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Angewandte Naturwissenschaften vs. Physik oder Chemie?

Frage von Hetzi94 Hetzi94

Hallo,ich bin derzeit in der 11. Klasse und werde nächstes Jahr mein Abitur in Bayern machen. Mich interessieren alle naturwissenschaftlichen Fragestellungen, ich mag Mathematik, Physik, Chemie und Biologie gleichermaßen und hätte auch am liebsten alle drei Naturwissenschaften in der Oberstufe belegt, musste aber eines (Biologie) abwählen. In meinem Studium möchte ich dieses naturwissenschaftliche Interesse vertiefen, doch so einfach wie dies klingt, ist es nicht, denn ich kann mich einfach nicht zwischen einem Studium der Physik oder der Chemie entscheiden. Nun habe ich auch vom Studiengang der Angewandten Naturwissenschaften, der diese drei Fächer abdeckt, gelesen. Nun frage ich mich, ob mir jemand von euch diesbezüglich weiterhelfen kann:1. Ich habe die Befürchtung, dass das Studium Angewandte Naturwissenschaften zwar alle genannten Bereiche abdeckt, aber bei keinem ausreichend in die Tiefe geht. Trifft dies zu?2. Wäre dies der Fall, hätte ich trotzdem Chancen auf dem Arbeitsmarkt gegenüber "richtigen" Physikern/Chemikern/Biotechnologen?3. Wie gut und umfangreich ist die Ausbildung, wenn ich beispielsweise Physik studiere und Chemie als Nebenfach oder andersrum belege?

Viele Fragen auf einmal, trotzdem wäre ich für Eure eigenen Erfahrungen dankbar, Viele Grüße

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Antworten (3)

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    Antwort von heiermann heiermann

    Ganz egal, für welchen Studiengang Du Dich entscheidest, wirst Du in den ersten Semestern ein breitgefächertes Basiswissen in Mathematik, Physik und Chemie erwerben. Danach wirst Du Dich auf ein relativ kleines Teilgebiet spezialisieren müssen, auf dem Du Deine Abschlussarbeit und eventuell als Doktorand weitergehende Forschungen machen wirst.

    Das Wort "angewandt" bedeutet eigentlich nur, dass in der Ausbildung mehr auf praxisnahe Themen Wert gelegt wird, dafür etwas weniger auf die theoretischen Grundlagen. Beispiele für solche praxisorientierten Studiengänge sind: Werkstoffkunde, Umwelttechnik, Biotechnologie, Medizintechnik oder Chemieingenieurwesen. Diese werden meist von Fachhochschulen angeboten.

    Die Berufsaussichten in den mathematisch-naturwissenschaftlichen Fächern sind generell gut. Auch die Fachhochschulabschlüsse bieten gute Chancen beim Berufseinstieg. Andererseits gilt natürlich auch, dass man mit einem Universitätsabschluss oder einer Promotion in der Regel sehr viel flexibler bei der Berufswahl ist.

    Das Belegen von mehreren Studienfächern ist bei der Ausbildung für das Lehramt Pflicht. Ansonsten würde ich davon abraten, da Du mit einem Vollstudium bereits mehr als genug zu tun haben wirst.

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    RatgeberHelden Antwort von PeterJohann PeterJohann

    Es war mir gar nicht so bewußt, dass es sowas in Deutschland gibt. Ich kenne es als Applied Science bei den Amis (typisches BS Fach = Bachelor), aber muss ehrlicherweise sagen, dass ich nicht allzuviel davon gehalten habe.

    Es ist schon so wie Du sagst, dass man halt vieles lernt, aber nichts wirklich tiefgehend.

    Wenn Du Dich durch die Webseiten der verschieden Hochschulen googelst wirst Du auch feststellen, dass mehr oder weniger offen gesagt wird, dass die Tiefe eines 1-Fach Studiums fehlt und darum die Zulassung zum Master mit Auflagen verbunden ist.

    Oder, es wird eine Art Grundstudium angeboten, aber im Hauptstudium muss dann doch wieder eine Festlegung auf bestimmte Richtungen erfolgen.

    Eigentlich kommt mir das Ganze eher als eine gute Grundlage für den Lehrerjob vor (und das ist echt das Ende des naturwissenschaftlichen Strebens) oder als eine Art besserer Techniker (als Bachelor) für die Industrie.

    Als (Natur)Wissenschaftsbegeisterter würde ich, wenn ich nochmal die Wahl hätte, ein Fach gründlich studieren (jedenfalls bis zur Promotion) und dann andere Fächer dazunehmen (ist halt eine lange finanzielle Durststrecke).

    Was die Zukunftsaussichten angeht denke ich, dass jeder Naturwissenschaftler heute (und noch mehr in der näheren Zukunft) extrem gute Chancen hat seine Lebensvorstellung zu verwirklichen - vielleicht etwas mehr als Chemiker/Biochemiker denn als Physiker/Mathematiker, aber dass kann auch mein ganz persönlicher blinder Fleck sein.

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    Antwort von Bujin Bujin

    Kenne mich zwar nicht aus in den Bereichen aber es kann nur so sein dass du nie als "richtiger Physiker" gelten wirst. Alles andere würde sich den Studienrahmen sprengen!

    So als Tipp: Studier Physik wenn du interessiert an den Naturwissenschaften bist. Da kann man wenigstens noch Geld mit verdienen!

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