Frage von Cansu26, 80

Angst später keine Arbeit zu finden?

Hey

Ich (15) hab mich vor den Ferien vom Gymnasium abgemeldet und auf eine Realschule angemeldet. Weil ich auf dem Zeugnis vier fünfen hatte und 2 Jahre Jahre länger machen müsste. Nach den Sommerferien bin ich also in der 10. Klasse einer Realschule. Im Anschluss möchte ich eine Ausbildung anfangen, am Besten im kaufmännisch-verwaltenden Bereich da ich das jetzt auch als Profil fürs letzte Jahr wählen werde und mir das auch Spaß macht. Ich hab noch keine Bewerbungen für Ausbildungen geschrieben wegen meinem Zeugnis, möchte damit anfangen sobald ich mein 1. Halbjahres Zeugnis habe.

Soo jetzt die ''Probleme''.. Ich hab vorher noch kein Profil gewählt, weil das im Gymnasium ja erst in der Oberstufe ist und die anderen Realschüler hätten dann ein Jahr Vorsprung. Außerdem habe ich ja sowieso nur schlechte Noten und möchte das ändern, nur wenn das nicht klappt.. Ahso und außerdem wohne ich in ner sehr kleinen Stadt miit kaum Firmen oder Unternehmen und ich denke, ich werde hier dann nicht s o eine Ausbildung finden, die ich gerne hätte. Ich wäre bereit für eine gute Ausbildung umzuziehen, aber gibt es da wieder Probleme: ich wäre, wenn ich Ausbildung anfange ''erst'' 16 und meine Familie würde das niemals erlauben, und zum anderen habe ich sowieso nicht die finanziellen Mittel.

Deswegen habe ich Angst, später keine Ausbildung und somit keine Arbeit zu finden.. Was denkt ihr ? Ich hab sogar schon überlegt, bis ich um eine gute Ausbildung umziehen kann 2 Jahre damit zu überbrücken, in dem ich 1. die 10. Klasse wiederhole (obwohl ich jz eigtl davon ausgehe gute Noten zu haben, weil ich mich anstrengen werde) und im Anschluss ein Fsj z u absolvieren, oder aber erst ein Fsj und dann ein Jahr als Aushilfe jobben, somit könnte ich auch Geld sparen.. Aber das kommt ja auch richtig schlecht im Lebenslauf ? Was denkt ihr, was soll ich tun?..

Danke

Antwort
von Fortuna1234, 17

Hi,

viele sind bei Beginn der Ausbildung 16. Eltern müssen das erlauben, da dein Recht auf freie Berufswahl mehr wiegt als ihre Fürsorgepflicht. Du bekommst ja auch Ausbildungsgehalt. Jemand mit Gehalt wird nicht auf der Straße landen.

Geh erstmal Schritt für Schritt. Mach einen super Realschulabschluss, danach kannst du ggf. immernoch auf ein Gymnasium (Fachabitur, Abitur). Und in der Zeit machst du dir Gedanken, was du willst. Schickst Bewerbungen raus (solange bis du eine Zusage hast) und dann gehts weiter.

Wieso jetzt sich einen Kopf machen, über Dinge die noch nicht mal ansatzweise greifbar sind?

Antwort
von spottdrossel69, 9

Hallo :)

Ich (w47) habe nach meinem Realschulabschluss noch nicht genau gewußt, was ich machen möchte. Ich war wohl noch ein bisschen zu jung für diese Entscheidung.Auch mein Zeugnis war nicht berauschend... (ich glaube 2 5er - Schnitt 3,3) :-)

Also habe ich nach der Mittleren Reife noch das kaufmännische Berufskolleg drangehängt. Nach dem 1. Jahr habe ich festgestellt, daß ich doch eher technisch begabt bin. Da ich so kurzfristig keine Lehrstelle bekommen hätte, konnte ich mich glücklicherweise noch auf ein technisches Vorbereitungsjahr anmelden.

Während dieses Jahres habe ich mich dann beworben und einen Ausbildungsplatz gefunden. Durch die gute Vorbereitung war ich ziemlich gut und ich konnte die Lehrzeit verkürzen. Ein paar Monate vor meinem 22. Geburtstag war ich fertig - mit einem tollen Arbeitszeugnis und Schnitt 1,8. Soweit zu mir.

Was ich Dir damit sagen möchte: Du hast noch Zeit.

Mach Dir keinen Stress, weil Du glaubst, sofort nach der Mittleren Reife eine Ausbildung machen zu müssen. Wenn Du das wirklich möchtest, ist das natürlich okay.

Mein Rat: Warte die ersten Monate erstmal ab, wie sich das Schuljahr entwickelt. Bemüh Dich um ein ordentliches Zeugnis, aber setz Dich nicht unter solchen Druck.

Melde Dich eventuell vorsichtshalber für eine weiterführende (kaufmännische) Schule an - abmelden kannst Du Dich immer noch wenn Du einen Ausbildungsplatz findest. Such in Ruhe.

Das kannst Du freilich auch schon jetzt machen - aber zwing Dich nicht, unbedingt bereits für 2017 einen Platz haben zu müssen.

Es hat auch den Vorteil, daß Du zusätzlich zum Schulabgangszeugnis ein Zeugnis in der von Dir angestrebten Richtung vorweisen kannst, das möglicherweise recht gut ausfällt. Zudem hättest Du Vorkenntnisse!

Das wäre übrigens allemal besser, als die 10. Klasse sinnlos zu wiederholen. Wenn Du wirklich so schlecht wärst, würde das von alleine passieren...

Du könntest so in den nächsten Monaten ganz in Ruhe die Zeitungen usw. durchforsten und schauen, wo Du Deine gewünschte Ausbildung machen könntest.Eventuell kannst Du während der Ferien (Herbst, Ostern) auch ein Praktikum machen. Die Schule könnte evtl. helfen. In der Realschule wird das allerdings schon früher gemacht. Dennoch würde ich fragen.

Die Berufsbildungszentren und natürlich die Arbeitsagentur können bei der Firmen-/Jobsuche helfen. Geh doch mal hin - evtl. mit den Eltern. Auch in der Realschule gibt es doch für Schulabgänger oft entsprechende Kurse und Angebote, sowie Unterstützung. Frag nach.

Ein, zwei Jahre mehr sind in Deinem Alter völlig vertretbar. Danach fragt später keiner! Auch wirst Du bei Ausbildungsbeginn reifer sein - was durchaus Vorteile hat. :-) Auch für einen eventuellen Umzug wegen der Ausbildung. Dabei müßte Dich Deine Familie natürlich unterstützen, wenn es tatsächlich so wäre, daß es in Eurem Umkreis absolut keine Möglichkeit gäbe. Auch hierüber kann die Arbeitsagentur u.a. (siehe oben) informieren, was Du wissen mußt und machbar ist. Auch, inwieweit Du finanzielle Unterstützung erhalten würdest. BaföG o.ä. - da kenne ich mich nun leider nicht aus.

Wenn Du also beispielsweise 2 Jahre kaufmännische Schule dranhängst, wärst Du 18. Mit 18 wäre es wesentlich leichter, alleine zu wohnen (Wohnheim o.ä.) und Deine Ausbildung fern von daheim zu absolvieren. Meinst Du nicht?

Das freiwillige soziale Jahr ist in jedem Fall eine gute Idee. Du könntest hier auch schon einmal von zu Hause weg und selbständiger werden usw. Jobben ist sicher die zweite oder dritte Wahl; jedoch nicht ausgeschlossen. Jeder darf seinen Weg machen.

Als Berufsanfänger hast Du übrigens einen dicken Bonus bei der Jobsuche. Kein Personalchef erwartet von einem angehenden Azubi einen perfekten Lebenslauf !! Eine Auszeit, wie auch immer geartet, ist kein Ausschlußkriterium. Die Frage ist, wie Du damit umgehst und wie Du es begründest und wie willig Du dem Personaler erscheinst, Deine Ausbildung gut zu meistern.

Übrigens waren meine Fünfer im Zeugnis bei der Bewerbung nur sehr kurz Thema... Ich habe später erfahren, daß ich hauptsächlich durch meine Persönlichkeit die Stelle bekommen habe und dadurch, daß ich durch meine Aussagen den Willen zur dieser Ausbildung bekundet habe. Auch mein Talent in dieser Richtung kam wohl gut an.

Da Du schon weißt was Du willst, mußt Du Dir das nicht erst überlegen. Du kannst gleich anfangen für diese Richtung den entsprechenden Weg zu gehen. Nimm die öffentlichen Hilfen an (s.o.) und nimm den Druck raus.

Wenn Du diese Richtung einschlagen möchtest, wird es auch klappen. Du hast ja eine gewählt, dir gut machbar ist und wahrscheinlich ausreichend Jobs bietet.

Ganz viel Erfolg!! :-)

Antwort
von Abi2015inComing, 21

Mach dir nicht soviele Gedanken.

Du bist 15/16.

Entweder setzt du dich hin und machst einen guten Abschluss uns nimmst die Jahre auch in kauf (was später niemand interessiert) oder versuchst halt so was zu finden.

Manchmal lohnt sich auch parr Jahre ranzuhängen.

Ich selbst habe nie was für die Schule gemacht und kam auch nur wenn es sein musste.

Abi -> Studium... job. Wenn man will, kann es laufen.

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