Frage von sbm94, 109

Angespanntes Verhältnis zu meiner Mutter seit dem sie es weiß?

Ich bin 21 und kämpfe seit Jahren gegen immer wieder kommende depressive Phasen. Entweder habe ich tiefe depressive Phasen oder es geht mir total gut, es sind immer auf und ab's. Wenn ich ein Tief habe dann verletzte Ich Mich selber, bin nicht im Stande zur Schule zu gehen oder zu arbeiten und habe selbstmord Gedanken. Diese Phasen habe ich bisher immer gut vor meiner Familie versteckt. Ich war deswegen auch schon beim Arzt und habe eine Überweisung zum Psychiater bekommen aber hatte Angst dort hinzugehen und das es meine Eltern erfahren könnten. Nun hat meine Mutter durch Zufall ein Blut verschmiertes Taschentuch von mir gefunden und Mit mir geredet. Sie hat sich schon gedacht das mehr dahinter steckt und gibt sich nun auch selber die Schuld (ich hatte eine schlimme Kindheit). ich habe ihr dann auch gesagt das ich eine Überweisung zum Psychiater bekommen habe Und sie war sehr Verständnisvoll und meinte das wir alles tun damit ich Hilfe bekomme. Einen Tag später bin ich mit meinem Freund in den Urlaub gefahren für 3 Tage und seit dem ich wieder da bin ist meine Mutter total nett zu mir aber hat kein Wort mehr drüber verloren. Ich kenne sie gut und merke das sie der Sache aus dem Weg geht und ich bin dadurch angespannt weil ich nicht weiss, wie ich mich nun verhalten soll. Es ist mir unangenehm und es fällt schwer sie wieder darauf anzusprechen weil ich wirklich Hilfe will. Aber von ihr kommt auch nichts mehr.. Warum verhält sie sich so? Soll ich nun warten bis was von ihr kommt oder mir selber einen Termin machen? Fühle mich wieder im Stich gelassen.. Hat jemand vielleicht ähnliche Erfahrungen gemacht oder Ratschläge?

Antwort
von Mel1998, 40

Wahrscheinlich ist deine Mutter mit der Sache überfordert und weiß selbst nicht so recht was sie tun soll. Also, vermute ich jetzt mal. Du wurdest nicht vollkommen im Stich gelassen – Immerhin hatte sie Verständnis. Meine Mutter würde, wenn sie das bei mir heraus finden würde, niemals Verständnis haben. Nicht mal annähernd. Nimm die Sache selbst in die Hand und vereinbare einen Termin. Wie sieht's mit deinem Freund aus? Weiß er von deiner Depression usw.? Steht er dir zur Seite? Ich wünsche dir ganz viel Kraft. Bleib stark. DU schaffst das ganz bestimmt! :)

Antwort
von Waldemar2, 24

Du bist doch schon groß und kannst selbst entscheiden. Ich hoffe, Du hast die Unterstützung Deines Freundes.

Antwort
von nachhilfenoetig, 4

Rede mit ihr darüber !
Sie geht dir aus dem Weg , weil sie sich die Schuld dafür gibt und nicht weiß was sie tun soll. Vielleicht hat sie auch Angst es noch schlimmer zu machen.
Hilf deiner Mutter dir zu helfen.

Antwort
von LoLanet23, 35

Ich verstehe dich sehr gut und weiss wie schwer diese Krankheit ist. Das dumme daran ist, dass mans nicht erklären kann, was in einem vorgeht und das psychisch gesunde Menschen, sich nicht vorstellen können wie es ist. Was ich teils nachvollziehen kann.

Du brauchst wirklich keine Angst haben vor der Therapie. Ich weiss es ist ein echt harter Kampf aber es lohnt sich zu 100%.

Du musst verstehen, dass es natürlich auch nicht leicht ist für deine Muttern. Sie will dir sicherlich helfen, ist sich aber bestimmt selbst sehr unsicher und weiss nicht wie. Versuch dich zu über winden und Rede mit ihr. Versuch ihr vielleicht zu erklären was in dir vorgeht und wie du dich fühlst. Und helfe ihr, indem du sagst, wie sie dich unterstützen kann.

Ich wünsche dir ganz viel Glück und Erfolg in deinem leben. Du packsz das schon!

Antwort
von Music10, 41

Ich würde sagen, du solltest versuchen, deine Mutter nochmal darauf anzusprechen, vielleicht denkt sie ja, dir ist es unangenehm mit ihr darüber zu sprechen oder so. 

Versuche es einfach und sag ihr, wie du dich fühlst und das du die Hilfe möchtest. Aber gehe dem ganzen auf keinen Fall aus dem Weg. 

Viel Glück und Gute Besserung. 

Kommentar von TorDerSchatten ,

Warum kann die Fragestellerin mit 21 (!) nicht alleine zum Doktor?? Wieso muß Mutti denn da mitgehen? Ich würde meinen Kindern in den Hintern treten, wenn ich mit 21 noch zum Doktor mitgehen müsste

Kommentar von Music10 ,

Ich wollte damit jetzt nicht sagen, dass sie nicht alleine zum Arzt gehen kann, ich meinte damit viel mehr, dass das Verhältnis so wieder besser werden kann, dass man auch von Zuhause die Unterstützung bekommt.

Natürlich kann man mit 21 schon alleine zum Arzt gehen. 

Antwort
von TorDerSchatten, 39

habe eine Überweisung zum Psychiater bekommen aber hatte Angst dort hinzugehen

Für so etwas habe ich überhaupt kein Verständnis. Der Hausarzt hat richtig gehandelt, indem er dich an einen Spezialisten überweist. Wenn du Hilfe willst, gehst du bitte da hin.

Ich mag Leute nicht, denen es einerseits schlecht geht und sie erzählen, wie schlecht es ihnen geht, die aber adäquate Hilfe ablehnen.

Geh und such dir Hilfe und beanspruche die Überweisung. Dafür ist keinerlei Genehmigung, Begleitung oder Information deiner Mutter notwendig. Du kannst allein da hin. Du musst dich niemand offenbaren, außer dem  Therapeuten. Du musst deiner Mutter auch nichts sagen!

Hallo - du bist 21! Übernehme gefälligst selbst die Verantwortung für dein Leben!

Kommentar von LoLanet23 ,

Ich nehme an, sie wissen nicht wie es ist mit depressionen?

Kommentar von TorDerSchatten ,

Selbstverständlich weiß ich das, weil ich das selbst schon hatte. Ich hab mir aber Hilfe gesucht und diese auch angenommen.

Kommentar von LoLanet23 ,

Dann sollten sie selbst am besten wissen, wieviel Überwindung das kosten kann

1. selbst damit klar zu kommen und zu gestehen, dass man eine psychische Krankheit hat

2. mit einer fremden Person drüber zu reden

Kommentar von TorDerSchatten ,
  1. ich will, daß es mir besser geht
  2. also suche ich mir Hilfe
  3. diese Hilfe mit allen Konsequenzen nehme ich an

Ich kann Leute nicht ausstehen, die immer nur über ihre Probleme reden und wie schlecht es ihnen geht, aber wenn man Lösungsmöglichkeiten aufzeigt, sie diese nicht annehmen.

Ich selbst hatte eine psychische Problematik, aber ich bin erwachsen und hab mir selbst Hilfe geholt und die auch angenommen. Und meine Mutter brauch ich dazu nicht. Weil: ich erwachsen bin!

Kommentar von LoLanet23 ,

Ich denke es geht hier nicht drum, dass er seine Mutter braucht, weil er alleine zu schüchtern, zu bequem was weiss ich nicht ist, um alleine zum Arzt zu gehen. 

Ich denke hier geht es viel mehr um die Unterstützung. Und jeder nimmt doch noch gerne die Unterstützung von den Eltern an, egal wie Alt man ist. Ich glaube es ist auch nicht leicht in dieser Situation zu sagen, ich gehe mit meiner Mutter zum Arzt und rede dort über meine Beschwerden. Aber es kann wirklich eine große Hilfe sein.

Aber ich denke, jeder hat seine Meinungen und ich respektiere ihre Meinung. 

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