Frage von angelseye27, 38

Anfrage bez. Krankenkasse, Anmeldung und Kosten?

Hallo zusammen,

ich bin im Oktober 2014 aus Österreich nach Deutschland gezogen und habe damals für 3 Monate Arbeitslosengeld und Versicherung mitgenommen. Damals wurde mir gesagt das ich mir bez. der weiteren Versicherung und auch Einkommen keine Sorgen machen brauche.
Dem war natürlich dann nicht so Arbeitsamt war nicht für mich zuständig, ich musste einen Antrag im Jobcenter stellen, wobei man sofort meinte das ja mein Freund für mich aufkommen könnte. Aber man meinte der Antrag würde noch entschieden werden, ich solle mich bei einer Krankenkasse anmelden. Dies habe ich dann (leider) auch getan.

Beim zweiten Termin hatte ich eine andere Betreuerin, hatten wir mal die 1 Jahresregelung angesprochen da wurde

Man sagte mir ich solle mich bei einer Krankenkasse anmelden, da man das benötigt. Gut dies habe ich dann auch getan, dann hatte ich erneut einen Termin bez. der Entscheidung vom Antrag.

Da wollte man unbedingt das mein Freund angibt das er für mich einsteht, wozu er allerdings zu dem Zeitpunkt noch nicht bereit war. Aussagen wie einer Fremden gibt man gibt man nichts zum Essen und hilft auch nicht, mein Kind saß bei dem Gespräch daneben. Gut wie dem auch sei, danach bekamen wir den Brief das wir ab sofort als BG gesehen werden und das mein Freund sämtliche private Unterlagen von sich als Kopie schicken soll. Dieses hat er verweigert.

Gut ich hatte mich zwar bei der Krankenkasse angemeldet war allerdings dann drei Monate, solange bis ich eine Arbeitsstelle fand nicht versichert. Jetzt 1 Jahr später bekam ich von der Krankenkasse den Schrieb das das Jobcenter ja nicht für die Kosten der Versicherung aufkommt und ich solle mich bez. der Abklärung melden.

So wenn man mich nicht dazu getrieben hätte mich anzumelden hätte ich dies auch nicht getan, da ich ja nichts hatte womit ich die Krankenkasse hätte bezahlen können. Jetzt muss ich für die Kosten von 3 Monaten aufkommen? Weil man es von mir verlangte????

Kann das wirklich rechtens??? Ich meine es wird verlangt das man sich anmeldet und dann steht man plötzlich vor den Kosten. Ich mache mir Gedanken ob ich das überhaupt nachzahlen kann....

Kennt sich da jemand aus? Danke vorab schon für Antworten

Antwort
von sassenach4u, 13

Du hättest dich auf den ersten Hinweis, dass das Jobcenter für dich die Beiträge nicht zahlen will, bei einer Krankenkasse erkundigen können. Informationen sind auch eine Holschuld. Unabhängig davon, das Jobcenter kann eine BG erst nach einem Jahr des Zusammenlebens als solche betrachten. Hättest du Widerspruch einlegen können. Nun ist es zu spät und du musst für die 3 Monate die Beiträge zahlen. Mach Ratenvereinbarung.

Antwort
von Apolon, 18

Bei deinem Text stellen sich mir mehrere Fragen.

Wenn jemand nach Deutschland zieht, sollte er sich doch davor informieren, von was er hier leben kann und wie er seine mtl. Kosten bestreiten kann.

Tatsache ist, dass jeder der sich in Deutschland mit Hauptwohnsitz anmeldet, verpflichtet ist sich bei einer Krankenversicherung anzumelden. (Pflicht per Gesetz).

Welche Einkommen lagen denn hier in Deutschland vor ?

Wie steht es denn mit dem Unterhalt des Kindesvaters ?

Ein Freund bei dem man einzieht ist doch kein Fremder ?

 Jetzt muss ich für die Kosten von 3 Monaten aufkommen? Weil man es von mir verlangte????

Wie kommst du denn hier auf 3 Monate. Hast Du nach diesen 3 Monaten Deutschland wieder verlassen ?

Wenn du weiterhin in Deutschland bist, ist eine Krankenversicherung weiterhin pflichtig.

Kommentar von angelseye27 ,

Danke für die Rückmeldung!  Also als ich nach Deutschland ging habe ich mich in Österreich erkundigt und auch in Deutschland.  Ich habe in Deutschland beim Arbeitsamt auch gefragt was passiert wenn ich kein Geld mehr als Österreich bekomme und noch keine Arbeit habe.  Da wurde mir mitgeteilt das dann das Jobcenter das übernimmt.  

Ich mußte ja genau fragen da ich mein Kind auch nach Deutschland holte. InternetAnschluss hatte ich keinen.  Und ich bin auf das Land gezogen und da in dem Eck gibt es auch keinen Handyempfang. Als ich dann endlich die Möglichkeit hatte mich über das Internet zu informieren war es bereits zu spät.  Da ich bereits meine Existenz in Österreich aufgegeben habe.  Ich habe dann mal rausgefunden das wenn ich 3 Monate nicht versichert bin das ich sogar ausgewiesen werden kann. Es lag nicht daran das ich mich nicht informierte, nur scheinbar hatte hier auf dem Land keiner eine Ahnung oder keine Lust.  

Wie dem auch sei, nein ich habe nicht das Land verlassen sondern habe mir der Jobsuche weiter gemacht wie vorher auch und eine Arbeitsstelle gesucht. Das dauerte halt diese besagten 3 Monate.  

Stimmt aber damals wollte mein freund nicht gleich voll und ganz für mich einstehen und konnte es auch nicht. Beim Jobcenter wurde angemerkt er könnte ja sein Auto verkaufen, was allerdings für ihn wichtig ist da er es für die arbeit braucht!  Die Aussage mit "einer fremden gibt man nichts zum essen" kam die Mitarbeiterin  vom Jobcenter. 

Ich bin allerdings seit dem ich eine Arbeitsstelle habe durchgehend berufstätig. Kam ja nicht her um den Staat auszunutzen sondern um zu arbeiten und zu leben  :) 

Wenn ich mich nicht informiert hätte und mich nicht bemüht hätte alles heraus zufinden, würde ich ja gar nichts schreiben was wäre selbst verschulden. 

Aber auch in Deutschland gibt es eine Informationspflicht und diese wurden mir nicht korrekt gegeben und ich muß aufgrund dessen Mehrkosten zahlen.  Das kann ich nicht verstehen. ....

Kommentar von Apolon ,

Man kann auch in Deutschland eine Arbeitsstelle suchen, und bis zur Einstellung in Österreich wohnen bleiben.

Die Gesetzbebung von Austria ist mir nicht bekannt, somit kann ich nicht beurteilen, ob du von dort eine Sozialleistung bekommen hättest.

Aber mit der Anmeldung in Deutschland besteht eine Kranken-Pflichtversicherung.

Arbeitslosengeld konntest du in Deutschland nicht bekommen, da du ja noch nie in D Arbeitslosenbeiträge gezahlt hast.

Nun heute hast du ja eine Arbeitsstelle und somit dürfte es dir doch möglich sein die Krankenversicherungsschuld in Raten abzubezahlen.

Gruß N.U.

Antwort
von eulig, 24

in Deutschland gilt Versicherungspflicht für alle, die hier ihren Hauptwohnsitz haben. wer niemanden hat, der die Beiträge zahlt (Arbeitsamt, Jobcenter, Arbeitgeber), der muss die Beiträge selbst zahlen. ob er sich das leisten kann oder nicht, dafür sieht das Gesetz keine Ausnahme vor.

um die Forderung kommst du nicht herum. du solltest mit der Kasse eine Ratenzahlung vereinbaren. denn wenn du das nicht tust, dann werden deine Leistungen eingeschränkt. d.h. du hast dann nur noch Anspruch auf Notfall- und Schmerzbehandlungen.

Kommentar von angelseye27 ,

Danke für die Information ich werde mit der Krankenkasse sprechen; dennoch finde ich das man noch damals als ich mich informierte das hätte mitteilen müssen. Ich wandere schließlich nicht täglich aus um alles wissen zu können ;)

Kommentar von eulig ,

dazu gibt es keine Informationspflicht. ich weiß auch nicht wann du ausgewandert bist. diese Gesetzeslage existiert seit 2007.

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