Angenommen man hat frisch promoviert und sucht einen Job als Biochemiker mit einem guten Gehalt?

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5 Antworten

Im Zuge der Promotion sollte man schon einiges an Kontakten geknüpft haben und an diversen Netzwerken partizipieren. Dann hängt es natürlich auch etwas von der Spezialisierung ab....

Für völlig unbeleckte bleibt das recht gute on-line Angebot der Abeitsagentur:

https://berufenet.arbeitsagentur.de/berufenet/faces/index?path=null    

  • Einfach "Biochemiker" eingeben
  • dann auf "Biochemiker/inTätigkeitnach Studium" klicken
  • dann auf "Perspektiven" gehendort kann man die 
  • "Stellenbörse" auswählen und dieSuche weiter verfeinern

ODER 

  • man wählt "andere Stellenbörse" und erhält eine lange Liste verschiedener Stellenbörsen zum Thema.

Dann gibt es natürlich noch eine Unzahl alternative Jobbörsen z.B.

http://www.monster.de/jobs/suche/?

http://www.kimeta.de/stellenangebote-biochemiker

http://de.indeed.com/  usw......

Dann gibt es noch ~10 verschiedene Verbände
und Organisationen
 mit eigenen Webseiten und Informationen.

Sonst bleiben noch die verschiedenen Fachjournale und überregionale
Zeitungen
 (FAZ, Süddeutsche...)

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Kommentar von Referendarwin
14.10.2016, 18:50

Dann such doch mal nach unbefristeten fachnahen Stellen für Biochemiker.

Pipettenverkäufer (Vertrieb) zähle ich jetzt mal nicht dazu, hierfür muss man nicht studiert und promoviert (!) haben.

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Ich stimme den Vorrednern im Großen und Ganzen zu: Für Biologen sieht und sah es am Arbeitsmarkt schon immer sehr schlecht aus. Auch die übrigen biologielastigen, spezialisierteren Studiengänge bieten nur sehr begrenzte Aussichten auf einen fachlich passenden qualifizierten Job. Ich würde deshalb jedem Kandidaten von einem reinen Biochemiestudium abraten, wer sich für dieses Fach interessiert, hat immer die Möglichkeit, ein Chemiestudium zu absolvieren und sich später (in der Promotion) in Richtung Biochemie zu spezialisieren. Das hat den riesigen Vorteil, dass man eine viel größere Wissensbreite erfährt und damit auch bei der Suche nach dem ersten Job ungleich bessere Chancen hat. Allerdings darf man nicht übersehen, dass der Arbeitsmarkt für Naturwissenschaftler schon immer enormen Schwankungen unterworfen war, es gab auch Zeiten, wo Biochemiker (allerdings nicht Biologen) eine halbwegs gute Chance auf einen entsprechenden Job hatten. Auch wenn es im Moment wieder mal schlecht aussieht, das kann und wird sich wieder ändern, vielleicht schon sehr rasch. Es ist in jedem Fall unsinnig, den Arbeitsmarkt von vor wenigen Jahren zu zitieren, um angehende Studierende von einem in Kürze geplanten Studium abzuschrecken.

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Kannst du vergessen, Biochemiker sind auf dem Markt kaum gesucht. Tut mir leid aber es stimmt.

Bitte unbedingt diesen berühmten Thread lesen:

http://www.studis-online.de/Fragen-Brett/read.php?104,1546198


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Kommentar von PeterJohann
14.10.2016, 18:40

Diese unspezifische Gebrabbel auf Studis-online ist nicht nur beinahe 4 Jahre alt, es wirft auch vollkommen verschieden Fachrichtungen und Spezialisierungen durcheinander.

Ich habe absolut keine Lust mehr diesen Murks neu zu adressieren; deshalb hier mein Kommentar zum selben Mist von vor 9 Tagen- passt fast 1:1:

Vielleicht solltest Du auch mal auf den Seiten nachschauen, die nicht nur die Enttäuschung derer widerspiegeln, die leider den falschen Schwerpunkt gewählt haben (die meisten negativen Kommentare kommen anscheinend von der Traditionsbiologen).

 Die Industrie, egal ob Großindustrie oder Mittelstand, (Pharma, Chemie, Biotech) und die Medizinbranche (Uniklinik bis Untersuchungslabore) bietet gute & interessante Möglichkeiten für promovierte Naturwissenschaftler mit einem relevanten Schwerpunkt.. 

Allerdings, und das habe ich ja auch schon vorher festgestellt, gilt das eben nicht für "traditionelle" Biologen.

Um ein Gesamtbild zu bekommen wäre der Besuch von anderen Webquellen, die nicht ganz so sehr dem Jammer verfallen sind, von Vorteil. Z.B. studycheck, GDC, VBio, VCI... selbst die Arbeitsmarktdaten der Bundesagentur geben gute Informationen, wenn man die Statistiken mit anderen Daten korreliert. Dazu gibt es die diversen Einkommen-/Gehalts-Check-Seiten, die teilweise auch die statistische Basis erwähnen.

Allerdings gilt hier mehr noch als bei anderen Berufen, dass eben nur gute Qualität auch gute Chancen hat und neben dem relevanten Studienschwerpunkt zählt eben auch echtes naturwissenschaftliches Verständnis, Diversifikation (generell systemübergreifendes Wissen) und Güte des Abschlusses.

Ich habe jedenfalls zu viele Studenten erlebt die mit Chemie oder Biochemie angefangen haben, dann merkten, dass sie den Ansprüchen nicht genügen, zu Biologie wechseln, dort in den eher hard-core-naturwissenschaftlichen Bereichen auch nicht reüssieren um dann bei Biodiversität und als Arbeitsloser oder als Hamsterzähler fürs Amt zu enden.

Wie gesagt, der eigentliche Unterschied zwischen Erfolg und H4 ist ein guter naturwissenschaftlicher Abschluss mit Schwerpunkten in den harten Naturwissenschaften (wer eine Spezialisierung wählt um mit möglichst wenig Mathe, Physik & Chemie davon zu kommen ist heute nicht mehr gefragt).

PS: Die Güte des Abschlusses ergibt sich leider nicht mehr aus der Benotung, weil die schleichende Sozialisierung auch im akademischen Bereich zu einer eher blödsinnigen Häufung von Bestwerten führt. D.h. man (HR, Chefetage, Fachabteilung...) schaut schon sehr viel genauer auf den Studienverlauf, die Schwerpunkte und die Arbeiten und auch systemübergreifendes Wissen und extracurriculare Aktivitäten.

Platz für Weicheier gibt es leider nur noch auf dem Amt und als Teilzeitkraft oder Zeitvertragler an der Uni...

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Na am besten in einem grossen Chemiekonzern. Da sind die Gehälter am höchsten. Besonders hoch sind die bei den Chemiekonzernen in der Schweiz.

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Kommentar von labmanKIT
14.10.2016, 13:00

Die Lebenshaltungskosten in der Schweiz sind auch extrem hoch.

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Kommentar von Mike074
14.10.2016, 20:25

Sie glauben doch nicht im Ernst, dass ein Studienabsolvent oder Post Doc auch nur die leiseste Chance hat, diese Stelle zu bekommen! Im übrigen herrscht derzeit sowohl bei Novartis als auch bei Roche faktisch Einstellundsstopp. Beide Firmen bauen um Moment eher Stellen ab.

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