Angebot im Kindergarten für das Asperger Syndrom?

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4 Antworten

wieso musst du die Frage gleich zwei mal stellen?

Ich denke die Erzieherinnen sollte, wie bei jedem anderen Kind einfach auf dieses achten und seine Bedürfnisse wahrnehmen. Wenn das Kind also grade einen Overload hat, dann sollten die Erzieherinnen ihm die Möglichkeit geben sich zurück zu ziehen. 

Kinder mit Asperger sind ziemlich individuell, da ist es schwer konkret zu sagen, was Erzieherinnen tun sollte und was lieber nicht.

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Es gibt nicht "den Asperger-Autisten", somit gibt es nicht ein Angebot für alle Asperger. Autismus verläuft heterogen. Man müsste immer für das jeweilige Kind und seine Bedürfnisse ein Programm entwickeln. Man muss also bei schon bestehender Diagnose (was sehr selten in diesem Alter ist) mit den Eltern reden und genau die Stärken und schwächen des Kindes kennenlernen und das Programm eben dahingehend anpassen.

Grundsätzlich ist es aber wichtig, dass alle Kinder aufgeklärt werden, warum der Autist eben etwas anders ist und wie sie ihm helfen können, ohne ihn zu überfordern und zu überrumpeln. Ebenso muss man dem Autisten erklären, wie "anders" (aus seiner Sicht) die anderen Kinder sind. Man kann das spielerisch tun.
Ein eigener Sitzplatz für alle wäre wichtig, besonders aber für den Autisten. man weiß dann immer, wohin man gehen kann. Über die Sitzordnung kann sich der Autist auch eher die Kinder einprägen. Nicht selten hat man Gesichtsblindheit oder Probleme, sich Gesichter und Namen zu merken, da die Kinder ja jeden Tag- oder bei Verschmutzung an einem Tag mehrmals die Kleidung wechselt. Man merkt sich die Aufkleber und so die Namen. Ich habe damals als Kind keines wiedererkannt, weder in der Gruppe, noch auf dem Spielplatz vom Kindergarten noch später dann in der Stadt oder beim Einkaufen. Aber wir hatten Symbole bei unseren Jacken- ich wusste den Namen jedes Kindes, wenn ich den Aufkleber sah.
Man kann die Stühle ja mit Aufklebern versehen, die sich die Kinder selber malen dürfen. Auf dem Stuhl sitzt dann immer beim Basteln und Essen das Kind, dessen Aufkleber darauf ist. Gibt es dadurch Ärger, dass beim freien Spiel Kinder ihre Besitzansprüche deutlich machen, muss auch da eine Sitzordnung her. Klappt auch das nicht oder die anderen Eltern weigern sich, sollte wenigstens der Autist seinen eigenen, festen Stuhl und Platz bekommen.
Wichtig ist, bevor die Eingewöhnung losgeht, kann man, wenn alle Kinder weg sind, dem Kind die Räume zeigen. Den weg zu den Toiletten, wo die Schuhe hinkommen und wo er seine Hausschuhe abstellen soll, wann es Essen gibt und was so alltäglich hier passiert (wann ihr spazieren geht, dass es ab und an Ausflüge geben wird, ...).

Man muss ihm auch erklären, wie es sich zu verhalten hat. Durch Elterngespräche sind ja seine Schwächen bekannt u.a. in sozialen Situationen. Man kann etwas üben, wie er sich bei seinem ersten Tag vorstellen kann und dass man anderen Kindern nichts weg nehmen darf- egal wie sehr man damit spielen möchte.

Dann sollen die Eltern die Erzieherin nochmal fragen, ob es Unverträglichkeiten, Allergien oder sowas wie Diabetes in seiner Gruppe gibt und die für alle geeignete Süßigkeit wird dem Kind zum ersten Tag mitgegeben. So wird das kennenlernen leichter, wenn es was zum Naschen gibt, ist es leichter für den Autisten, so ins Spiel integriert zu werden.

Die Erzieher sollten im späteren Verlauf die Situation genau beobachten, wenn das Kind allein für sich ist. Will es das, sollten sie das respektieren, beobachtet es aber die anderen und äußert, mitspielen zu wollen, sollten sie helfen, das Kind zu integrieren.

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Feste Rituale, feste Zeiten; wenig "außergewöhnliches", keine Verpflichtung zu Festen und Übernachtungen; Möglichkeiten für das Kind, sich gemäß seiner Wünsche zu beschäftigen (wenn es tanzen will, dann tanzen lassen, auch wenn es unpassend scheint);

wichtig aber trotzdem: Das Kind immer im Blick behalten, es soll ja trotzdem seinen Horizont erweitern, die Krankheit "austesten". Asperger ist keine ganz feste Diagnose, sondern ein ganzes Spektrum. Je nachdem, wie stark Asperger ausgeprägt ist, müssen Betreuer und Eltern da immer wieder Angebote schaffen.

Hat das Kind einen Kinderpsychologen oder sowas? Dann mit dem mal sprechen, was der meint und vorschlägt.

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Ein Ruheraum, in dem Kinder sich unauffällig zurückziehen können, wenn sie Ruhe brauchen.

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