Frage von deer384, 80

Angeleinter Hund beißt leicht einen nicht angeleinten hund- wessen schuld?

Hey.. Ich brauche eure Hilfe...

War eben mit meinem Hund gassi.. Da kam mir ein Mädchen, welches auch auf unserer Schule geht, mit ihrem Mini chiwauwa entgegen. Mein Hund war an der Leine und ihr Hund nicht. Ich habe meinen Hund an mich gezogen, also die Leine verkleinert zur Sicherheit. Ihr Hund hat angefangen meinen zu beschnuppern und als meiner dann leicht sein Fell aufgestellt hat, habe ich angefangen ihn da weg zu ziehen. Nun war es so, das meiner auf einmal angefangen hat zu Knurren und während ich ihn weg gezogen habe, hat er versucht "sich zu verteidigen" und leicht nach dem anderen hund geschnappt.. Als dann ein Abstand zwischen denen war, meinte das Mädchen das meiner den Hund gebissen hat und hat ihren direkt auf den Arm genommen. Der Hund von ihr war unter "Schock" aber hatte keine biss Spuren und hat auch nicht geblutet.

Sie: wusstest du das deiner beißt? Ich: der beißt eigentlich nicht, aber weiß ja nicht was meiner denkt.. Sie: wenn es meinem Hund nicht besser geht, dann komm ich zur dir. Meiner wurde schonmal gebissen und der andere musste dann die ganzen Kosten übernehmen

Ich: ja aber was kann ich denn dafür wenn du deinen Hund hier ohne Leine rumlaufen lässt? Du hast ne Anleine Pflicht.

Sie: meiner kennt aber doch alle anderen Hunde in dieser Gegend

Ich: nein. Deiner kennt nicht jeden einzelnen in dieser Gegend. Trotzdem hast du deine Anleine Pflicht

Sie: ja wenns nicht besser wird dann melde ich mich wieder. Meiner wurde schonmal von einem Dackel gebissen, sein Auge musste genäht werden und der andere musste die ganzen Kosten übernehmen.

Ich: ja aber ist doch nicht mein Problem wenn du deinen nicht Anleinst..

Meine Frage an euch... Wer steht hier im recht? Ich meine.. Ich hatte meinen an der Leine und kann doch nicht mehr tun als meinen im Notfall weg zu ziehen und wenn trotzdem was passiert? Hab iwie schiss.. War noch nie in sowas verwickelt und ja ._.

Danke..

Antwort
von Senecita, 71

Es gibt inzwischen einige Urteile, die den nicht angeleinten Hund als Verursacher ansehen. Hätte er nicht die Individualdistanz deines Hundes unterschritten, wäre auch nichts passiert. Ich plädiere in diesem Fall dafür, dass Ihr beide was gelernt habt.

Man läßt seinen Hund nicht einfach zu angeleinten Hunden hinlaufen- es könnte ja sein, dass es einen Grund gibt, warum der an der Leine ist.

Und ich stelle mich schützend zwischen meinen Hund und den frei laufenden und wehre ihn ab, damit nichts passieren kann.

Wenn man sie aber zusammen läßt und einer beißt zu - na dann, Pech gehabt! Hätte auch andersrum sein können.

Expertenantwort
von inicio, Community-Experte für Hund, 64

deine haftpflicht akommt fuer schaeden durch deinen hund auf.

die schuldfrage ist unerheblich..

lerne bitte deinen hund besser zu verstehen, wenn er das fell stellt -musst du handeln: stelle dich vor deinen hund und wehre den andeen hund ab.

natuerlich hat auch die andere hundehalterin falsch gehandelt, weil sie ihren hund nicht angelint hat und rechzeitig zureuck rief. aber zahlen muesst ihr, weil dein hund gebissen hat.

Antwort
von loema, 74
Hund beißt Hund

Beißen sich Hunde gegenseitig, so kommt die gesetzliche Tierhalter-Haftpflicht (§ 833 BGB) zur

Anwendung. Dies bedeutet im Regelfall, dass der eine Hundehalter für die Verletzung

(Behandlungskosten) am anderen Hund aufkommen muss. War aber der eine Hund angeleint und der

andere Hund nicht, so gilt ein anderer Haftungsverteilungsmaßstab. In diesem Fall trägt der Halter des

nicht angeleinten Hundes die Kosten für die tierärztliche Behandlung des anderen Tieres alleine.

Amtsgericht Frankfurt, Az.: 32 C 4500/94-39
 
Antwort
von BenniXYZ, 38

Es ist völlig egal wer Schuld hat. Rechtlich gesehen wird keine Schuldfrage gestellt, weil es sich um Gefährdungshaftung handelt. Wer beißt, der zahlt. Egal ob angeleint oder nicht.

Ja ich weiß, verstehen kann man das nicht, ist jedoch so.

Die Versicherer versuchen reihenweise noch eine kleine Teilschuld anzurechnen. Du kommst trotzdem nicht raus aus der Nummer. Brauchst dir ja nicht so eine "gefährliche" Sache wie einen Hund anzuschaffen. (rechtlich gesehen)

Expertenantwort
von friesennarr, Community-Experte für Hund, 80

Gefährdungshaftung - egal was, egal wie, der wo Beisst zahlt. Ist immer so.

Aber da ihrer nichts hat, wird wohl auch nichts kommen.

Ihr Hund hat angefangen meinen zu beschnuppern und als meiner dann
leicht sein Fell aufgestellt hat, habe ich angefangen ihn da weg zu
ziehen.

Hier hast du einen Fehler gemacht, entweder hättest du deinen auch ableinen sollen, oder aber ihn da nicht weg ziehen, durchs wegziehen hast du Alarm geschlagen und deiner hat angegriffen.

Nun war es so, das meiner auf einmal angefangen hat zu Knurren und
während ich ihn weg gezogen habe, hat er versucht "sich zu verteidigen"
und leicht nach dem anderen hund geschnappt.

Na so wie du das schilderst hat deiner sich nicht verteidigt, sondern angegriffen - Zur Info; Verteidigen nennt man es wenn der andere Hund angreift.

Lass sie zum TA gehen, reich die evtl. Rechnung bei deiner Versicherung ein und gut ist, dazu sind die schließlich da. Die nehmen dann entweder an, oder bestreiten die Rechnung.

Dir würde ich allerdings empfehlen, das du Begegnungen mit Hunden mit deinem Hund übst.


Kommentar von MrZurkon ,

Absoluter Humbug........

Kommentar von friesennarr ,

Ok. erklärs mir warum.

Antwort
von Euphresia, 29

Ihr habt beide falsch gehandelt. Beide Hunde waren der Meinung, dass sie das "Problem" miteinander lösen müssen, weil ihre Menschen dazu nicht fähig sind.

Also haben sie es auf Hundeart getan. Das zeigt deutlich, dass ihr Menschen im Rang unter euren Hunden steht. Also erstmal lernen mit Hunden umzugehen, und lernen, wie Hunde ticken und wie sie sich verständigen.

Ihr habt Null Ahnung.

Ansonsten, wende dich an deine Hundehaftpflichtversicherung. Ich hoffe du hast eine.

Im Recht ist keiner von Euch.

Antwort
von minimuc, 74

Das mit der Schuldfrage bei Hunden ist manchmal sehr ungerechtfertigt. Meines Wissens nach bist du Schuld, weil dein Hund 'gebissen' hat. Das ist genau so bei Mensch und Hund. In meinem Bekanntenkreis gab es mal zwei Fälle: Mensch hat Hund mit Aktentasche geschlagen, weil der Hund am Menschen vorbeigelaufen ist( ohne irgendetwas zu tun) und Hund beißt Mensch. Halterin Schuld. Fahrradfahrer tritt Hund im Vorbeifahren mit Fuß, Hund schnappt nach ihm. Halterin Schuld. In den Fällen scheint es irgendwie sche** egal zu sein, warum der Hund schnappt/beißt. Fakt ist der Hund hat gebissen und ist schuld...

Kommentar von friesennarr ,

Das liegt daran, das der Halter eines Tieres immer der Gefährdungshaftung unterliegt. Es ist nunmal ein Tier.

Kommentar von Goodnight ,

Die Information ist falsch. Grundsätzlich ist der mit dem unangeleinten Hund seiner Aufsichtspflicht nicht nachgekommen. Er trägt den Schaden selber und müsste wenn der andere Hund auch verletzt wäre auch dessen Tierarzt Rechnung übernehmen. Zudem käme dann noch Sachbeschädigung dazu und allenfals auch Tierquälerei, weil man es zu einer Beisserei hat kommen lassen.

Quelle:  Tier im Recht

Kommentar von BenniXYZ ,

Grundsätzlich stimmt schon mal gar nicht. Der Nachweis, daß jemand seine Aufsichtspflicht verletzt hat, ist sehr schwierig und wird selten durchgehen. Wie gesagt, wenn überhaupt, dann nur kleine Teilschuld.

Grundsätzlich wäre bei Gefährdungshaftung, wer beißt, der zahlt.

Erst dann folgt ein evtl. "es sei denn...."

Antwort
von Goodnight, 39

Der mit dem unangeleinten Hund ist nie im Recht.

Kommentar von inicio ,

derjenige der einen beissenden hund hat muss zahlen! 

Kommentar von Goodnight ,

Aus Erfahrung nein, der der seinen Hund nicht angeleint hat verletzt die Sorgfaltspflicht und zahlt alle entstandenen Schäden.

Antwort
von Revic, 78

Erstmal finde ich das Verhalten des anderen Mädchens wahnsinnig kindisch. Zum anderen hast du zwar ganz recht, wenn dort, wo ihr spazieren wart, eine Anleinpflicht herrscht, kann sie dafür belangt werden. Allerdings musst du auch dafür sorge tragen, dass dein Hund, egal ob angeleint oder nicht, keine Gefahr darstellt. In welcher Situation auch immer. Von daher habt ihr euch beide verschiedene Dinge zu schulden kommen lassen.

Kommentar von DeleteMeMan ,

Wenn ein angeleinter Hund keine Möglichkeit hat sich in so einer Stresssituation frei zu bewegen, ist es nur natürlich das er mit knurren und einem leichten Beißen den anderen Hund warnt.

Der andere Hund konnte offensichtlich die Warnungen nicht richtig interpretieren. Das ist die Folge. Ob das nun aufgrund von mangelnder Sozialisierung die Folge ist, sei mal dahingestellt.

Natürlich sollte man seinen Hund so erziehen, dass er souverän sich beschnuppern lässt und es ihn kalt lässt.

Allerdings kennen wir weder den Hund, noch seine Vergangenheit, noch sonst etwas von ihm. Es ist also ein natürliches Verhalten

Kommentar von Revic ,

Ich habe die Reaktion ihres Hundes weder infrage gestellt noch auf unzureichende Sozialisierung zurückgeführt. Nur leider wurde das Gesetz nicht von wissenden Hundehaltern gemacht sondern von Leuten, die sich null mit der Materie auskennen und nur die Folgen sehen. Aber die Frage lautete ja nicht, ob das Verhalten desHundes jetzt gerechtfertigt war oder nicht, sondern wer für was die Schuld trägt. Auf nichts anderes bin ich hier eingegangen.

Kommentar von Einafets2808 ,

Leider liegst du komplett falsch. Wenn ein freilaufender Hund in einem Gebiet rum läuft wo eigentlich Leinenpflicht herrscht, ist das eine Ordnungswidrigkeit. Wird meistens mit einem Bußgeld belangt, was das Ordnungsamt einfordert. Geht doch als Halter der seinen Hund anleint, normaler weise nichts an. Da muss schon das Amt selber kommen.

Der angeleint Hund hat gebissen (somit einen Schaden verursacht) dafür hat der Halter gerade zu stehen, Schuldfrage spielt keine Rolle. Da zählt einzig und alleine die Gefährdungshaftung.

Kommentar von Revic ,

Wen meinst du?

Antwort
von MrZurkon, 79

Du bist im Recht. Deiner war an der Leine und du hast in weggezogen, wenn die Fusshupe von der anderen noch hinterherläuft ,dann muss die Besitzerin sich nicht wundern ,wenn ihr Hund gebissen wird. Falls Kosten aufkommen musst du diese nicht tragen.

Kommentar von Einafets2808 ,

***Falls Kosten aufkommen musst du diese nicht tragen.***

Leider liegst du komplett falsch. Wenn ein freilaufender Hund in einem Gebiet rum läuft wo eigentlich Leinenpflicht herrscht, ist das eine Ordnungswidrigkeit. Wird meistens mit einem Bußgeld belangt, was das Ordnungsamt einfordert. Geht dich als Halter der seinen Hund anleint, normaler weise nichts an. Da muss schon das Amt selber kommen.
Der angeleint Hund hat gebissen (somit einen Schaden verursacht) dafür hat der Halter gerade zu stehen, Schuldfrage spielt keine Rolle. Da zählt einzig und alleine die Gefährdungshaftung.

Kommentar von MrZurkon ,

Absoluter Quatsch. Der Hund hat sich bedroht gefühlt, da die kleine Ratte, die nicht angeleint war, in nicht in Ruhe gelassen hat, hat er zugebissen. Ganz normales Verhalten eines Hundes. Der Halter des angeleinten Hundes muss gar nichts zahlen.

Kommentar von inicio ,

es wird nicht nach "schuld" bezahlt. derjenige , der einen hund hat ,der beisst muss zahlen bzw die versicherung!

Antwort
von minimuc, 67

Das mit der Schuldfrage bei Hunden ist manchmal sehr ungerechtfertigt. Meines Wissens nach bist du Schuld, weil dein Hund 'gebissen' hat. Das ist genau so bei Mensch und Hund. In meinem Bekanntenkreis gab es mal zwei Fälle: Mensch hat Hund mit Aktentasche geschlagen, weil der Hund am Menschen vorbeigelaufen ist( ohne irgendetwas zu tun) und Hund beißt Mensch. Halterin Schuld. Fahrradfahrer tritt Hund im Vorbeifahren mit Fuß, Hund schnappt nach ihm. Halterin Schuld. In den Fällen scheint es irgendwie sch. egal zu sein, warum der Hund schnappt/beißt. Fakt ist der Hund hat gebissen und ist schuld...

Antwort
von xxlia, 69

Ich denke sie hat Schuld da :

  1. Sie hat ihren Hund nicht angeleint
  2. Sie hat ihren Hund nicht zurückgenommen als deiner Angefangen hat zu knurren bzw. zu drohen

Gut man könnte auch sagen du hast Schuld da dein Hund geknurrt und geschnappt hat, gebissen hat er meiner Meinung nach nicht wirklich. Hunde sind schliesslich Hunde und drücken sich so aus, da kanns ruhig mal etwas fester zugehen.

Kleine Hunde sind öfter nicht so gut sozialisiert, da die Besitzer Angst haben dass grosse/grössere Hunde sie verletzten könnten, obwohl man Hunde eig. machen lassen sollte und sich nicht einmischen soll, da sie es selber Regeln wer der dominantere ist. 

Kommentar von wotan0000 ,

**da die Besitzer Angst haben dass grosse/grössere Hunde sie verletzten könnten,**

Die lassen ihre Hunde nicht unangeleint zum grossen angeleinten Hund.

Kommentar von xxlia ,

Schon, aber da sich die Mädchen ja kennen, hat sie evt. gedacht der Hund würde nichts machen, weshalb sie ihren dann hingelassen hat. Da sie den Hund danach auf den Arm genommen bzw. eingegriffen und noch dazu völlig übereagiert hat, denke ich dass sie bei anderen Hunden ihren Hund nicht heranlässt.
 (Nur so eine Theorie, was sie sagen stimmt ja eigentlich.)

Antwort
von schlotti07, 70

Sie ist schuld denn ihr Hund war nicht angeleint

Kommentar von Einafets2808 ,

Falsch! Schuldfrage spielt da keine Rolle. Da zählt die Gefährdungshaftung, macht der Hund eines Halters einen Schaden, muss dieser dafür aufkommen. Egal ob es um angeleinte oder freilaufende Hunde geht.

Kommentar von Goodnight ,

Falsch, der Halter mit dem unangeleinten Hund hat immer Schuld. Ist wie wenn du mit dem Auto jemandem hinten drauf fährst.

Sonst würde die  gerichtlich angeordnete Leinenpflicht für aggressive Hunde ja gar nichts bringen. Der unangeleinte Hund war nicht unter Kontrolle, also liegt eindeutig der Fehler auf der Seite.

Wenn dir ein angeleinter Hund entgegen kommt, musst du deinen auch anleinen.

Keine passende Antwort gefunden?

Fragen Sie die Community

Weitere Fragen mit Antworten