Frage von Ramschones, 92

Angebliche Geschwindigkeitsübertretung in Österreich anfechten?

Guten Tag!

Ich bin aus Österreich und habe die Tage eine Anonymverfügung wegen einer angeblichen Geschwindigkeitsübertretung im Ortsgebiet erhalten (13km/h nach Abzug der Toleranz). Wenn ich zu schnell fahre und erwischt werde, stehe ich dazu und zahle ich die Strafe - gar kein Thema. In diesem Fall ist das jedoch ein bisschen anders:

Vor ca. 2 Wochen standen 2 Beamte an einer von ihnen häufig genutzten und mir gut bekannten Stelle (fahre dort mehrmals pro Tag vorbei). Ich habe sie sowieso schon von weitem bemerkt und noch bevor ich überhaupt in ihr Sichtfeld gekommen bin (gemessen wird dann überhaupt auf einer anderen Straße), habe ich eine angemessene Geschwindigkeit eingenommen. Da stehen sie nun am Rand des Kreisverkehrs: einer von ihnen mit nem Laser "bewaffnet". Habe kurz zu ihnen rübergeschaut - sie zurück und bin dann brav blinkend aus dem Kreisverkehr ausgefahren. Es folgt jetzt eine lange Gerade, die sie für die Geschwindigkeitsmessung benutzen. Ich kann garantieren, dass ich die gesamte Strecke mit den erlaubten 50km/h gefahren bin (wer würde sich mit nem Radar im Rücken auch anders verhalten...?). Einen mir entgegenkommenden Motorradfahrer habe ich per Lichthupe vor der Kontrolle gewarnt (können die Beamten zwar nicht gesehen aber vermutet haben). Den Fahrer des Rennhobels (auf einer langen Gerade an einem sonnigen Tag) haben sie vielleicht als "fixen Kunden" gesehen und als das dann nix wurde, musste ich quasi als Sündenbock herhalten. Meine Geschwindigkeit hätte laut Anonymverfügung ca. 70km/h auf dem Tacho betragen müssen und das ist einfach unrealistisch, da ich meine Geschwindigkeit die ganze Zeit im Blick hatte (wie bereits gesagt: alles andere wäre dumm mit nem Radar im Nacken).

Habe bereits bei der zuständigen Behörde angerufen wo mir mitgeteilt wurde, dass ich in ca. 4 Wochen einen weiteren Bescheid bekommen, gegen den ich dann Einspruch erheben kann (was ich auch machen werde).

Hat jemand schonmal sowas erlebt? Ich kanns ehrlich gesagt gar nicht glauben. Weiß der Teufel, was die beiden Beamten da geritten hat: wars die Hitze, mein Blick,  der ihnen nicht gepasst hat oder die Sache mit dem Motorrad... Hinzu kommt, dass sie es auf junge Männer im Audi mit 18ern gern mal abgesehen haben (bei uns ist das zumindest so).

Welche Möglichkeiten habe ich? Wenn deren Wort gegen meins steht, habe ich schätzungsweise schlechte Karten? Kann ich darauf bestehen, dass mir ein Foto als Beweis vorgelegt wird? Ich würde keinen solchen Zirkus veranstalten, wenn ich mir nicht 100% sicher wäre. Da gehts einfach ums Prinzip und nicht um die 50€.

Bin auf Antworten gespannt!

Antwort
von Tronje2, 77

Soweit mir bekannt ist, hat ein Widerspruch in A nur dann Erfolg, wenn du genau beweisen kannst, dass du nicht zu schnell warst.

Die Polizei darf deine Geschwindigkeit auch schätzen! MfG

Kommentar von Ramschones ,

Und wie beweist man sowas?

Mir ist bewusst, dass auch geschätzt werden darf. Nur: 1. war ich nicht zu schnell 2. hatten die ja ne Laserpistole - warum also schätzen? 

Keine passende Antwort gefunden?

Fragen Sie die Community