Frage von dschabbadahad, 66

Angenommen rein theoretisch wäre die Neuauszählung in den 3 Bundesstaaten aus Sicht Clintons erfolgreich...ist der Zeitplan trotzdem einzuhalten?

Auch wenn so gut wie alle Experten eine Änderung des Endergebnisses ausschließen.. nehmen wir mal an, dass in den 3 Bundesstaaten, in denen neu ausgezählt werden soll, Clinton alle Wahlmänner bekommen und somit president-elect sein...... würde ihre Vereidigung dann dennoch am 20. Januar stattfinden?

Antwort
von Unsinkable2, 10

Angenommen rein theoretisch wäre die Neuauszählung in den 3 Bundesstaaten aus Sicht Clintons erfolgreich...ist der Zeitplan trotzdem einzuhalten?

Der Zeitplan wird so oder so eingehalten. Am 19. Dezember wird gewählt. Und der, der da gewählt wird, wird auch am 20. Januar vereidigt.

Die Neuauszählungen (und vermutlich Gegenauszählungen der Neuauszählungen) können sich über Wochen und sogar Monate(!) ziehen. 

  • Wenn, sagen wir, Trump gewählt wird; sich aber später handfest beweist, dass Clinton gewonnen hat, dann müsste sie klagen. So eine Klage gab es schon einmal (Al Gore vs. Bush jr.). Und schon damals wurde die Klage zurückgewiesen, weil "das Amt des Präsidenten durch so eine Klage nicht beschädigt werden darf". Da die Amerikaner Präzdenzfälle lieben, würde diese neue Klage entweder sehr lange dauern oder frühzeitig zurückgewiesen werden.
  • Wenn aber die Wahlmänner "auf Verdacht" schon mal Clinton wählen, könnten viele sich im Falle einer Bestätigung einer korrekten Auszählung (also des tatsächlichen Verlusts dieser Staaten für Clinton) rechtlich strafbar machen. Und andere würden in ihren Staaten wahre "Frust-Wellen" auslösen, die, nicht zuletzt wegen der vielen Milizen, durchaus in (lokale) Bürgerkriege ausarten könnten. Das gilt umso mehr, als viele Amerikaner traditionell "Washington misstrauen". Auch sehr viele Demokraten-Wähler.

Möglicherweise wird es also mit fortschreitender Auszählung und erkennbarer Verlagerung in Richtung Clinton mehr Enthaltungen der Wahlmänner geben. Doch ob das am Ende reicht? ... Denn wenn sich "zu viele" enthalten, geht die Entscheidung an das (derzeit republikanisch dominierte) Repräsentantenhaus.

Sagen wir mal so: Es wird sehr spannend, was in den kommenden Monaten in den USA passieren wird...

Antwort
von wilees, 46

Dann kannst Du erst einmal davon ausgehen, dass Trump juristisch dagegen vorgehen würde.

Kommentar von dschabbadahad ,

Mit 0 Aussicht auf Erfolg. Die Neuauszählung ist schließlich kein rechtsbeugendes, dubioses Mittel, um doch noch Präsidentin zu werden...das ist völlig legitim.

Kommentar von wilees ,

Das sehen Du und ich und viele Andere auch so, nur wird dies wohl Mr. Trump nicht unbedingt interessieren.

Kommentar von Unsinkable2 ,

Mit 0 Aussicht auf Erfolg.

Nicht unbedingt. Eine "Gegenauszählung" zur "Nachauszählung" ist durchaus zulässig. Man würde damit weit hinter den 19. Dezember (Wahltag) geraten. Und eine Verschiebung der Wahl ist nicht möglich. 

Es stünden also in jedem Fall haarige Entscheidungen an...

Antwort
von Fairy21, 14

Denke schon, dass sie dann vereidigt werden würde. 

wilees

Ja Trump würde dagegen vorgehen, eventuell sogar "Neuwahlen" beantragen. 

Er sagt ja,:" Die Neuauszählung wäre Unsinn, oder so ähnlich. 

Das sagt jemand, der wenn er nicht gewählt wird, der am liebsten Neuwahlen hätte. 

Antwort
von DavidMiller2016, 12

Das macht wenig Sinn und hat "0" Aussicht auf Erfolg, deswegen sind sich die Experten da einig.

Aber ja, auch dann ginge alles nach Zeitplan.

Antwort
von JulieSmith, 26

Never gonna happen

Kommentar von dschabbadahad ,

Deshalb hab ich "rein theoretisch" gesagt.

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