Angestellt als Aushilfsfahrer auf Sebständigkeit. Auf was muss ich achten?

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2 Antworten

Wenn man die 15€ als "Selbstständiger" zu Grunde legt und die Beiträge abzieht die Du dann noch abführen musst kommst Du auf einen Stundenlohn von max. 10,50€.

Das sind aber nur die mindestens notwendigen Abgaben. Das Du auf Urlaub verzichten musst oder er unbezahlt bleibt hast Du selbst schon geschrieben, das wird aber in der Verantwortlichkeit lange nicht alles gewesen sein was auf Dich zukommt oder zukommen kann.

Egal wie Deine pers. Situation ist. mein Rat:

Finger weg! Damit wirst Du nicht glücklich! Das ist ein Ausbeuter.

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Ich weiss nicht, warum so viele Leute glauben, dass man es sich "aussuchen" kann, ob man eine Tätigkeit selbständig oder versicherungspflichtig ausübt. Dem ist defintiv nicht so.

Wenn du in einem Beschäftigungsverhältnis stehst, bist du versicherungspflichtig beschäftigt und nicht selbständig. Ich nehme an, mit "Aushilfsfahrer" meinst, dass du mehr oder weniger regelmäßig einen Transporter/LKW der Firma fährst. Dann kannst du unmöglich selbständig sein. Es ist ständige Rechtsprechung, dass LKW(Transporter)fahrer ohne eigenes Fahrzeug eben nicht selbständig sein können. Im Wesentlichen fehlt ihnen das Unternehmerrisiko, was ein ganz wichtiges Merkmal für eine selbständige Tätigkeit ist. Dazu unterliegst du den Weisungen des Arbeitgebers (auch dann, wenn du theoretisch Fahraufträge ablehnen kannst) und bist von ihm abhängig - denn wenn er dir kein Fahrzeug zur Verfügung stellt, kannst du nicht arbeiten.

Ich würde dir davon abraten, das ganze "selbständig" zu machen, denn eine solche "Scheinselbständigkeit" ist immer ein gefundenes Fressen für Zoll / Staatsanwalt / Finanzbehörden / Rentenversicherungsträger.

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Kommentar von lachs4709
10.12.2015, 19:59

Wer wird denn verklagt und angezeigt vom Zoll, Staatsanwalt, Rententräger, Versicherung, Finanzamt wenn ich diese Beschäftigung annehme? Ich oder der Arbeitgeber?

Ist das auch so, wenn ich das nur auf 450 Euro Basis mache und nebenher noch als Nachhilfelehrer arbeite was ich ja schon mache. Das Finanzamt weiß auch Bescheid und der Rentenversicherungsträger auch. Den Nachhilfelehrer Job habe ich ganz regulär und ordentlich angemeldet. Nur reicht das zum Leben kaum aus, da zu wenige Schüler da sind.

Der Rentenversicherung ist es egal, ob ich den Nachhilfelehrer über ein Institut mache oder ob ich selbst nach Aufträge suche. Zur Zeit mache ich letzteres. Wie das beim Finanzamt ist, weiß ich jetzt garnicht.

Ich als Arbeitnehmer habe doch überhaupt nichts davon von einer Scheinselbständigkeit. Wäre es sinnvoll die Fahrertätigkeit anzunehmen und in einem Nachhilfeinstitut als Lehrer zu arbeiten? Dann hätte ich zwei Arbeitgeber und ich bin auch frei in meiner Entscheidung, ob ich einn Schüler unterrichten möchte oder ob ich fahren möchte.

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