Frage von Slave97, 97

Anfechtung gegen die fristlosen Kündigung in der Ausbildung?

Meine Frage ist wie man eine Kündigung anfechten muss oder kann. Reicht es bei der IHK eine Schlichtung zu beantragen, oder muss man ein schreiben aufsetzen in dem man schreibt das man die Kündigung nicht akzeptiert ?

Gruß

Antwort
von Daniellaa, 64

Hallo! Ich würde am besten dich bei der arbeiterkammer erkundigen... Und aufjedenfall alles schriftlich festhalten! Dort kann man Eh ganz einfach einen Termin ausmachen! Lg

Antwort
von peterobm, 40

zunächst die wichtigste Frage 

Warum eine fristlose Kündigung; die kommt nicht so einfach aus heiterem Himmel. Was ist im Vorfeld passiert?

Beleidigung, Diebstahl, Tätlichkeiten, mehrere Abmahnungen erhalten ...

Kommentar von Messkreisfehler ,

Die Sache ist eh gegessen. Kündigung liegt länger als 3 Monate zurück, Kündigungsschutzklage wurde nicht eingereicht, also ist die Kündigung rechtskräftig.

Kommentar von Familiengerd ,

@ Messkreisfehler:

also ist die Kündigung rechtskräftig

Das ist hier überhaupt nicht gesagt; es kommt auf den Ausgang des Schlichtungsverfahrens an.

Das Vorgehen gegen die Kündigung eines Ausbildungsverhältnisses nach der Probezeit ist anders als beim Arbeitsverhältnis!!

Kommentar von Slave97 ,

Aus keinem wichtigem Grund. Weil ich bei meiner Krankheit anrufen musste aber niht konnte ich schickte jedoch mehrere SMS eine E-Mail und noch ein Fax.

Kommentar von Messkreisfehler ,

Die Kündigung hätte jedes Arbeitsgericht für nichtig erklärt.

Antwort
von Wurzelstock, 33

Wenn Du eine Ausbildung beginnst, schließt Du mit dem Lehrherrn einen Ausbildungsvertrag ab. Darin steht auch die Dauer der Probezeit, die unterschiedlich lang sein kann. In dieser Zeit kann in der Regel ohne Angaben von Gründen gekündigt werden. Dies alles, sowie die Kündigungsfrist ist im Lehrvertrag festgelegt.

Danach ist eine einseitige Kündigung nicht mehr möglich bis zur bestandenen Prüfung. Das Ausbildungsverhältnis kann allenfalls einvernehmlich aufgelöst werden.

Bevor Du nun in deiner verständlichen Panik sämtliche Pferde scheu machst, lies einmal deinen Lehrvertrag durch, am besten zusammen mit einem Angehörigen oder guten Bekannten. Das ist das allererste, was man in solch einem Fall tun muss. Stelle fest, ob das so, wie ich es beschrieben habe, drin steht, oder ob da andere Details enthalten sind.

Kommentar von skychecker ,

Das ist so nicht richtig.

Eine Kündigung ist immer einseitig.

Nach der Probezeit ist der Auszubildende schwer kündbar. Dennoch ist eine Kündigung aus wichtigem Grund, also eine außerordentliche Kündigung, immer möglich (sofern ein Grund dazu gegeben ist). 

Kommentar von Wurzelstock ,

Falls es im Lehrvertrag steht. Ich nehme an, dass du selbst ausbildest, aber mit dieser Einstellung noch nicht hinten runtergefallen bist.

Kommentar von Familiengerd ,

aber mit dieser Einstellung

Was soll das konkret heißen?!?!

Der Kommentar/Einwand von skychecker ist völlig korrekt!

Das hat auch nichts mit "Falls es im Lehrvertrag steht." zu tun (jedenfalls in Deutschland).

Während der Probezeit von 1 Monat bis 4 Monaten kann das Ausbildungsverhältnis von beiden Seiten jederzeit fristlos gekündigt werden - das ist in dieser Zeit die "normale" Form der Kündigung, weil es keine Fristen einzuhalten gibt!

Danach kann der Ausbildungsbetrieb nur noch fristlos kündigen und nur, wenn es einen wichtigen Grund (z.B. schwerwiegende Vertragsverletzung) gibt.

Der Auszubildende kann dann nur noch kündigen (mit einer Frist von 4 Wochen), wenn er er die Ausbildung ganz aufgeben oder in einem anderen Beruf ergreifen will; die Möglichkeit der fristlosen Kündigung aus wichtigem Grund gilt selbstverständlich auch für ihn!

Antwort
von Messkreisfehler, 58

Weder noch, Du musst innerhalb von 3 Wochen nach Zugang der Kündigung beim Arbeitsgericht Kündigungsschutzklage einreichen.

Was war denn der Kündigungsgrund?

Warst Du noch in der Probezeit?

Kommentar von Slave97 ,

Ja ich War aus der Probezeit. Jedoch sind die 3 Wochen schon um aber ich habe mich nach der Kündigung sofort gemeldet und einen Anwalt eingeschaltet der schrieben das die kündigung nicht akzeptiert wird. Dannach haben wir bei der IHK einen Antrag gestellt. Aber vom Arbeitsgericht sagte mir niemand was.

Kommentar von Messkreisfehler ,

Wenn dir dein Anwalt tatsächlich nichts vom Arbeitsgericht erzählt hat, was ich kaum glauben kann, dann wäre das ein grober Beratungsfehler und er würde sich Schadenersatzpflichtig machen. Wenn die 3 Wochen jetzt rum sind dann ist die Kündigung rechtskräftig. Da kannst Du jetzt gar nichts mehr machen.

Kommentar von Slave97 ,

Aber mein Anwalt hat sie doch angefochten, er sagte das es zuerst zur Schlichtung gehen muss bevor es zum Arbeitsgericht geht. Denn ich habe ja schon einen Schlichtungstermin. 

Kommentar von Messkreisfehler ,

Ok, hab grad nochmal nachgelesen. Wenn Du einen Schlichtungstermin hast dann ist alles in Butter, dieser wird vor der Gerichtsverhandlung durchgeführt. Wenn da keine Einigung erziehlt wird dann gehts weiter vor Gericht.

Kommentar von Messkreisfehler ,

Wenn der Vorfall genau so abgelaufen ist wie Du schreibst und Du bisher auch sonst keine Abmahnungen erhalten hast dann hast Du da auch nicht das geringste zu befürchten. Dann wird die Kündigung eh für nichtig erklärt bzw der Betrieb wird sich bei der Schlichtung zu einer Rücknahme der Kündigung entscheiden da er genau weiß, dass er vor dem Arbeitsgericht eh der Unterlegene wäre.

Kommentar von Slave97 ,

Ich bekam nur eine Abmahnung und einen Tag später die kündigung. 

Kommentar von Messkreisfehler ,

Dann hast Du nichts zu befürchten.

Kommentar von Slave97 ,

Ich danke dir Hast mir geholfen.

Kommentar von Slave97 ,

Wenn ich doch einen Schlichtungstermin habe dann muss es doch angefochten worden sein ? 

Kommentar von Familiengerd ,

@ Slave97:

Deine Einschaltung der Schlichtungsstelle war völlig in Ordnung - richtig gemacht!

Du musst dann nicht zusätzlich noch gegen die Kündigung klagen, und ein "Widerspruch" oder gegen die Kündigung oder eine "Anfechtung" der Kündigung gegenüber dem Arbeitgeber ist sowieso rechtlich nicht relevant und also völlig bedeutungslos.

Kommentar von Familiengerd ,

Weder noch, Du musst innerhalb von 3 Wochen nach Zugang der Kündigung beim Arbeitsgericht Kündigungsschutzklage einreichen.

Die Bemerkung des Fragestellers zur Einschaltung der Schlichtungsstelle war völlig korrekt.

Sie geht einer Kündigungsschutzklage vor und muss auch nicht zwingend (sollte aber möglichst) innerhalb der für eine Klage gesetzten Frist von 3 Wochen erfolgen.

Antwort
von Dontknow0815, 52

Erstmal der Kündigung wiedersprechen. Durch schweigen akzeptierst du es. Das ist übrigens bei Rechnungen und Forderungen auch so.

Kannst auch das schlichtunsgespräch der IHK danach beantragen. Wiederspreche aber erstmal der Kündigung.

Kommentar von Messkreisfehler ,

Bei Kündigungen gibt es keine konkludente Zustimmung. Es bringt auch absolut nichts wenn der Fragant widerspricht. Die einzig rechtliche Möglichkeit ist innerhalb von 3 Wochen Kündigungsschutzklage einzureichen. NIcht mehr, nicht weniger.

Kommentar von Dontknow0815 ,

Ok wieder was gelernt

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