Frage von kunstruktiv, 82

"Anerkennung ist eine Pflanze, die vorwiegend auf Gräbern wächst." - Was soll das bedeuten?

Das ist ein Zitat von Robert Lembke, über das ich vor Kurzem gestolpert bin. Ich werde einfach nicht schlau daraus, hat vielleicht jemand von euch eine Idee?

Antwort
von Beqizz, 30

Also ich würde es so deuten das er damit meint das die Menschen erst etwas anerkennen wenn jemand nicht mehr unter uns weiht, da vorher meist die Eifersucht oder das Ego im weg steht.

Antwort
von bubbles112, 50

Ich interpretiere es so das Menschen erst anerkennen was andere getan haben nachdem diese verstorben sind..
Vorher werden oft nur die Fehler, das falsche und alles schlechte gesehen aber nach dem Tod sieht man meist nur das gute und was ein Mensch erreicht hat.

Das könnte ich mir darunter vorstellen :)

Kommentar von kunstruktiv ,

Das kam mir gerade auch in den Sinn, als ich diese Frage abgeschickt habe. Dann verstehe ich allerdings den Zusammenhang nicht, in dem ich dieses Zitat gelesen habe.
Es ging um Selbstbewusstsein, das "Betteln" nach Anerkennung und wie man davon loskommt..

Kommentar von berkersheim ,

Wieso, das passt doch! Mit einem "gesunden" Selbstbewusstsein ist man sich seiner Qualitäten bewusst, auch wenn es anderen erst auffällt, wenn man tot ist. Um Anerkennung "betteln" heißt, sich klein machen. Etwas anderes ist, als selbstbewusste Person auch mal Anerkennung zu FORDERN, wenn man der Meinung ist, dass einem diese zusteht. Selbstbewusst sein heißt SEINER SELBST BEWUSST SEIN mit Schwächen und Stärken. Ein selbstbewusster Mensch vergibt sich nichts, anderer Leistung anzuerkennen oder auch mal über sich selbst zu lachen, wenn was missraten ist. Die einzelne Aktion, die mal nicht gelingt, ist doch kein Maß für die gesamte Person. Das aber unterstellen viele Menschen mit mangelndem Selbstbewusstsein. Sie fürchten, dass man sie als schwach einstuft, nur weil ihnen mal ein Fehler unterlaufen ist. Die richtige Einstellung ist: Pfeiff drauf, das Ganze wieder von vorn.

Kommentar von bubbles112 ,

Naja das ist dann vielleicht so gemeint das es nichts bringt nach Anerkennung zu betteln, das man mehr Selbstvertrauen haben sollte - sich diese so gewünschte Anerkennung selbst geben muss da man es vor dem Tod von niemand anderem bekommt..?
Könnte ich mir vorstellen :)

Kommentar von kunstruktiv ,

Aber woraus schöpft man dieses Selbstbewusstsein denn? Kann man sich seiner Qualitäten bewusst werden, ohne das Zutun anderer? Wird aus meinem "reinen Bewusstsein" denn nicht erst ein Selbstbewusstsein durch die Anerkennung anderer?
Und worin genau besteht für dich der Unterschied zwischen um Anerkennung betteln und Anerkennung fordern? Kommt das nicht irgendwo auf's Selbe raus? Bei beidem geht es doch nur darum, sich seiner Selbst bewusst zu werden und das funktioniert eben nur, wenn man sich "vergleichen" kann.

Antwort
von Lavendelelf, 25

Das man erst Anerkennung bekommt wenn man verstorben ist. Zu Lebzeiten interessiert niemanden was mit dem Menschen ist oder was er macht oder leistet.

Antwort
von Hamburger02, 38

anders formuliert:

Berühmt wird man erst, nachdem man gestorben ist. Erst dann findet man große Anerkennung.

Viele heute berühmte Leute sind erst nach ihrem Tod in den Himmel gelobt worden: van Gogh, Jimi Hendrix, ..und ich könnte noch Dutzende weitere nennen, wenn mir bloß einer einfallen würde. ;-)

Typisch ist auch, dass erst nach dem Tode Standbilder aufgestellt und Straßen entsprechend umbenannt werden. Das passiert nur sehr selten zu Lebzeiten.

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