ausgezeichnet vom Fragesteller
    Antwort von Zerberus63743 Zerberus63743

    Schwierige Situation. So ähnlich ist es mir als Behinderter auch mal ergangen. Man wollte einfach nicht wahrhaben, dass ich behindert bin. Heute bin ich daheim. Ein unverschuldeter Arbeitsunfall wurde mir zum Verhängnis. Mit allen Mitteln und Wegen hat man mich dann nicht nur aus dem Unternehmen entfernt, sondern gleich aus dem Erwerbsleben. Vor Gerichten hatte ich gegen einen öffentlichen Arbeitgeber keine Chance.

    Nunja... Mein Erfahrung ist, dass sich alles immer mehr Aufschaukelt. Auch bereits in der Lehre. Besonders schwierig ist es überdies, wenn man Behinderungen hat. Dann macht man nicht nur Schmutzarbeit in der Lehre, sondern hat kaum Chancen auf Übernahme. Viele verdrängen diese Realität. Gute Noten sind letztlich nicht immer alles.

    Nun weiss ich nicht, ob Du nach der Lehre eine Chance auf Übernahme hast. Wenn Nein, wird´s daraus für Dich danach sehr schwierig... Wenn Du schon nun das Gefühl hast, keine praktischen Erfahrungen zu sammeln, dann wird´s nachher unmöglich.

    Nunja, Ausbildungsjahre sind keine Herrenjahre. Man muss sich aber auch nicht alles gefallen lassen. So ein gesundes Mittelmass eben. Allerdings wächst die Praxis für Berufsanfänger nicht auf den Bäumen. Dass man behindert ist, spielt dabei keine unwesentliche Rolle. Viele nutzen dieses für ihre Wahrheiten aus, die bei näherer Betrachtung völlig wertlos sind.

    Hier nun ein Ratschlag, ist schwierig. Mit der Mutter zum Chef zu rennen, hatte ich auch mal. Dass sieht nicht so gut aus. Und wie bei Dir war es bei mir... meine Eltern haben mir anfänglich nicht so recht geglaubt. Mit den Jahren ist denen nach der Ausbildung bei der üblen Weiterbeschäftigung auch die Erleuchtung gekommen, dass alles nicht so nett war. Doch da war es zu spät. Was aber soll man sonst machen, wenn man behindert ist? Es ist halt so, dass bereits alleine der Mensch heute nichts mehr wert ist. Dass der Mensch behindert ist, verschlechtert eher die Situation noch.

    Irgendwie habe ich dass Gefühl, dass Du kein rechtes Selbstvertrauen hast. Dass ist sehr gefährlich. Dies solltest Du dringend ändern (event. Rhetorikkurs Volksschule)! Dich nun, wie manche raten, dem Lehrer in der Berufsschule oder der Handelskammer mitzuteilen, davon halte ich überhaupt gar nichts. Du kannst es aber mal ganz ganz vorsichtig versuchen. Doch was soll dass werden...!?

    Sich über andere mitzuteilen, auch wenn berechtigt, gilt als Schwäche. Nicht selten werden dann selbst Friedfertige zu Furrien. Ich denke aber auch mal so, dass Du mit Deinem netten Chef als Einziger das Gespräch suchen solltest. Es stellt sich nun aber auch die Frage, wie ausgelastet Du ohne diese Hilfsarbeiten bist. Dann dürftest Du neben Deinem Arbeitsvertrag doch auch einmal eine Berufsbildbeschreibung gekriegt haben... Da solltest Du mal abwägen und Dich darauf berufen.

    Andererseits es ist halt so... Ausbildungen wachsen heute nicht auf den Bäumen. Und Arbeit zu haben und zu bekommen, ist auch ein hohes Gut. Mit einer schlechten Ausbildung versaut man sich ebenso die Karriere, wie wenn man Abbruch macht. Nun wäre auch noch interessant, was in Deinem Berichtsheft steht, und dass mit so anderen aus der Berufsschule identisch ist. Besteht hier eine Möglichkeit zur Einsicht!? Um auch abzuwägen?

    Manchmal muss man eben in den sauren Apfel beissen, will man leben bzw. überleben. Sollte eine Übernahmemöglichkeit bestehen, würde ich erst mal noch weitermachen und dabei nach Neuem umsehen. Anderes nunja... Dass Du ziemlich kraftlos bist, kann ich nachvollziehen... 100pro.

    Ich wünsche Dir alles Gute!

    Gruss

    Kommentar von RzX19 RzX19RzX19

    Ja das ist halt so eine Sache, ich fühle mich wertlos. Habe auch immer diesen Trotz, den ich nicht abschalten kann, um in die Berufsschule zu gehen. Meine Mutter macht sich auch sorgen. Klar alle 2-3 Monate wegen rückrnschmerzen zu Hause zu sein. Sie zeigt es halt mit einem eher aggressiven verhalten. Ich habe schon Klassenkameradinnen gefragt was sie so machen. Sie arbeiten 1. Nur in der Kanzlei. 2. Seit dem zweiten Lehrjahr machen die eigentlich keine Drecksarbeit mehr. Ich habe auch nicht wirklich eine Bezugsperson. Keiner von meinen Kumpels kennt das aus seiner Arbeit. Die denken das ist ein Easy Job. Nun ja sollte es auch vom körperlichen sein (deswegen habe ich ihn mit auch ausgesucht) aber tagtäglich arbeitet man mit seinem Kopf und sollte diesen dann auch frei haben. Mittlerweile ist es aber so das ich das nicht mehr habe. Ich renne in die Arbeit trotz Angst, aber habe Auch dementsprechend immer diesen Gedanken "was wird heute passieren, was lassen sie sich heute wieder einfallen Usw. Als ich vor ca. 4 Wochen das Gespräch mit meinem Chef ersucht habe da die mich wieder runtergerufen haben hat er auch nicht mehr zu mir gehalten. Er hat gemeint was ich daran so schlimm finde ein bisschen Müll hinunter zu tragen, kartonagen entsorgen und die Sachen aus dem Auto holen. Ich solle mir eine andere Lehrstelle besorgen wenn's mit nicht passt. Das nächste problem ist, in Bayern gibt's keine Gewerkschaft für RAfachangestellte. Wäre es vielleicht auch sinnvoll mal zum Psychologen zu gehen? Weil selbst Kleinigkeiten bringen zurzeit das Fass zum überlaufen!

    Kommentar von Zerberus63743 Zerberus63743Zerberus63743

    Entschuldige, da habe ich Deine Antwort wohl übersehen. Schreibe mir mal... aschaffenburg@t-online.de (keine Angst, bin Rentner). Dann können wir etwas reden. Gruss

    Von Psychologen halte ich aus eigener Erfahrung ebenso wenig, wie von Gewerkschaften. Grund... psychologische Besuche oder psychosomatische Diagnosen verfolgen einem ein Leben lang und können einem bei falscher Auslegung schnell in Sachen Glaubwürdigkeit zum Verhängnis werden. Bei Gewerkschaften ist es so, dass Du da keine Hilfe bekommst. Denn die Gewerkschaftler sind oftmals nicht nur von den Unternehmern für ihr gnädiges Verhalten gekauft. Beispielsweise wird deren Schulung zu Mobbingvermeidung auch gerne missbraucht. Aber... schreib mir mal besser... Gruss

  • 1
    Antwort von RzX19 RzX19

    Mich.ich bin nicht faul. Arbeite bis ich nicht mehr kann. Meine Mutter und meine Großeltern verstehen das nicht (denke weil sie aus Rumänien kommen und dort nur Arbeit kannten). Meine Freunde geben mir den Tipp zum Psychiater zugehen. Da ich schon Selbstmord Gedanken habe, ich kann einfach nicht mehr meine Angst macht mir so zu schaffen alles. Ich bin verzweifelt, weiß nicht mehr weiter und ganz ehrlich um für 30 Minuten richtig abzuschalten nehme ich mittlerweile 1x im Monat ein bisschen Haschisch Konsum. Bitte gebt mir Tipps, sagt was ich davon haltet, was ihr machen würdet usw.

    (Sorry dür den Roman :/)

    Kommentar von tschona tschonatschona

    ah...ok-hier ist die fortsetzung deiner geschichte. hab mich schon gewundert!

  • 0
    Antwort von BraunerBaer123 BraunerBaer123

    Du weist es bestimmt, dass Anwälte sich gut aus eigenen Schwierigkeiten herauswinden können. Mit wem hast Du eigendlich Dein Ausbildungsvertrag geschlossen? Was genau ist schriftlich dazu geregelt, was die Schuldnerberatung für den Anwalt leisten muß?

    Ganz offensichtlich ist das Verhältnis zu denen "da unten" unheilbar zerstritten, das hat vermutlich auch mit Dir zu tun, weil es mangelnde Kooperationsbereitschaft ist und keine Diskriminierung. Die Schuldnerberatung treibt bestimmt doch Mandanten in die Praxis des Anwaltes. Wie wird das wohl bezahlt? Mit Geld? Mit Deiner Arbeitskraft?

    Wußtest Du eigentlich das es Ausbildungsberater gibt, wie bei den Handelskammern und Handwerkskammern sollte es doch auch für Dein Beruf etwas geben.

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    Antwort von tschona tschona

    rede mit einem lehrer in der berufsschule darüber-anscheinend hat dein chef ja bisher zu dir geholfen. es wär gut, wenn der lehrer der berufsschule sich mit deinem chef mal kurzschließt, um zu besprechen, inwieweit die firma, die dich so ausnützt, ein mitspracherecht in der "nutzung" des lehrlings hat. dein chef wird doch auch gemerkt haben, dass du kränkelst, schlecht drauf bist und unglücklich bist, seit du bei der firma einen stock tiefer so behandelt wirst!

    Kommentar von RzX19 RzX19RzX19

    Ich habe schon mit meinen Lehrern in der Berufsschule gesprochen. Sie können mir aber nicht wirklich helfen. Außer sie Ersuchen eine Gespräch mit mir und meinem Chef. Aber rechtsanwalte können sich gut rausreden deswegen sind sie ja Rechtsanwälte. Habe einfach Angst er bestreitet alles. Ich steh dann als Idiot da usw.

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    Antwort von CaptainElmo CaptainElmo

    Ich empfehle dir folgende Schritte:

    Geh zum Hausarzt und lass dir eine Überweisung geben, er soll dich zum Psychologen schicken. Normalerweise bieten Krankenkassen so etwas wie "Schnupperstunden" an, in denen man schon einige Sachen erörtern kann. Nachteil: Es kann sich eventuell mit deiner Arbeitszeit kreuzen.

    Gibt es eine Gewerkschaft oder sonstige Gruppierung die sich in deinem Fachbereich gebildet hat und sich um Arbeitsrecht an deinem Arbeitsplatz kümmert? Falls ja, dann wende dich auch an sie. Aber erwähne das mit dem Drogenkonsum nicht, von dem du lieber weg solltest.

    Sofern nicht ärztlich angeordnet, bitte die Finger davon lassen. Du gefährdest damit deine Zukunft.

    Brich nicht ein vor dem Ziel, du wirst es schon schaffen. Aber wenn du Glasknochen hast, ist das schon wirklich heftig.

    Es ist sehr viel und es überschreitet ehrlich gesagt maßlos meine Erfahrungswerte, ich müsste mich da mit schon etwas länger als diesen Moment auseiandersetzen, daher setze ich einfach mal darauf, dass der Rest der Community genug beisteuern wird, damit man dir passenden Rat erteilt.

    Liebe Grüße: CaptainElmo

    Kommentar von tschona tschonatschona

    ich finde im fragetext nichts über drogenkonsum-wie kommst du darauf??

    Kommentar von CaptainElmo CaptainElmoCaptainElmo

    Der Ersteller des Textes hat selber noch eine "Antwort" an seinen Text angefügt. Schau mal genauer nach. :)

    Kommentar von RzX19 RzX19RzX19

    Ja da waren die Zeilen zu Ende.

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    Antwort von Question33 Question33

    Wow Kopieren und Einfügen. Wie schnell er die Beschreibung geschrieben hat und hier unten nach einer Minute die "ANtwort" geschrieben hat.

    Kommentar von CaptainElmo CaptainElmoCaptainElmo

    Man kann auch sehr schnell schreiben und innerhalb einer Minute eine Menge Text anhäufen, dass solltest du also nicht unbedingt unterstellen. :)

    Kommentar von Question33 Question33

    Nicht mal eine Minute... die Antwort unten wurde nach 10 Sekunden eingefügt!!! In der selben Minute sind die!

    Kommentar von RzX19 RzX19RzX19

    Ja, da ich das auch auf einem anderen Forum gepostet habe. Habe allerdings nicht gesehen das dort nur 30 Leute registriert sind

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