Angenommen, man hat einen Ring aus 333er gold. Wenn man jetzt,rein theoretisch, alle gold Atome aus diesem ring entfernen würde, wäre dann der Rest porös?

... komplette Frage anzeigen

3 Antworten

Nehmen wir eine Legierung aus gleichen (Massen-)Teilen Gold, Silber und Kupfer an.

Die Atomradien sind etwa gleich, von daher also keine Besonderheiten.

Es ergibt sich, dass der Stoffmengen-Anteil ("Molenbruch") von Gold etwa 1/6 ist (wegen der stark unterschiedlichen Atommassen).

D. h., wenn man das Gold herausziehen könnte, würde ein Block übrigbleiben, in dem ca. jedes 6. Atom fehlt.

Der Rest ist insofern porös, als er jede Menge Atomfehlstellen in seinen Kristalliten enthält. Aber er ist nicht in dem Sinne porös, dass man ihn als Schwamm verwenden kann. Nicht einmal für Heliumatome, die die kleinsten aller Edelgasatome sind. Dafür ragt der Elektronensee des Metalls doch zu weit in die Hohlräume hinein und ist die Elektronenhülle des He zu sperrig.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Ja, es würde porös  werden.

Praktisches Beispiel:

Taucht man gehärteten Stahl in konzentrierte Salzsäure diffundieren Wasserstoff-Atome in das Material ein. Sie drängen sich zwischen die Eisen-Atome und der Stahl wird porös.

Entfernt man einzelne Teile, hat das genauso Auswirkungen auf die Physischen Eigenschaften eines Gegenstandes.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Da der Feingoldgehalt bei 333er Gold so gering ist, dass dieses Material großteils nur als "vergoldet" angeboten werden darf, würde der Ring zwar seine goldene Farbe verlieren, aber sehr porös würde er nicht werden.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von Wippich
25.11.2016, 12:11

Ein Drittel der Masse ist etwas mehr als nur Farbe.

0
Kommentar von psyfrittkiel
25.11.2016, 12:16

Und wie wäre es umgekehrt? Wenn man nur das gold übrig lassen würde. Wäre ja nicht mehr viel.

0

Was möchtest Du wissen?