Grüss Dich,
und ich hatte das auch lange Zeit sehr intensiv, und ganz weg ist es immer noch nicht.
Meine erste Therapeutin sagte dazu, daß sei meine ureigenste Angst, daß etwas gut werden könnte, oder einfach nur okay sein könnte, wie es halt ist - ein Gefühl was ich aus Kindertagen leider kaum kenne, und wo man sich später aber dann ganz schön drauf einschießen kann, also daß es vermutlich immer so sein wird...
Es ist harte Arbeit, sich aus solchen Strukturen und Denkmustern zu befreien, aber es ist zumindest in Teilbereichen möglich, einen mehr oder minder grossen Teil der guten Versäumnisse später nachzuholen, wozu in Dir auch in jedem Falle wirklich raten kann, Dich da, und in Deinem Sinne, auf den Weg zu machen...
...denn ganz gleich wie groß und erwachsen Du inzwischen sein magst...in jedem Menschen lebt ein sogenanntes inneres Kind, und das erinnert sich und auch Dich an die Versäumnisse, indem es sich entsprechend traurig und bedrückt, und gerne auch in direkter Negativhaltung zeigt...und was Du dann als Erwachsener entsprechend nach Außen handelst oder denkst...und leider auch oft im Vorfeld schon regelrecht "kaputt-denkst"
Die große Kunst besteht somit darin, dieses innere Kind nachträglich zu trösten und zu versorgen, es zu bespielen und mit Nahrung am Leben zu halten, es zeitig ins Bett zu schicken, und ihm hin und wieder auch eine gute Nacht Geschichte vorzulesen, oder mit ihm zur Kirmes zu gehen und Zuckerwatte zu genießen, Kettenkarussel zu fahren...und auch wenn viele das jetzt restlos albern finden werden...aber ich weiß nur zu genau was da damals für ein kleines Geschöpf unter der Schutthalde hervorgekrochen kam...
und wie sich dieses kleine Wesen bis heute hat entwickeln dürfen...zu einem Menschen und zu einer schon erstaunlichen Frau.
Liebe Maerzkatze,
danke für Deine (wieder) ganz tolle Antwort. Von meiner Freundin, die ebenfalls eine Therapie macht, habe ich das mit dem inneren Kind auch schon einmal gehört. Ich habe Angst, diesen Schritt zu gehen. Mir Hilfe zu holen. Komisch, nicht?
Jahrelang, in der Pubertät beispielsweise, waren mir diese Gedanken, die ich heute hege, völlig unbekannt. Erst mit 24 ca. kamen diese Gedanken, wahrscheinlich eben auch auf meine frühe Kindheit zurückzuführen. Ich bin schon immer sehr sensibel gewesen. Habe Verlustsängste, Gedanken drehen sich nur im Kreis, hatte oft Alpträume. Momentan geht es, ich habe aber eben so Angst vor dem Leben...
Ich muss jedoch langsam dieses in die Hand nehmen und für mich sorgen. Deine Tipp´s helfen sehr, dankeschön an Dich! Ganz liebe Grüße HvonB:-)
Sehr gerne.
Geh Deinen Weg nur Schritt für Schritt weiter, mache immer wieder Pausen wenn Du diese brauchst, weine wenn Dir danach ist, und vergiss auch das Brüllen zwischendurch nicht, oder wirf mal wenn später die Wut kommt einen dicken Klumpen Ton auf die Erde.
Das alles hilft ungemein um neue Wege gehen zu können....und mit dem bestens durchgekneteten Ton kannst Du Dir sogar noch was Schönes und von Hand formen und Dich später daran erfreuen, was Du da schier unvorstellbares geschafft hast.
Der Mensch ist weit stärker und belastbarer als er so oft denkt...und was immer Deine persönliche Geschichte auch ist...sie hat nicht verhindern können, daß Du es bereits bis hierher geschafft hast, wir beide uns schreibend kennenlernen durften, und was immer da auch noch kommen soll für den Einzelnen.
Halte Dir dieses immer wieder vor Augen wenn es zwischendurch mal eng werden sollte - Dein waches und klares Bewußtsein für das Hier und Heute - denn mit diesem kann man Vergangenes wirklich hinter sich lassen und auch abschließen...und im Gegenzug dafür im Heute, und im Leben ankommen.
Ganz lieber Gruß + Du schaffst das - ganz bestimmt.
Maerzkatze
Eine sehr gute Antwort, die deine ... du hast alles gesagt, was ich dazu sagen könnte.
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Hallo HvonB,
und hab' vielen Dank für Deinen * - ich freue mich grad sehr ! glG
Sehr gerne:-)